
Flutlicht, Regen, große Kulisse – doch am Ende bleibt für Wagenfeld nur Frust. Trainer Michael Hohnstedt sieht eine verdiente Pausenführung für Leese, beklagt aber mangelnde Effizienz seines Teams.
Es hätte ein stimmungsvoller Auftakt ins Osterwochenende werden können, doch für den TuS Wagenfeld 1908 endete der Gründonnerstag mit Ernüchterung. Gegen den TuS Leese 1912 unterlag die Mannschaft von Trainer Michael Hohnstedt mit 0:1 (0:1) – trotz klarer Leistungssteigerung nach der Pause.
„Wir haben uns das natürlich komplett anders vorgestellt. Flutlicht, leichter Regen, zu Hause kurz vor Ostern“, sagte Hohnstedt nach dem Spiel. Dabei begann die Partie aus seiner Sicht durchaus kontrolliert: „Das Spiel ging eigentlich ganz gut los. Wir hatten es zunächst unter Kontrolle.“
Doch Leese lauerte – und schlug zu. „Leese hat uns machen lassen und auf unsere Fehler gewartet, um dann umzuschalten. Das ist ihre große Stärke“, analysierte Hohnstedt. Vor allem die Offensive der Gäste bereitete Probleme: „Die vier vorne – Kuznecov, Meinking, Haso und Tero – waren extrem agil, haben auf Fehler gelauert und diese sofort ausgenutzt.“
In der 30. Minute nutzte Leese einen Ballverlust im Aufbau zur Führung durch Jegerchwin Tero. „Das war in meinen Augen nicht unverdient“, so Hohnstedt, der auch die erste Halbzeit insgesamt kritisch einordnete: „Leese war in der ersten Halbzeit das bessere Team und führt verdient 1:0.“
Wagenfeld hielt dagegen, blieb aber zunächst glücklos. „Wir hatten kurz danach eine Riesenchance aber der Torwart hält überragend.“ Insgesamt habe man sich vor der Pause „nicht viele große Chancen herausgespielt“.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild deutlich. „In der zweiten Halbzeit wollten wir nochmal alles raushauen. Die zweite Halbzeit hat mir besser gefallen, weil wir viel investiert haben“, sagte Hohnstedt. Wagenfeld drängte auf den Ausgleich, schnürte Leese zeitweise ein – doch die Effizienz fehlte.
„Wir sind 45 Minuten angerannt, hatten vier, fünf große Chancen: Lattenschuss von Maxi Steiner, Chris Brüggemannzweimal in guter Position, Luca Storck nochmal frei vor dem Tor – alles gehalten oder vergeben.“
So blieb es beim knappen Rückstand, obwohl zumindest ein Punkt möglich gewesen wäre: „Ich glaube, ein 1:1 wäre ein Ergebnis gewesen, mit dem beide hätten leben können.“
Am Ende überwog jedoch die Selbstkritik: „Wir hatten einfach nicht das nötige Glück und haben es uns vielleicht auch nicht verdient. Eine gute Halbzeit reicht bei uns nicht, um Punkte mitzunehmen.“
In der Tabelle bleibt Wagenfeld mit 38 Punkten auf Rang vier, während Leese auf Platz sieben klettert. Für Hohnstedt ist die Richtung klar: „Das müssen wir verbessern, konstanter werden – gegen den Ball und mit dem Ball. Es war ein gebrauchter Tag.“
Die Pause kommt da gelegen. „Jetzt haben wir vier Tage frei, regenerieren, kommen runter und greifen dann nächste Woche wieder an.“ Trotz der Enttäuschung bleibt der Blick nach vorn gerichtet: „Es tut weh, ein Heimspiel zu verlieren, aber wir stehen wieder auf, geben Gas und wollen zurück in die Erfolgsspur.“
TuS Wagenfeld 1908 – TuS Leese 1912 0:1
TuS Wagenfeld 1908: Mario Nolting, Alexander Nandzik, Ole Fortkamp, Maximilian Michael Steiner, Felician Günther, Finn-Arne Plümer, Fabian Cieslack (60. Laurin Buldtmann), Daniel Zimmermann (77. Tamme Alscher), Luca Storck, Philipp Nüsmann (72. Alec Kuhlmann), Chris Brüggemann - Trainer: Michael Hohnstedt
TuS Leese 1912: Christopher Hotze, Jannik Hintz, Tristan Runge (70. Hennes Hockemeyer), Dustin Meinking (90. Juvan Haso), Moritz Hunfeld, Niklas Wagner (77. Lucas Harmsen), Jonas Haberland, Marcel Hatzenbiller, Sedo Haso, Alexander Kuznecov (77. Christian Stechmann), Jegerchwin Tero - Trainer: Jörg Raake
Schiedsrichter: Julian Laurin Krisp
Tore: 0:1 Jegerchwin Tero (30.)