
Die SpVgg Hasenbergl/Neuperlach triumphiert beim 13. Stüberl-Cup. Organisator Korbinian Halmich verletzt sich beim Turnier an der Schulter.
Der Stüberl-Cup des TV Stockdorf gehört längst fest zum Inventar des Fußballs im Würmtal und in Teilen des Landkreises. Auch die 13. Auflage des Gaudi-Hallenturniers in der Dreifachhalle der Gautinger Paul-Hey-Mittelschule war ein voller Erfolg. „Ich war auch dieses Jahr wieder wirklich überrascht, wie viel Anklang das Turnier findet“, sagte Organisator Korbinian Halmich. Nach zahlreichen Social-Media-Ankündigungsvideos, die bis zu 70 000 Aufrufe erhalten hatten, war es am Samstagmorgen so weit.

Und wie immer war auch heuer das Sportliche zweitrangig. Schon früh um 9 Uhr morgens eröffneten die Würmtaler Kicker gemeinsam mit zahlreich erschienenen Zuschauern die Beerpong-Area. Währenddessen starteten die Beteiligten mit den ersten Kaltgetränken in einen – wie üblich stets berauschenden – Stüberl-Cup, dessen Sieger ein vorher von TVS-Urgestein Halmich angekündigter Geheimfavorit wurde.
„Dass am Ende die SpVgg Hasenbergl/Neuperlach das Turnier gewinnt, ist schon okay“, sagte der Turnierorganisator, der bei der rivalisierenden Offensive Würmtal (beides Mannschaften mit großteils Stockdorfer Spielern und Ex-Spielern) das Tor hütete. Leider konnte Halmich – anders als gehofft – in diesem Jahr nicht sagen, dass alle unverletzt aus dem Turnier kamen, denn der Keeper selbst erlitt nach einem Zusammenstoß in der Gruppenphase eine Schulterverletzung. „Gott sei Dank blieben abseits davon alle gesund“, sagte er.
Spielerisch war das dieses Jahr echt eine Steigerung im Vergleich zu den letzten Jahren.
Organisator Korbinian Halmich
Viele Hundert Würmtaler kamen trotz eisigen Wetters über den Tag verteilt in die Halle und feierten zu Schlagerhits und internationalen Partysongs die alljährliche Zusammenkunft mit Festcharakter. Während sich die Fußballer mit steigendem Pegel in der Halle mit der Bande und der altbekannten Filzkugel heiße Duelle lieferten, gab es abseits muntere Gespräche von Personen allen Alters bei genügend Essen und Trinken. Den Beteiligten war anzumerken, dass neben dem sportlichen Ehrgeiz vor allem Spaß und Miteinander im Vordergrund standen.
Doch es war auch ersichtlich, dass sich das fußballerische Niveau verbessert hatte. „Spielerisch war das dieses Jahr echt eine Steigerung im Vergleich zu den letzten Jahren“, befand Halmich. „Man konnte sich die Spiele auch von draußen echt gut anschauen.“ Diesen Eindruck hatte auch Mario Benz, Trainer der Stockdorfer Herren: „Ich finde, dass sich fußballerisch einiges nach vorn entwickelt hat bei dem Turnier.“
Schon in der Gruppenphase gab es hitzige Duelle, wie beim 2:2 zwischen den Drunken City Tigers (großteils Spieler des TSV Pentenried) und Vino della Casa (großteils Spieler des TSV Neuried), als zum Ende ordentlich Frust auf Pentenrieder Seite über den späten Ausgleichstreffer aufkam. Nach der Vorrunde erreichten Hasenbergl/Neuperlach, die Offensive sowie Hangover 96, das primär aus ehemaligen Spielern des SV Planegg-Krailling bestand, und die Tigers das Halbfinale. Die SpVgg besiegte im ersten Halbfinale den langjährigen Stockdorfer Rivalen um Halmich mit 2:0, der Rekordsieger aus Pentenried folgte durch einen klaren 4:1-Sieg gegen die Planegger Altstars ins Endspiel.
Dort setzte sich die Spielvereinigung in einem emotionalen Siebenmeterschießen durch und sorgte damit für eine kleine Überraschung. Es war ihr dritter Titel, der erste seit 2013 und der erste für ein Stockdorfer Team seit 2016. „Es wurde mal wieder Zeit für eine Wachablösung“, betonte Halmich. Bei den jüngsten sechs Auflagen hatten stets die Tigers (vier Titel) oder Vino della Casa (zwei) gewonnen. Ein anderer Sieger sei „überfällig“ gewesen.
Nach dem Turnier ging es noch für sehr viele Besucher zur „Players‘ Night“ in den Alten Wirt in Krailling. „In diesem Jahr waren sogar noch mal mehr Leute da als im Vorjahr“, sagte Halmich. Mit mehr als 250 Gästen sei der Alte Wirt „sehr zufrieden“ mit dem Samstagabend gewesen. Bis tief in die Nacht wurde weitergefeiert. „Es war ein rundum gelungener Tag“, resümierte der Organisator. Einziger Wermutstropfen war seine eigene Verletzung.