
Beben in der Landesliga Nordwest: Dank Schützenhilfe aus Frammersbach ist die DJK Don Bosco Bamberg zurück auf Platz eins. Während der bisherige Primus Großbardorf patzte, lieferte der Keller-Krimi in Lichtenfels Stoff für Legenden – inklusive drei Ampelkarten für die siegreichen Dampfacher. In Karlburg fielen die entscheidenden Tore indes erst tief in einer Rekord-Nachspielzeit.
Wachablösung an der Spitze! Die DJK Don Bosco Bamberg (69 Punkte) nutzte den Patzer der Konkurrenz und thronte nach einer Gala in Mönchröden wieder ganz oben. Patrick Görtler war der Mann des Tages: Mit einem lupenreinen Hattrick (21., 45.+3, 61.) schoss er die "Mönche" fast im Alleingang ab. Vlad Saprykin besorgte den Endstand, während Lukas Köhns zwischenzeitlicher Anschluss per Elfmeter nur Ergebniskosmetik blieb. Mönchröden (34 Punkte) muss den Blick weiter nach unten richten.
Der bisherige Spitzenreiter TSV Großbardorf (68 Punkte) erlebte einen schwarzen Sonntag. Trotz drückender Überlegenheit fanden die Grabfelder kein Mittel gegen das Bollwerk der TuS Frammersbach. Hannes Merz schockte die Hausherren in der 57. Minute mit dem goldenen Tor des Tages. Frammersbach (Platz 7) festigt damit seine starke Position im gesicherten Mittelfeld, während Bardorf die Tabellenführung abgeben muss.
Verrückte Szenen am Obermain: Die DJK Dampfach feiert einen heroischen 1:0-Sieg im direkten Abstiegsduell, beendete die Partie aber mit nur noch sieben Feldspielern. Adrian Hatcher erzielte das Tor des Tages (27.). In einer hitzigen Schlussphase sahen nacheinander Felix Müller (88.), Leon Heppt (90.) und Luca Zeiß (99.) jeweils die Gelb-Rote Karte. Trotz dreifacher Unterzahl rettete Dampfach den Dreier über die Zeit und schließt punktetechnisch zu den Relegationsrängen auf, während Lichtenfels (30 Punkte) auf Rang 16 abrutscht.
Dieses Spiel ging in die Geschichtsbücher ein: Erst in der 114. Minute (90.+24!) markierte Niclas Kiefer den Siegtreffer für Haibach. Zuvor hatte Marco Trapp in der 104. Minute (90.+14) den Karlburger Führungstreffer durch Sebastian Fries ausgeglichen. Aufgrund zahlreicher Unterbrechungen ließ Schiedsrichter Höfer extrem lange nachspielen. Haibach (52 Punkte) bleibt damit an den Top 4 dran, während Karlburg (57 Punkte) den Anschluss an die absolute Spitze verliert.
Der TSV Abtswind (62 Punkte) bleibt im Aufstiegsrennen in Lauerstellung. Adrian Dußler avancierte mit einem Doppelpack zum Matchwinner für die Götzelmann-Elf. Hain hielt nach dem Ausgleich durch Louis Botzem lange dagegen, steht am Ende aber mit leeren Händen da und rutscht aufgrund der schlechteren Tordifferenz auf Rang 13 ab – punktgleich mit Bad Kissingen und Dampfach.
Spektakel beim Aufsteiger: Eisingen drehte einen frühen Rückstand (Eigentor Draxhammer) noch vor der Pause in eine Führung. Die Turnerschaft kam durch Walton zwar noch einmal zum Ausgleich, doch Benjamin Schömig sorgte in der 88. Minute für Ekstase am Erbach. Eisingen (42 Punkte) macht damit einen riesigen Schritt Richtung Klassenerhalt.
Ein Lebenszeichen des Tabellenletzten! Der ASV Rimpar feiert einen überraschenden 1:0-Auswärtssieg in der Kurstadt. Christian Kuhn erzielte kurz vor der Pause den entscheidenden Treffer. Für Bad Kissingen (31 Punkte) ist die Pleite ein schwerer Rückschlag im Abstiegskampf, während Rimpar (18 Punkte) zumindest theoretisch noch hoffen darf.
Fuchsstadt taumelt dem Abstieg entgegen. In einer engen Partie gegen die TuS Leider reichte den Gästen ein Treffer des eingewechselten Leonard Witzel (69.), um die drei Punkte zu entführen. Fuchsstadt (23 Punkte) hat nun bereits acht Zähler Rückstand auf das rettende Ufer, während Leider (47 Punkte) auf Platz 6 klettert.
Keinen Sieger gab es im Duell der Tabellennachbarn. Oktay Sevim brachte Vatan Spor früh in Front, doch Schwebenried bewies langen Atem. In der zweiten Minute der Nachspielzeit verwandelte Tobias Burger einen Foulelfmeter zum verdienten Ausgleich. Beide Teams stehen nun bei 38 Punkten im gesicherten Mittelfeld.