2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligavorschau
Für Aufsteiger TSV Waldershof (in Rot) zählt im „Haifischbecken Bezirksliga“ natürlich in erster Linie der Klassenerhalt.
Für Aufsteiger TSV Waldershof (in Rot) zählt im „Haifischbecken Bezirksliga“ natürlich in erster Linie der Klassenerhalt. – Foto: Niklas vom Ende

Waldershof – Oberpfälzer Exilant in der oberfränkischen Bezirksliga

Der Kreisliga-Meister ist neben dem SV Mitterteich einer von zwei Oberpfälzer Vereinen unter den 17 Teams der Bezirksliga Oberfranken Ost

In der Saison 2024/25 lag zwischen den Spielebenen, in der sich die beiden Vereine aus dem nordoberpfälzer Landkreis Tirschenreuth befanden, ein noch relativ großer Unterschied. Hier der SV Mitterteich, der nach vielen Jahren in der Landesliga Nordost quasi zu deren Inventar gehörte, bei Auswärtsspielen oft sehr weit reisen musste und beispielsweise auf viele Gegner im Bezirk Mittelfranken traf. Dort der TSV Waldershof, der in der Kreisliga Süd des Fußballkreises Hof/Wunsiedel/Tirschenreuth auf Spielpartner der Region traf und nach zwei Jahren auf Platz 2 nun endlich den Sprung einer Etage höher schaffte.

Am 19. Juli fällt den Startschuss in die neue Spielzeit in der Bezirksliga Oberfranken Ost, in der die beiden Oberpfälzer Lokalrivalen nun in einer Liga an den Start gehen. So sind SVM und TSV quasi Exoten in einer Spielklasse, in der sich die Konkurrenz weitgehend aus Teams zusammensetzt, die aus der Region rund um Bayreuth stammen. Vor dem Saisonstart wollen wir eine Wasserstandsmeldung bei beiden Vereinen abrufen. Im ersten Teil unseres Beitrags schauen wir auf den TSV Waldershof.

Seit einigen Tagen nun weiß man beim Kreisliga-Meister, wer im Starterfeld der oberfränkischen Bezirksliga-Staffel, die insgesamt 17 Teams umfasst, stehen wird. Die weiteren Liga-Newcomer neben dem TSV Waldershof heißen TuS Schauenstein (Meister der Kreisliga Nord Hof/Wunsiedel/Tirschenreuth) und TSV Obernsees (Meister der Kreisliga Bayreuth/Kulmbach). Dass es für die Seinen einzig und allein darum gehen würde, am Saisonende über dem Strich zu stehen, wie TSV-Trainer Thorsten Meier gegenüber Oberpfalz-Medien erklärte, ist sicherlich keine Überraschung. Schon weil der ein oder andere Konkurrent personell stark aufgerüstet hätte, wie Meier noch ergänzt.

Dennoch ist die Euphorie in der 4300 Seelen-Gemeinde am Fuße der Kösseine riesengroß. Man freut sich ungemein, dass der Sprung auf die Bezirksebene im dritten Anlauf endlich geklappt hat. Dass der TSV als eine der unerfahrensten Mannschaften ins Rennen gehen wird und deshalb auch das ein oder andere Mal gewiss auch Lehrgeld bezahlen wird, darauf stellt man sich ein. „Dennoch haben wir Außenseiterchancen und sind für so manche Überraschung gut. Wir werden auf jeden Fall gut gerüstet sein“, gibt sich Chefanweiser Meier zuversichtlich und entschlossen.

Am vergangenen Wochenende hat der TSV Waldershof im Rahmen der Vorbereitung das erste Mal quasi das Gaspedal durchgetreten, das schon zur Tradition gewordene heimische Trainingslager stand auf dem Programm: Trainingseinheiten am Freitag und am Samstagvormittag, nach dem gemeinsamen Mittagessen Beachsoccer und Beachvolleyball im Freibad, ehe eine intensive Einheit am Sonntagvormittag die drei anstrengenden Tage der Basisarbeit beendete. Dass dieses „Stresswochenende“ erneut ein voller Erfolg geworden wäre, belege auch die Tatsache, dass durchwegs zwischen 34 und 38 Spielern teilgenommen hätten, wie Coach Thorsten Meier berichtet.

Den Reigen der Testspiele eröffnet die Partie gegen den FC Tirschenreuth, gegen den man sich im Buhlen um den Kreisliga-Titel im direkten Duell durchsetzen konnte. Es schließen sich Partien gegen den SV Kulmain (Kreisliga Weiden) und die SpVgg Vohenstrauß (Bezirksliga Oberpfalz Nord) an, ehe man anlässlich des Heimatfestes, das nur alle 25 Jahre gefeiert wird, am 10. Juli am Hammerang den Bayernligisten SpVgg SV Weiden quasi als Highlight der Vorbereitung empfängt. Eine Woche später, am 20. Juli, wird es dann für den TSV Waldershof ernst: Zum Saisonstart in der Bezirksliga erwartet man die SG Regnitzlosau aus dem Landkreis Hof. Dann beginnt die „Mission Klassenerhalt“.

Im Überblick das Starterfeld der Bezirksliga Oberfranken Ost: SC Altenplos, BSC Saas Bayreuth, FSV Bayreuth, Sportring Bayreuth, SpVgg Bayreuth II, VfR Katschenreuth, SV Mistelgau, SV Mitterteich (Absteiger), FC Fichtelgebirge, SpVgg Oberkotzau, TSV Obernsees (Aufsteiger), SG Regnitzlosau, SpVgg Saalestadt, TuS Schauenstein (Aufsteiger), 1. FC Trogen (Absteiger), SV Bavaria Waischenfeld und TSV Waldershof.

Aufrufe: 026.6.2025, 09:36 Uhr
Werner SchaupertAutor