2025-12-03T05:51:34.672Z

Spielvorbericht
– Foto: Sebastian Harbke

Wacker will die Wende

Am kommenden Sonntag steht für Wacker 90 Nordhausen das nächste Thüringenliga-Spiel auf dem Programm. Zu Gast im Albert-Kuntz-Sportpark ist Neustadt/Orla, eine der torgefährlichsten Mannschaften der Liga.

Für die Südharzer geht es dabei nicht nur um einen wichtigen Erfolg, sondern auch darum, den bisher enttäuschenden Saisonstart aufzubessern.

Nach vier Spielen steht Wacker als Tabellenschlusslicht da: Ein Punkt und drei Niederlagen. Kapitän Felix Schwerdt analysiert die Lage klar: „Einen Punkt nach vier Spielen ist natürlich zu wenig, besonders wenn man die Spiele gegen Schleiz und Büßleben sieht. Da vergeben wir riesige Chancen zur Führung und bekommen durch einfache Fehler die Gegentore.“ Ein zentrales Problem sieht Schwerdt in der mentalen Verfassung seiner Mannschaft: „Wir können derzeit nicht gut mit Rückschlägen umgehen, wir schaffen es nicht, Spiele zu drehen.“

Der Saisonstart war jedoch keineswegs überraschend. Nach dem Sommer gab es einen tiefgreifenden Umbruch: Zwölf Spieler, darunter fast ausschließlich Stammkräfte, verließen den Albert-Kuntz-Sportpark. „Nach dem Umbruch im Sommer, als uns viele Leistungsträger und individuelle Klasse verlassen hat, war es mir klar, dass noch nicht alles perfekt läuft“, so Schwerdt. Aufgefüllt wurde der Kader mit Rückkehrern und Talenten aus dem eigenen Nachwuchs. Vor allem in der Offensive wird der Abgang der erfahrenen Spieler spürbar. Mit nur zwei erzielten Toren nach vier Partien verfügt Wacker aktuell über die schwächste Angriffreihe der Thüringenliga.

Mit Fans im Rücken zum ersten Sieg

Die Herausforderung am Sonntag ist also klar: Gegen ein Team wie Neustadt/Orla wird Wacker alles abrufen müssen. Die Gäste aus dem Saale-Orla-Kreis verfügen im Gegensatz zu Wacker über eine der gefährlichsten und schnellsten Sturmreihen der Liga. Alleine diese Saison trafen die Englers & Walthers schon elf Mal ins Schwarze. „Gegen Neustadt/Orla erwartet uns ein spielerisch starkes Team mit individuell starken Einzelspielern, da müssen wir körperlich dagegenhalten und sie nicht ins Spiel kommen lassen“, warnt Schwerdt. Taktisch und kämpferisch wird Wacker alles in die Waagschale werfen müssen, um die Gäste unter Druck zu setzen und selbst zu Torchancen zu kommen. Trotz der aktuellen Tabellensituation bleibt Schwerdt optimistisch: „Mit unseren Fans im Rücken werden wir am Sonntag den Bock umstoßen und die Punkte im AKS lassen.“ Die Nordhäuser setzen dabei auf Heimstärke und die Unterstützung der eigenen Anhänger, um die ersten drei Punkte der Saison einzufahren.

Für die Zuschauer verspricht das Duell Spannung pur: Wacker will zeigen, dass die Mannschaft trotz der personellen Veränderungen konkurrenzfähig ist, während Neustadt/Orla die Favoritenrolle bestätigen möchte. Für Wacker 90 Nordhausen ist klar: Sonntag ist die Gelegenheit, die Wende einzuleiten – ein Erfolg könnte die Basis für einen Neustart in der Thüringenliga legen.

Aufrufe: 026.9.2025, 17:00 Uhr
André HofmannAutor