2025-12-03T05:51:34.672Z

Spielbericht
Jan Roudil kam zu seinem Saisondebüt für die Waldtruderinger Erste, konnte den späten Nackenschlag und die damit verbundene Niederlage jedoch auch nicht verhindern
Jan Roudil kam zu seinem Saisondebüt für die Waldtruderinger Erste, konnte den späten Nackenschlag und die damit verbundene Niederlage jedoch auch nicht verhindern – Foto: TSVW

Waldtrudering mit Last-Minute-Knockout in Oberpframmern

Vereinsnachricht

Die Nachhol-Partie zwischen Oberpframmern und Waldtrudering war eher nichts für Fußball-Ästheten. Später Mittwochabend, schwierige Untergrund- und Lichtverhältnisse, das erforderte mehr die klassischen Fußballtugenden denn technische Kabinettstückchen. Entsprechend zerfahren waren auch die folgenden 90 Minuten, Fehlerminimierung, defensive Sicherheit und offensiv Vertrauen auf die individuellen Fähigkeiten standen ganz oben auf der Liste. Die Hausherren brachten diese Qualitäten im ersten Durchgang erfolgreicher auf dem Platz und kamen so zu einem deutlichen Chancenplus. Bereits nach 5 Minuten kam ein Pframmerer links im Strafraum frei zum Abschluss, setzte das Leder aber einen knappen Meter rechts vorbei. Auf Waldtruderinger Seite bot sich Hack die erste Möglichkeit zum Torerfolg, als er von Littke bedient am linken Strafraumeck zum Abschluss kam und den Keeper auf dem falschen Fuß erwischte, das Spielgerät jedoch ein paar Zentimeter zu weit links an- und somit ins Außennetz setzte. Oberpframmern blieb jedoch das Team mit den etwas besseren Möglichkeiten, bei einem unsauberen Abschluss aus 7 Metern nach Hereingabe von der rechten Seite sowie einem Schuss nach zu kurz abgewehrter Flanke, den TW Weinbrenner gerade noch über den Querbalken lenken konnte, lag der Führungstreffer durchaus in der Luft. Insgesamt aber verlief die Partie weitgehend ausgeglichen und auf eher überschaubarem Niveau.

Im zweiten Durchgang erwischten die Gäste einen Start nach Maß, als Berger nach fünf gespielten Minuten eine unkonventionelle Kerze Richtung Wolf fabrizierte, der Waldtruderinger Stürmer sich diese sehenswert über zwei Verteidiger selbst in den Lauf legte und den Keeper aus 8 Metern mit einem herrlichen Chip überwand. Die Führung hielt jedoch keine fünf Minuten, denn die Platzherren kamen nach Balleroberung in der eigenen Hälfte und schnellem Umschalten auf die linke Seite von der Sechzenerkante zum Abschluss und glichen durch einen sensationellen Schuss ins lange rechte Kreuzeck zum Ausgleich. Die folgenden 20 Minuten verliefen komplett ereignislos, keine Offensivreihe konnte sich nun zielführend durchsetzen. Die Schlussviertelstunde wurde dann eingeläutet durch eine nicht wirklich nachvollziehbare gelb-rote Karte für einen Heim-Akteur, wodurch die Gäste fortan deutlich überlegen agierten. Frohberg aus aussichtsreicher Position, der den Keeper aber vor keine nennenswerte Herausforderung stellt, sowie Wolf per Linksschuss und Kopfball näherten sich zunehmend an, die beste Chance bot sich aber Franz, dessen Schuss aus 7 Metern ein Verteidiger per riskantem Einsteigen gerade noch blocken konnte. Vier Minuten vor dem Ende war die numerische Gleichzahl dann wieder hergestellt, ähnlich wie zuvor auf der Gegenseite wurde nun Waldtruderings Littke für ein Allerweltsfoul mit Gelb-Rot zum Duschen geschickt. Bis in die Nachspielzeit plätscherte das Geschehen ohne große Höhepunkte dahin, und auch die Akteure beider Mannschaften schienen sich mit der Punkteteilung anfreunden zu können. Dann aber wurde den Hausherren 40 Meter vor dem Tor nochmal ein Freistoß zugesprochen, welcher in den Strafraum segelte und von einem mutterseelenalleinen Akteur aus 7 Metern per Unterkante der Latte eingeköpft wurde. Waldtrudering kam mit der Brechstange anschließend zwar noch zu einem Abschluss, doch landete der durchaus aussichtsreiche Versuch von Mayer in den Armen des Keepers.

Nach einer erwartungsgemäß ausgeglichenen und fußballerisch weitgehend zähen Partien musste Waldtrudering somit ohne Zählbares nach Hause fahren. Ein Unentschieden wäre zwar wohl das gerechtere Ergebnis gewesen, doch wer in der Nachspielzeit einen gegnerischen Standard derart naiv verteidigt, hat wohl einfach keinen Punktgewinn verdient.

Aufrufe: 017.10.2025, 12:10 Uhr
Wolfgang SiglAutor