2026-03-25T14:09:28.761Z

Allgemeines

Waldalgesheim hält lange mit

Der ersatzgeschwächte Verbandsligist hält Tabellenführer Mechtersheim über weite Strecken vom eigenen Tor weg, verliert am Ende aber 0:2

von Jochen Werner · Heute, 19:15 Uhr · 0 Leser
Waldalgesheims Philipp Robert Gänz (rechts) beharkt sich mit dem Mechtersheimer Can Abdullah Güney.	Foto: Edgar Daudistel
Waldalgesheims Philipp Robert Gänz (rechts) beharkt sich mit dem Mechtersheimer Can Abdullah Güney. Foto: Edgar Daudistel

Waldalgesheim. Drei Niederlagen nacheinander. So etwas musste der SV Alemannia Waldalgesheim in der Verbandsliga schon lange nicht mehr hinnehmen. Am Sonntag konnte Trainer Elvir Melunovic nach dem 0:2 (0:0) gegen Spitzenreiter TuS Mechtersheim seinem Team aber keinerlei Vorwürfe machen. Bis zum Anbruch der Schlussviertelstunde hielt die stark ersatzgeschwächte Elf vor den Augen des Mainzer Nationalspielers Nadiem Amiri gut mit, erst danach war der Druck, den die Gäste über die komplette Spielzeit machten, in einigen Situationen zu stark.

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Manel Goncalves ersetzt Routinier Justin Padberg

Mit Manel Goncalves, der den verletzten Routinier Justin Padberg ersetzte, und den zentralen Säulen Daniel Braun und Tobias Lauterbach stand die Alemannia in der Dreierkette sicher. Konstantin Ludwig machte seine Sache als Staubsauger vor der Abwehr anstelle von Joshua Iten ebenfalls gut. Pech war, dass der bereits verwarnte Tom Gürel als Vorsichtsmaßnahme ausgewechselt werden musste. Für ihn kamen die beiden lange verletzten JP Houngbedji und Bertin Gelenbevi, die beide noch nicht bei hundert Prozent sind, nacheinander zum Einsatz.

Melunovics Plan, TuS-Spielgestalter Nico Pantano aus dem Spiel zu nehmen, ging in den meisten Situationen auf. Mehr als Halbchancen ließ die Alemannia im ersten Abschnitt nicht zu. Die größte hatte ausgerechnet Tobias Lauterbach, der eine Flanke per Flugkopfball auf die eigene Latte lenkte. Bei der nachfolgenden Ecke klärte Gürel mit Hilfe des Außenpfostens (21.). Insgesamt lief das Spiel fast ausschließlich in eine Richtung, lediglich in den letzten zehn Minuten vor der Pause tauchte die Alemannia ein paarmal gefährlich im Gäste-Strafraum auf, kam aber nicht zum Abschluss.

Mit Wiederbeginn blieb die Wucht des TuS aufrecht, die Grün-Weißen konnten aber kontern, verpassten bei drei aussichtsreichen Angriffen aber den entscheidenden Pass. In der letzten halben Stunde fehlte dann jegliche Entlastung, umgekehrt kam der TuS zu immer mehr und besseren Gelegenheiten. Vor allem die Einwechslung von Talha Baylan auf dem linken Flügel zahlte sich aus. Nach perfektem Angriff über eben diese Seite stand Alexander Biedermann goldrichtig und hatte keine Mühe, den Ball im Netz zu versenken (75.). Vier Minuten später die Entscheidung per Einzelleistung: Diesmal war Baylan nicht zu stoppen, sein Schuss aus halblinker Position ins lange Eck für Andrej Juric nicht zu halten. „Mechtersheim ist kein Gegner, mit dem wir uns vergleichen müssen“, bilanzierte Melunovic, „sie sind insgesamt die bessere Mannschaft und haben auf vielen Positionen die besseren Einzelspieler.“ Stolz war auch Goncalves. „Wir haben gut gepresst, am Ende aber mit den vielen Kranken und Verletzten leider nicht mehr die Kapazitäten gehabt“, zog der 20-Jährige sein Fazit. Ein Lob für Mechtersheim kam von Juric: „Das ist eine brutale Mannschaft. Heute waren es wirklich Welten, die uns unterschieden haben.“

Gelaufen ist die Runde aus Pfälzer Sicht aber noch nicht. „Heute war ein ganz schweres Spiel, und vor allem Zeiskam und Basara machen viel Druck“, so Pantano, der mit Blick auf die eigene Historie bekannte, „dass ich gerne hier spiele, mich aber schon immer schwer getan habe.“ Sein Trainer Nauwid Amiri freute sich über das zu Null. „Denn für uns stand viel auf dem Spiel.“

Alemannia Waldalgesheim: Juric – Gänz, Goncalves, Braun, Lauterbach, Shamshon (86. J. Schwarz) – Grünewald, Ludwig (86. N. Schwarz), Gürel (33. Houngbedji, 76. Gelenbevi) – Mehnatgir (88. Wein), Gräff.