2026-05-06T12:44:31.715Z

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Waldalgesheimer Mahdi Mehnatgir knackt magische Marke

Offensivspieler erzielt beim 4:0 gegen den SV Morlautern seinen 20. Saisontreffer

von Jochen Werner · Heute, 14:42 Uhr · 0 Leser
Gegen Morlautern nutzte Waldalgesheims Joshua Iten (grünes trikot, Mitte) die erste Chance zum 1:0.	Foto: Edgar Daudistel
Gegen Morlautern nutzte Waldalgesheims Joshua Iten (grünes trikot, Mitte) die erste Chance zum 1:0. Foto: Edgar Daudistel

Waldalgesheim. Die einen wollen nach Mörlichkeit noch den vierten Tabellenplatz erreichen, die anderen sich mit Anstand aus der Liga verabschieden. Das waren die Voraussetzungen vor der Verbandsligapartie von Alemannia Waldalgesheim gegen den SV Morlautern vor 128 Zuschauern am Samstag in der Langinvest-Arena an der Waldstraße. Beides gelang in einem überaus fairen Spiel. Die Mannschaft von Elvir Melunovic bleibt dran, die Pfälzer, die aus familiären Gründen auf Trainer Daniel Graf verzichten mussten und die Reise ohne Verantwortlichen unternahmen, werden sich ab Sommer in der Landesliga wiederfinden.

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„Solche Spiele kann man nur verlieren“, schwante es Melunovic im Vorfeld. Und 28 Minuten lang passierte denn auch herzlich wenig auf dem Platz, sah bei allem Bemühen sehr viel nach einem Sommerkick aus. Bis dann Joshua Iten einen Abwehrfehler nutzte und freistehend am langen Pfosten einschob. Es sollte der einzige Höhepunkt der ersten Hälfte bleiben. Für SVM-Mittelstürmer Felix Bürger war der Moment gleichermaßen entscheidend für das Spiel wie bezeichnend für die Situation der Pfälzer. „Das war ein Spiegelbild für unsere komplette Runde. Die erste halbe Stunde haben wir es gut gemacht, dann kriegen wir so ein billiges Tor.“

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff wurde Nils Gräff im Gästestrafraum zu Fall gebracht, verwandelte Mahdi Mehnatgir den unstrittigen Strafstoß souverän zum 2:0 (51.). Auch wenn sich Morlautern nie aufgab und Waleed Talam Al-Alem den erstmals in dieser Saison von Beginn an im Tor stehenden Paul Gebhard mit einem Schlenzer zu einer Flugparade zwang, war der Drops gelutscht.

Doppeltorschütze im Glück und erfreuter Außenspieler

David Shamshon gelang mit einem Traumschuss aus 35 Metern (74.) das 3:0, Mehnatgir schaffte aus 40 Metern den Endstand. Ben Grünewald hatte das Spielgerät hinter der Mittellinie gewonnen, der Stürmer musste dann lediglich noch das Tor treffen (81.). Nach einem Grünewald-Kracher, den Keeper Desmond Young noch aus dem Winkel fischen konnte, hatte Schiedsrichter Sebastian Hilsberg (Altleiningen) ein Einsehen, pfiff die Begegnung nach gut 89 Minuten ab.

Doppeltorschütze Mehnatgir war glücklich. „20 Saisontreffer hatte ich in der Verbandsliga noch nie“, bekannte der 28-Jährige. Richtig froh war auch Schienenspieler David Shamshon über sein Coup, zumal sein Mitmachen wegen einer leichten Verletzung aus der vergangenen Woche nur für eine Halbzeit infrage kam. „Der Schuss ist perfekt gelungen. So hat das richtig Spaß gemacht. Das war der ideale Start in eine Woche Urlaub.“ Die Partie an sich hatte er genauso gesehen wie die Kollegen: „Es war ein komisches Spiel, sehr chancenarm, und insgesamt hat die Power gefehlt.“

Tobias Lauterbach stimmte dem zu. „Wir haben aber wenigstens die Null gehalten.“ Dem Innenverteidiger war das wichtig. Zudem betonte er die Rolle von Keeper Gebhard, sonst die Nummer 1b hinter Andrej Juric. Der Wechsel sei abgesprochen gewesen, bestätigte Melunovic. „Paul hat sich hervorragend verhalten und sich den Einsatz absolut verdient.“ Auch in den letzten Partien werde der 20-Jährige im Kasten stehen. „Mit der einen hervorragenden Aktion hat er gezeigt, welch großes Potenzial er hat.“

Alemannia Waldalgesheim: Gebhard – Gänz (71. N. Schwarz), Goncalves, Braun, Lauterbach, Gräff (85. Kreling) – Padberg (46. Shamshon), Iten, Ludwig (64. Grünewald) – Mehnatgit, Houngbedji (77. Gelenbevi)