
Viele Chancen, viele Fehler – und am Ende keine Punkte: Wagenfeld verliert ein wildes Spiel gegen einen Abstiegskandidaten. Trainer Michael Hohnstedt spricht von einem „gebrauchten Tag“.
Es sind die Spiele, die sich kaum erklären lassen – und die besonders schmerzen. TuS Wagenfeld 1908 hat sein Heimspiel gegen SV Brigitta-Elwerath Steimbke mit 3:4 (0:2) verloren, obwohl die Gastgeber über weite Strecken das Spiel bestimmten.
„Es ist unfassbar bitter, so ein Spiel zu verlieren“, sagte Michael Hohnstedt. „Wir waren vorne einfach zu uneffektiv.“
Tatsächlich hatte Wagenfeld früh die Kontrolle, ließ jedoch beste Möglichkeiten ungenutzt. „Wir hatten fünf, sechs hundertprozentige Chancen“, so Hohnstedt. „Da müssen wir mindestens zwei oder drei Tore schießen, machen aber keins.“
Stattdessen nutzten die Gäste ihre Chancen konsequenter. Darian Guse brachte Steimbke früh in Führung (10.) und erhöhte kurz vor der Pause auf 2:0 (41.). „Hinten machen wir dann zu einfache Fehler“, sagte Hohnstedt. „So gerätst du dann auch 2:0 in Rückstand.“
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Muster zunächst bestehen. Wagenfeld investierte viel, blieb aber anfällig. In der Schlussphase schien die Partie dann endgültig entschieden: Auron Osmani traf zum 3:0 (78.).
Doch Wagenfeld kam noch einmal zurück. Chris Brüggemann verkürzte (85.), ehe Giorgio Ronzetti in der 90. Minute das 2:3 erzielte. „Wir wussten, wenn wir ein Tor machen, fängt die andere Mannschaft wieder an zu überlegen“, sagte Hohnstedt.
Die Hoffnung hielt jedoch nur kurz. Im direkten Gegenzug stellte Luis Bernardo Oetting den alten Abstand wieder her (90.+1). Zwar verkürzte Andre Krause in der Nachspielzeit noch einmal auf 3:4 (90.+4), doch die Zeit lief davon.
„Es war einfach ein gebrauchter Tag“, resümierte Hohnstedt. „Wir waren vorne zu uneffektiv und haben hinten zu viele einfache Fehler gemacht.“
In der Tabelle verpasst Wagenfeld damit den Anschluss an die Spitzengruppe, während Steimbke im Abstiegskampf wichtige Punkte sammelt. Für Hohnstedt bleibt der Blick nach vorn: „Jetzt heißt es, den Kopf wieder hochzunehmen.“
TuS Wagenfeld 1908 – SV Brigitta-Elwerath Steimbke 3:4
TuS Wagenfeld 1908: Yannick Olschewski, Alexander Nandzik (81. Fabian Cieslack), Jan-Ole Fiedler (46. Finn-Arne Plümer), Tamme Alscher, Andre Krause, Felician Günther, Alin-Nicolae Faur, Daniel Zimmermann (46. Maximilian Michael Steiner), Giorgio Ronzetti, Philipp Nüsmann (61. Mohammed Abubakr Adam), Chris Brüggemann - Trainer: Michael Hohnstedt
SV Brigitta-Elwerath Steimbke: Pascal Paatzsch, Pascal Stenzel, Luis Bernardo Oetting, Lars Klose, Simon Wilke (81. Arnold Meins), Yilmaz Hauran, Philip Deeke, Dennis Pissor, Mirko Theiss (58. Auron Osmani), Moritz Strutz, Darian Guse (92. Klaus-Lorenz Kretschmer) - Trainer: Dennis Pissor
Schiedsrichter: Till Schierbaum
Tore: 0:1 Darian Guse (10.), 0:2 Darian Guse (41.), 0:3 Auron Osmani (78.), 1:3 Chris Brüggemann (85.), 2:3 Giorgio Ronzetti (90.), 2:4 Luis Bernardo Oetting (90.+1), 3:4 Andre Krause (90.+4)