
Unterhaltsam geht es immer zu, wenn der FC-Astoria Walldorf auf die Stuttgarter Kickers trifft. In bislang acht Regionalliga-Duellen seit 2016 fielen 36 Treffer und somit 4,5 pro Partie. Eines gab es aber noch nie und das ist ein Auswärtssieg.
Am Samstag ab 14 Uhr dürfen die Walldorfer versuchen dieser Serie ein Ende zu setzen. Die Chancen dafür stehen jedenfalls so gut wie noch nie. "Erst einmal ist es sehr wichtig für uns gewesen, so gut in den November zu starten", sagt Andreas Schön mit einem Blick zurück auf das fulminante 4:3 gegen die Offenbacher Kickers vom vergangenen Samstag.
Der FCA-Coach weiß um die Bedeutung dieses Erfolgs, "schließlich haben wir jetzt mit den Kickers und dann am Mittwoch beim Waldhof zwei Kracher direkt vor Brust." Nach dem Gastspiel in der Landeshauptstadt steigt vier Tage darauf das Viertelfinale im badischen Pokal bei den "Buwe", ehe am nächsten Sonntag die Englische Woche mit dem Heimspiel gegen die TSG Balingen ausklingt.
Mit einem weiteren Ligasieg im Rücken würden sich die Astorstädter noch selbstbewusster auf den Weg ins Carl-Benz-Stadion machen. Als Regionalliga-Dritter spielen sie aktuell die beste erste Halbserie der Vereinsgeschichte und befinden sich auf dem besten Weg, sich dauerhaft in der Spitzengruppe festzusetzen. Spielfreude und Ertrag stehen jedenfalls im Einklang zueinander und fallen riesig aus.
Die Stuttgarter Kickers sind also mehr als gewarnt. Deren Trainer Marco Wildersinn, jahrelang Chefcoach bei der U23 der TSG Hoffenheim, machte sich zuletzt selbst ein Bild von der Schön-Elf und schaute sich das Offenbach-Spiel im Stadion an. Einer, der dabei im Mittelfeld Akzente gesetzt hat, muss am Samstag aussetzen. Die fünfte Gelbe Karte zwingt Theodoros Politakis zu einer Partie Pause. Dagegen ist es wahrscheinlich, dass Lennart Grimmer nach überstandenem Muskelfaserriss in den Kader zurückehrt.