
Spitzenreiter Waltershofen rehabilitiert sich für den Ausrutscher in Freiamt. Der SC Reute muss sich gegen den Tabellennachbarn Au-Wittnau mit einem 1:1 zufriedengeben. Ihringen/Wasenweiler entführt einen Punkt aus Freiburg-St. Georgen.
Eindrucksvolle Demonstration des SV Blau-Weiß Waltershofen
„Wir hatten nach dem 0:2 in Freiamt etwas gutzumachen“, sagte Giuseppe Paletta, der Spielertrainer des SV Blau-Weiß Waltershofen. Die Rehabilitation gelang den Tunibergern im Heimspiel gegen Köndringen auf eindrucksvolle Weise: „Wir waren von der ersten Minute bis zum Schluss sehr dominant.“ Am Ende feierte der Spitzenreiter einen 7:0-Kantersieg. „Die Mannschaft hat die Reaktion gezeigt“, meinte Paletta und lobte den jungen Innenverteidiger David Merkle: „Ein junger Waltershofener, der erst seit einem halben Jahr bei den Aktiven spielt und nun sein Startelfdebüt hatte – für ihn freut es mich besonders.“
SC Reute mit ausbaufähiger Chancenverwertung
Mit einem Sieg hätte der SC Reute den SV Au-Wittnau vom zwölften Platz verdrängen können. Diese Gelegenheit verpasste die Mannschaft von Stefan Schwär beim 1:1 gegen die Hexentäler. Die Gäste waren in der 38. Minute durch eine Gelb-Rote Karte dezimiert worden, kurz darauf hatte Johannes Dreher den SC durch einen direkten Freistoß in Führung gebracht. „Danach haben wir verpasst, das 2:0 nachzulegen“, meinte Schwär und verwies auf eine Großchance von Florian Knupfer, der aus kurzer Distanz das Tor knapp verfehlte. „Entscheidend war dann die Rote Karte gegen unseren Spieler Timo Rudolph (Foul)“, sagte Schwär. „Au-Wittnau hat dadurch die zweite Luft bekommen. Aber trotzdem hatten wir glasklare Chancen zum 2:0.“ Fabrice Élatré mit einem Volleyschuss und Mario Hess setzten aus kurzer Distanz den Ball am Tor vorbei. Zuletzt verbuchten die Wittnauer eine Großchance, sodass die Partie fast vollständig gekippt wäre. Der SC Reute verbleibt damit auf dem 13. Platz. „Wir befinden uns nach wie vor in gefährlichen Wassern“, erklärte Schwär. „Wir müssen dranbleiben und die nächsten Spiele genauso intensiv angehen.“
Freiburg-St. Georgen in Personalnot
Roberto Palermo, der Trainer des FC Freiburg-St. Georgen, wusste genau, woran er das 1:1 gegen Ihringen/Wasenweiler festzumachen hatte: „Wir waren sehr ersatzgeschwächt, dadurch gab es viele Änderungen in der Startelf, und deshalb fehlte es an der Abstimmung, und unser Spiel war recht schleppend. Ihringen hatte uns im Griff und hatte schon in der dritten Minute eine hundertprozentige Chance.“ Eine knappe Viertelstunde nach dieser Möglichkeit gingen die Kaiserstühler in Führung; David Schillinger verwandelte per Kopf eine Flanke zum 0:1. Die Gastgeber hatten Ausgleichschancen durch Jan Nowack (17.) und Michael Textor (20.), agierten aber zu überhastet. In der Pause nahm Palermo einige Umstellungen vor, die Wirkung zeigten. St. Georgen bestimmte im zweiten Durchgang das Geschehen. In der 70. Minute ließ Nowack noch das 1:1 liegen, aber gleich darauf traf Domani Kobi auf Vorarbeit von Yanik Roth und rettete der Heimelf einen Punkt. Palermo hakte das Remis ab und richtete den Blick in die Zukunft: „Allmählich kommen die Urlauber zurück. Gegen Emmendingen wird es personelle schon besser aussehen – mal sehen, ob wir da vielleicht etwas reißen können.“
Glottertal trotzt frühem Rückstand und feiert 3:1-Erfolg über Oberried
Der SV Rot-Weiss Glottertal feierte trotz eines frühen Rückstands einen 3:1-Heimsieg über Oberried. Für Kerem Okay, den Spielertrainer der Gäste, hätte ein Remis dem Spielverlauf entsprochen, so RW-Trainer Tobias Göbel, „aber ich finde, es war ein verdienter Sieg.“ In der dritten Minute kassierten die Glottertäler durch einen indirekten Freistoß auf der Fünfmeterlinie bereits das 0:1. „Wir haben aber gut reagiert und waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft“, fand Göbel. Felix Drayer erzielte mit einem geschickten Heber über Gästetorwart Marco Herr den Ausgleich, wenig später traf Patrick Jurzinski mit einem Kopfball zum 2:1. „In der zweiten Halbzeit haben sich die Mannschaften gegenseitig neutralisiert – vielleicht mit einem leichten Chancenplus für Oberried“, fasste Göbel zusammen. Für die Entscheidung sorgte Tim Kern in der 82. Minute. Sein Vollspannschuss schlug zum 3:1 im Gästetor ein.