2025-12-03T05:51:34.672Z

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Die SG Wallertheim/Sulzheim verlor das Entscheidungsspiel um den Titel in der B-Klasse. In dieser Szene stört Nils Arnold (rechts) den Rheindürkheimer Tom Dinger.	Foto: Axel Schmitz/pakalski-press
Die SG Wallertheim/Sulzheim verlor das Entscheidungsspiel um den Titel in der B-Klasse. In dieser Szene stört Nils Arnold (rechts) den Rheindürkheimer Tom Dinger. Foto: Axel Schmitz/pakalski-press

Wallertheim hält sich alle Optionen offen

Möglicherweise nimmt die TG wegen ihres Umbruchs den Aufstieg in die A-Klasse nicht wahr

Wallertheim. Irgendwie verstehen sie bei der in Auflösung befindlichen SG Wallertheim/Sulzheim selbst nicht so recht, was passierte. Dass sie sich das Aufstiegsrecht für die A-Klasse Rheinhessen-Süd erobern würden, damit hatten sie nach Worten ihres Abteilungsleiter Andreas Lamberty nicht gerechnet. Unter anderem, weil sich mit Michael Szymkow ein Schlüsselspieler das Kreuzband riss und deshalb nicht zur Verfügung stand.

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Dann aber passierte am letzten B-Klassen-Spieltag vergangenen Sonntag ein Wunder: Vollbracht hat es Tobias Schmidt, der beim FSV Abenheim zunächst den 2:2-Ausgleich (88.) markierte und sechs Minuten später in der Nachspielzeit sogar den Siegtreffer erzielte. Auf den allerletzten Drücker katapultierte er die SG Wallertheim/Sulzheim damit auf den Aufstiegsrang. Dumm gelaufen für die SG Nieder-Wiesen/Erbes-Büdesheim/Wendelsheim, die so trotz des Sieges über Meister Rhenania Rheindürkheim auf Platz drei abrutschte.

Bei der SG Wallertheim/Sulzheim ist nun aber guter Rat teuer. Die Spielgemeinschaft endet in dieser Saison. Andreas Lamberty: „Der TV Sulzheim möchte nicht mehr. Wir hätten gerne mit ihm weitergemacht“. Die Trennung steht bereits seit geraumer Zeit fest. Alternative Partner zu finden, schlugen bislang fehl. Die Gespräche mit der TSG Gau-Bickelheim wurden ergebnislos beendet. Die Gründe möchte Lamberty nicht nennen. Warum auch?

Fakten sind, dass die TG Wallertheim jetzt zwar das Startrecht für die A-Klasse hat, aber vor Personalproblemen steht. Das hat mit Spielertrainer Levent Yalkin zu tun. Sein großes Verdienst ist, die Wallertheimer in die nächsthöhere Liga gehievt zu haben. Doch, auch das ist schon seit Wochen bekannt, wird er den Verein verlassen. Dass einige Fußballer mit ihm (in Richtung RWO Alzey) gehen werden, weiß Lamberty bereits. Nun gilt es, möglichst schnell Ersatz und Ergänzungen zu finden.

Der neue Trainer Roland Klein gefordert

Dieser Job obliegt Roland Klein, der die Nachfolge von Levent Yalkin antritt. Lamberty baut darauf, dass der gute Ruf des Coaches dazu beiträgt, Fußballer auf die schöne Anlage in Wallertheim zu holen. Außerdem hofft er auf das große Netzwerk des Trainers, der mehrere Jahre erfolgreich bei der SG Nieder-Wiesen/Erbes-Büdesheim/Wendelsheim arbeitete. Lamberty: „Wir müssen nun schauen, was wir an Spielern bekommen“. Danach soll entschieden werden, ob die TG Wallertheim ihr Startrecht in der A-Klasse überhaupt annimmt oder in der B-Klasse weitermacht. Gegenwärtig sei das offen, erklärte Lamberty nach dem 0:4 gegen Rhenania Rheindürkheim im Entscheidungsspiel um die Meisterschaft am Dienstagabend in Weinheim.

Dass an diesem Abend der Titel verloren ging, nahmen die SG Wallertheim/Sulzheim sportlich: „Die Niederlage geht in Ordnung. Rheindürkheim war einfach spritziger“, kommentierte Lamberty, der in diesem Spiel auch das Tor hütete. Bei den Gegentreffern von Jonas Werle (3) und Timo Widder war er machtlos. Auch der Saisonverlauf spricht dafür, dass Rhenania in Weinheim verdient Meister wurde. In der Punktspielserie hatte Rheindürkheim gegen die Elf von Levent Yalkin einmal gewonnen und einmal Remis gespielt. Die nächste Begegnung zwischen beiden Teams könnte nun in der A-Klasse steigen - oder auch nicht.



Aufrufe: 05.6.2025, 12:00 Uhr
Claus RosenbergAutor