2026-01-14T07:55:46.445Z

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Kritische Blicke aus Waldalgesheimer Sicht: Die Alemannia-Bank mit Coach Elvir Melunovic (links) und dem Sportlichen Leiter, Jörg Schniering.	Foto: Mario Luge
Kritische Blicke aus Waldalgesheimer Sicht: Die Alemannia-Bank mit Coach Elvir Melunovic (links) und dem Sportlichen Leiter, Jörg Schniering. Foto: Mario Luge

Waldalgesheim kassiert zweite Saisonniederlage

Ärgerlich, vermeidbar: Verbandsligist verliert 1:2 in Herxheim

Herxheim/Waldalgesheim. Die Reise zu Oberliga-Absteiger Viktoria Herxheim endete für den SV Alemannia mit der zweiten Saisonniederlage. 1:2 hieß es am Ende aus der Sicht der Mannschaft von Elvir Melunovic. Das war so ärgerlich wie vermeidbar. Zudem verloren die Grün-Weißen wenige Minuten vor der Halbzeit Mahdi Mehnatgir. Der Stürmer sah wegen seiner Reaktion auf ein vorhergegangenes Foul eines Gegenspielers die Rote Karte und wird definitiv im Heimspiel am kommenden Sonntag gegen die TuS Marienborn fehlen.

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Ohne den nach seinem komplizierten Fingerbruch noch nicht ganz fitten Tom Gürel und ohne den erkrankten Julien Atanley hatte die Alemannia die Reise in die Pfalz antreten müssen. Auf der linken Außenseite kam wie in der vergangenen Woche Stergios Teo Fakas zum Einsatz, musste nach einer halben Stunde aber für David Shamshon Platz machen. Im Sturm begann wieder „JP“ Houngbedji an der Seite von Mehnatgir. Beide Offensivkräfte hatten auch gleich im Zusammenspiel erfolg. Mehnatgir legte dem 20-jährigen das Spielgerät mustergültig auf, und der verwandelte sicher zur Führung (20.).

Spieler schreit, Schiedsrichter pfeift

„Wir waren gut im Spiel, haben defensiv überhaupt nichts zugelassen“, fasste Melunovic die erste Halbzeit zusammen, sprach von einer „absolut verdienten Führung“. Die Wende erfolgte nach einem Pfiff von Schiedsrichter Benedikt Steitz (Gundersweiler), der zum Entsetzen von Alemannia-Kapitän und Abwehrchef Daniel Braun nach einer gängigen Aktion im Zweikampf und dem lautstarken Hinfaller des Gegners auf Strafstoß entschied. Getroffen oder nicht (letzteres beteuerte Braun), die Entscheidung stand. Den ersten Versuch konnte SVA-Keeper Andrej Juric zwar abwehren, beim Nachschuss von Bastian Sommer (38.) war er aber machtlos. „Da waren wir mental einfach nicht auf der Höhe“, bedauerte Melunovic.

Wenige Minuten flog dann Mehnatgir. Der Coach wollte dazu nichts sagen. „Ich habe es tatsächlich nicht sehen können“, so der 54-Jährige. Nach Wiederanpfiff gab sein Team dann alles, war nur einmal nicht auf der Höhe des Geschehens. Christoph Wörzlers Schuss aus 18 Metern wurde noch unhaltbar für Juric abgefälscht (68.). Die Schlussphase war dann von Auswechslungen und internen Umstellungen beider Mannschaften bestimmt.

Vergebliches „All in“ in der Schlussphase

In der Schlussphase ging Die Alemannia „all in“, um wenigstens einen Punkt mit nach Hause an die Waldstraße nehmen zu können. Defensiv passierte gar nichts, und um Haaresbreite wäre tatsächlich beinahe noch der Ausgleich gelungen. Mit der letzten Aktion der Begegnung verfehlte Tobias Lauterbach den Herxheimer Kasten aber mit seinem Kopfball nach einer Ecke um die berühmten Millimeter.

Melunovic war mit der Leistung seiner Mannschaft trotz Niederlage zufrieden. „Uns hat heute das Zusammenspiel gefehlt“, bilanzierte er mit Blick auf die sehr schwierigen Platzverhältnisse in der Südpfalz. Dazu kam eben der Platzverweis von Mehnatgir. Der hatte im bisherigen Saisonverlauf mit seinen 15 Ligatreffern für so manchen Punkt auf der Habenseite gesorgt. Diesmal ging der Schuss nach hinten los. „Mit elf Mann hätten wir heute nie und nimmer verloren.“ Dessen war nicht nur der Trainer bei den Grün-Weißen sicher.

SV Alemannia: Juric – Gänz, Padberg (75. Goncalves), Braun, Lauterbach, Fakas (28. Shamshon) – Gräff (86. Ludwig), Iten, Grünewald (86. Kurtagic) – Mehnatgir, Houngbedji (75. Pira).



Aufrufe: 016.11.2025, 13:00 Uhr
Jochen WernerAutor