
Ziemlich übersichtlich kommt heuer die Hallen-Kreismeisterschaft Amberg/Weiden daher. Lediglich zwölf Vereine hatten sich angemeldet. Selbst Titelverteidiger 1.FC Schlicht verzichtete auf eine Teilnahme. Kurzfristig sprang noch der SV Waldau, Titelträger von 2023 und 2024, ab. „Wir haben leider noch einige Verletzte und angeschlagene Spieler aufgrund der vielen Spiele im November. Aufgrund dessen hat unserer Trainer und unsere sportliche Leitung schweren Herzen beschlossen, nicht teilzunehmen und dass der Fokus voll und ganz auf den verbleibenden Punktespielen liegen soll“, informiert Roman Lindner aus der Vorstandschaft des SVW. Daher kämpfen am morgigen Samstag nur elf Mannschaften um die Hallenkrone und Turnierleiter Andreas Plößner musste den Spielplan anpassen. Um 10 Uhr fällt der Startschuss in der Sporthalle der Sophie-Scholl-Realschule in Weiden.
Auf dem Papier sind zumindest zwei Bezirksligisten dabei. Der FC Weiden-Ost schickt allerdings seine Kreisliga-U23 ins Rennen. Zuständiger Coach ist Tim Schlesinger. Der erklärt: „Wir wollen einen spielerischen, aber vor allem disziplinierten Auftritt zeigen. Da Waldau abgesprungen ist, spielen wir in einer Dreiergruppe. Beide Gegner schätze ich physisch und kämpferisch stark ein – umso wichtiger wird Struktur, Disziplin und Konsequenz in unserem Spiel.“ Die Ostler bekommen es in der Mini-Gruppe B mit Kreisligist TSV Reuth und Kreisklassist SV Altenstadt/WN zu tun.
Einige Bezirksliga-Kicker wird hingegen die SpVgg Vohenstrauß aufbieten – mit leichter Ergänzung aus der „Zweiten“. „Im Vordergrund steht natürlich Spaß am Hallenfußball. Ich glaube auch, dass die Jungs jedes Spiel gewinnen wollen, nicht nur in diesem Turnier. Wenn es fürs Weiterkommen reicht, nehmen wir das gerne an“, sagt SpVgg-Trainer Martin Schuster. Gruppengegner der Vohenstraußer sind Kreisligist TuS Rosenberg, der benachbarte Kreisklassist SV Altenstadt/Voh. und A-Klassist TSG Weiherhammer. Schuster: „Ich schätze die Gruppe als unberechenbar ein. In der Halle spielen oft die Ligenunterschiede oft eine kleinere Rolle.“
In der Gruppe A tummelt sich unter anderem die SpVgg Trabitz. Der Tabellenzweite der Kreisliga Nord könnte den Durchmarsch von der A-Klasse in die Bezirksliga schaffen. Was ist auf dem Hallenparkett drin? „Wir freuen uns auf die Kreismeisterschaft. Wir haben wir eine sehr spannende und ausgeglichene Gruppe erwischt und in der Halle kann sowieso jeder jeden schlagen. Grundsätzlich steht der Spaß und dass jeder verletzungsfrei bleibt im Vordergrund, ansonsten lassen wir es auf uns zukommen“, gibt sich Übungsleiter Thomas Baier im Vorfeld pragmatisch. In ihrer Gruppe prallen die Trabitzer auf das Kreisklassen-Duo SpVgg Pirk und DJK Weiden sowie auf A-Klassist FC Kaltenbrunn.
Die DJK Weiden ist Ausrichter des Turnieres. „Unsere Gruppe ist schwierig zu bespielen und wir tun uns allgemein unverständlich schwer in der Halle. Ich bin trotzdem guter Dinge und wir möchten unbedingt weiterkommen. Dieses Ziel ist fest gesteckt“, gibt sich DJK-Coach Rico Friese kämpferisch.
Neu ist der Modus im Anschluss an die Vorrundenphase. Die drei Gruppensieger spielen nochmals im Modus jeder gegen jeden die Plätze 1 bis 3 aus. Die Gruppenzweiten kämpfen um Platz 4 bis 6, und so weiter. Neben dem Kreismeister fährt auch der Vizemeister zur Oberpfälzer Bezirksmeisterschaft (Sonntag, 18. Januar in Wackersdorf).
Die Gruppen im Überblick:
Gruppe A: FC Kaltenbrunn (A-Klasse Nord), SpVgg Pirk (Kreisklasse Ost), SpVgg Trabitz (Kreisliga Nord), DJK Weiden (Ausrichter, Kreisklasse Ost)
Gruppe B: SV Altenstadt/WN (Kreisklasse Ost), TSV Reuth (Kreisliga Nord), FC Weiden-Ost II (Kreisliga Süd)
Gruppe C: SV Altenstadt/Voh. (Kreisklasse Ost), TSG Weiherhammer (A-Klasse Nord), TuS Rosenberg (Kreisliga Süd), SpVgg Vohenstrauß (Bezirksliga Nord)
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