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Ligavorschau

Wallufer Verletzungspech reißt nicht ab

Nach Löwer-Schock und Esser-Kreuzbandriss: Erneut schwere Knieblessur im Lager der SG Walluf, diesmal bei Vlorim Jonuzi+++Auch Daniel Bienek fällt lange aus

von Stephan Neumann · 08.08.2025, 15:00 Uhr · 0 Leser
Die SG Walluf um Spielführer Julius Buff (r.) muss eine Serie von verletzungsbedingten Nackenschlägen wegstecken.	Foto: Pia Pfeifer
Die SG Walluf um Spielführer Julius Buff (r.) muss eine Serie von verletzungsbedingten Nackenschlägen wegstecken. Foto: Pia Pfeifer

Region . Matthias Dworschak hat im Fußball als Spieler mit Bundesliga-, Zweitliga- und Regionalliga-Einsätzen bei Eintracht Frankfurt, Hannover 96 und Kickers Offenbach schon viel erlebt, genauso wie als Trainer, doch die jetzige Serie schlimmer Verletzungen im Lager der SG Walluf geht auch ihm unter die Haut. „Das ist etwas, was man so gar nicht gebrauchen kann. Es geht an die Substanz, das im Mannschaftskreis zu verarbeiten“, schildert der neue SG-Coach mit Blick auf eine Szene im Dienstag-Training.

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Jetzt hat es auch noch Vlorim Jonuzi schwer erwischt

Neuzugang Vlorim Jonuzi ging ohne Einwirkung nach einer Drehbewegung zu Boden. Zwei Kreuzbandrisse am selben Knie hat der 20-Jährige bereits erlitten. Jetzt haben die Untersuchungen im wiederum gleichen Knie die erneute Horror-Diagnose Kreuzbandriss ergeben. Wo doch die Rheingauer derzeit generell in einer kaum fassbaren Form vom Verletzungspech gebeutelt sind. Mit Defensiv-Eckpfeiler Marvin Esser (Riss des vorderen Kreuzbands) und Torjäger Jan Löwer (Kreuzband- und Meniskusriss) hat es in der Startphase der Saison bereits zwei Leistungsträger schwer erwischt. Dazu ist bei Daniel Bienek das Worst-Case-Szenario eingetreten: Adduktorenabriss im Schambeinbereich, verbunden mit einer Operation im September, bestätigt Trainer Dworschak.

Löwer und Esser "werden gewissenhaft arbeiten"

Was die Zweikampf-Szene in der 20. Minute des Wallufer Auftaktspiels bei Germania Okriftel betrifft, als Jan Löwer mit einem Schmerzschrei zu Boden ging, stand Adi Dworschak ziemlich weit weg, spricht aber von einer Situation, die im Fußball leider passieren könne. Sowohl Marvin Esser als auch Jan Löwer, so die Empfindung des Coachs, würden ihre Fußballer-Laufbahn aber nicht infrage stellen. Dworschak ist guter Dinge, dass beide „sehr gewissenhaft darauf hinarbeiten werden, um irgendwann im Jahr 2026 wieder zurückzukommen“. Wie sich das bei Vlorim Jonuzi angesichts einer erneut schwerwiegenden Diagnose verhält, bleibt abzuwarten.

Kaderinterne Lösungen finden, um die Ausfälle abzufedern. Das ist jetzt die Aufgabe. „Jeder ist bereit, etwas mit zu übernehmen“, verspürt Dworschak eine Verantwortung gegenüber den verletzten Spielern, jetzt erst recht das Bestmögliche herauszuholen. Was für das erste Saison-Heimspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen den FV Breidenbach gilt. Der Wallufer Trainer sehnt den Anpfiff herbei, damit alles auf das Spielgeschehen fixiert ist und die Gedanken an die Verletztenmisere nicht mehr alles beherrschen. Max Hasenstab, Maurice Schulz, Felix Prasser oder Robert Kossmagk – bei der Besetzung fürs Sturmzentrum anstelle von Jan Löwer, 2024/25 mit 32 Toren bester Schütze der Verbandsliga Mitte, will Dworschak noch mögliche Lösungen und Optionen ausloten. Last-Minute-Offensivzugang Nazeem Aboubakari wird er eher auf der Außenbahn belassen. Dort, wo er seine Stärken wohl am besten zur Geltung bringen kann.

Sicher werde man auch den Spieler-Markt im Auge behalten, doch „wir werden uns im Rahmen unserer Möglichkeiten bewegen und keine Spinnereien machen“, bekräftigt Adi Dworschak. Verpflichtungen auf Vertragsamateur-Basis sind daher auszuschließen. Mit einem hohen Maß an Flexibilität im vorhandenen Kader auf die Verletzungen reagieren, das ist das Gebot der Stunde.