
Hünstetten . Vor und nach Halloween erlebten die Gruppenliga-Fußballer des SV Wallrabenstein Gefühlswelten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Am 26. Oktober erst schaurig-schön beim ganz starken 6:0 über die Zweite des FC Eddersheim, die immerhin vorne mitmischt. Danach am 2. November – einfach nur gruselig – ein 0:8 beim Verbandsliga-Unterbau des FV Biebrich 02, der über dem Strich steht, während der SVW durch die herbe Pleite auf einen möglichen Abstiegsrang abgerutscht ist. Maximal fünf Absteiger, das ist die Gruppenliga-Realität.
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Ansage von Dirk Hünerbein: „Aufgeben keine Option“
Jetzt geht es für die Mannschaft von Trainer Daniel Dylong am Sonntag (14 Uhr) gegen den FC Bierstadt, bei dem der frühere Wallrabensteiner Coach René Keutmann Regie führt. 6:0, 0:8 – nicht absehbar, wie sich die Hünstetter Extremfußballer diesmal ergebnismäßig aus der Affäre ziehen werden. „Vielleicht war es genau das eine Mal, dass die Jungs von Biebrich besonders geil drauf waren und wir uns unserem Schicksal ergeben haben. Aber Aufgeben ist keine Option. Das haben die Eddersheimer bei uns gezeigt, wo sie bis zur letzten Sekunde Fußball gespielt und versucht haben, etwas zu bewegen“, sagt Dirk Hünerbein aus Wallrabensteins sportlicher Leitung, der in Biebrich nicht vor Ort war. Aber registriert hat, dass die eigene Mannschaft, die beim Stand von 1:0 einen Elfmeter vergab, in der Endphase auf dem nagelneuen Biebricher Kunstrasen-Teppich gegen schnelle 02er mit einigen Spielern aus dem Verbandsliga-Kader kein Land mehr sah.
Gegen Bierstadt, so viel ist sicher, wird das Team alle Hebel in Bewegung setzen, um sich wieder genauso wie in einer guten Phase vor dem Aussetzer zu präsentieren. „Danach kommen noch drei Auswärtsspiele zum Jahresabschluss“, sagt Hünerbein mit Blick auf die folgenden Aufgaben in Rauenthal und Diedenbergen sowie bei der SKG 23 Wiesbaden. Umso wichtiger, dass gegen Bierstadt etwas herausspringt.
Der Wallrabensteiner Kader ist schmaler geworden
Dazu kommt: In Biebrich hatten die Wallrabensteiner zwar durchaus eine Formation mit gestandenen Gruppenliga-Spielern zur Stelle, aber der Kader ist schmaler geworden. Keeper Jakob Klinke hat sich nach Rosenheim verabschiedet, Tim Böhmer musste einer Verletzung Tribut zollen und aufhören, während Tim Derix (Duales Studium in Köln) jetzt auch nicht mehr zur Verfügung steht. Klar, dass neben Stammkeeper Lars Machenheimer ein weiterer Schlussmann gebraucht wird. Zudem werden die Verantwortlichen für die Winterpause die Augen offen halten, um das Aufgebot für die entscheidende Saisonphase ab März 2026 aufzustocken, wenn es im ersten Spiel nach Unterliederbach geht. Zunächst richtet sich der Fokus ganz aufs Sonntagspiel.
Für Ra/Ma und 02-Zweite geht es um Big Points
In der Partie SG Rauenthal/Martinsthal gegen Biebrich 02 II (So., 14 Uhr) geht es für beide Teams darum, den Platz abseits der Abstiegsränge zu verteidigen.