2026-04-03T19:57:16.526Z

Allgemeines

Vredener Zuschauer beleidigt Sprockhöveler Co-Trainer rassistisch

Der 1:0-Heimsieg der SpVgg Vreden gegen die TSG Sprockhövel wird von einem Rassismus-Vorfall überschattet.

von red · Gestern, 21:10 Uhr · 0 Leser
– Foto: Maik Matheus | SGW09

Wie die TSG Sprockhövel auf Ihren Kanälen mitteilt, wurde Co-Trainer Christian Antwi-Adjei von einem Vredener Zuschauer rassistisch beleidigt. So soll die Aussage "Du black beauty, verpiss dich" gefallen sein, als es kurz vor der Pause zu Diskussionen rund um einen Sprockhöveler Platzverweis kam. Der Zuschauer konnte identifiziert werden, die Polizei wurde gerufen.

Das Statement der TSG Sprockhövel im Wortlaut:

"Mit großem Entsetzen haben wir zur Kenntnis genommen, dass unser Co-Trainer Chris Antwi-Adjei im Rahmen des Spiels gegen SpVgg Vreden durch einen Zuschauer rassistisch beleidigt wurde. Die Äußerung „Du black Beauty, verpiss dich“ ist absolut inakzeptabel und stellt eine klare Grenzüberschreitung dar, die wir aufs Schärfste verurteilen.

Besonders kritisch sehen wir den Umgang der SpVgg Vreden mit diesem Vorfall. Der Versuch, die Situation herunterzuspielen, sendet ein falsches Signal und wird der Schwere der Beleidigung in keiner Weise gerecht. Erst durch das Eingreifen eines engagierten Fans, der die Polizei verständigte, wurde der Vorfall überhaupt offiziell aufgenommen.

Rassismus hat im Sport – und in unserer Gesellschaft insgesamt – keinen Platz. Wir erwarten eine lückenlose Aufklärung sowie klare Konsequenzen für den Verantwortlichen. Gleichzeitig gilt unsere volle Unterstützung Chris Antwi-Adjei, der in dieser Situation Rückhalt und Solidarität verdient. Wir stehen für Respekt, Vielfalt und ein faires Miteinander – auf und neben dem Platz."

Vredens Vorsitzender Christoph Kondring erklärt gegenüber der Lokalpresse "Münsterlandzeitung": "Egal, was auf dem Platz passiert, solche Worte gehören da nicht hin und sind nicht zu entschuldigen". Zum TSG-Statement sagt er: "Ein Zuschauer von Sprockhövel hat uns mitgeteilt, dass er die Polizei ruft. Deswegen haben wir ihn nicht vom Gelände verwiesen, um auf die Polizei zu warten. Dieser Zuschauer ist dann selbst von der Tribüne weggegangen und hat sich abseits auf dem Gelände aufgehalten."