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Devran Sezek bekommt Deal seines Lebens - und dann kommt Corona

Dev­ran Se­zek fin­det In­ves­tor in der „Höh­le der Lö­wen“ – doch der Rück­schlag folgt schnell.rn

Mehr als ein Jahr lang muss­te er nach den Dreh­ar­bei­ten im Fe­bru­ar 2020 still hal­ten, durf­te kaum et­was über sei­nen Auf­tritt in der „Höh­le der Lö­wen“ ver­ra­ten – schon gar nicht, ob es für ei­nen Deal reich­te oder nicht.

Doch seit Mon­tag­abend ist sämt­li­che An­span­nung von Dev­ran Se­zek ab­ge­fal­len. Denn der Go­cher leg­te für sei­nen „Com­pass­trai­ner“ – ein Trai­nings­sys­tem, mit dem Nach­wuchs­fuß­bal­ler ver­schie­de­ne Schuss­tech­ni­ken er­ler­nen kön­nen – ei­nen über­zeu­gen­den Pitch hin, konn­te al­le In­ves­to­ren mit sei­ner ru­hi­gen und ehr­li­chen Art be­geis­tern, heims­te viel Lob ein.

Und am En­de ging so­gar der größ­te Wunsch des 41-Jäh­ri­gen in Er­fül­lung: Or­thomol-Ge­schäfts­füh­rer Nils Glagau sag­te ein In­vest­ment von 100.000 Eu­ro zu, der Go­cher trat da­für 30 Pro­zent sei­ner Fir­men­an­tei­le an Glagau ab. Das sind zwar zehn Pro­zent mehr, als Se­zek ur­sprüng­lich ab­ge­ben woll­te. Aber letzt­lich konn­te er nicht ab­leh­nen. „Die Re­ak­tio­nen nach der Aus­strah­lung am Mon­tag­abend sind über­wäl­ti­gend ge­we­sen, vie­le Freun­de und Be­kann­te ha­ben gra­tu­liert. Ich konn­te end­lich wie­der ein we­nig her­un­ter­fah­ren“, sagt Se­zek am Diens­tag.

Und die vie­len gu­ten Wün­sche ha­ben wohl auch ein we­nig für die Er­eig­nis­se des ver­gan­ge­nen Jah­res ent­schä­digt. Denn kurz nach den Dreh­ar­bei­ten folg­te für Se­zek schnell so et­was wie Er­nüch­te­rung. „Der Dreh hat­te un­mit­tel­bar vor der Co­ro­na-Kri­se statt­ge­fun­den. Und ei­gent­lich schlie­ßen sich di­rekt die wei­te­ren Ver­hand­lun­gen und Be­ra­tun­gen mit dem In­ves­tor an. Es wird al­les auf Herz und Nie­ren ge­prüft“, be­rich­tet Se­zek. Doch die mit der Pan­de­mie ein­her­ge­hen­den Be­schrän­kun­gen er­schwer­ten die­sen Pro­zess enorm. „Nach fünf Wo­chen sind Nils Glagau und ich uns dar­über ei­nig ge­wor­den, dass ei­ne Part­ner­schaft un­ter den da­ma­li­gen Vor­aus­set­zun­gen zu schwie­rig ge­wor­den wä­re.“ Der Lö­we zog sein An­ge­bot zu­rück.

Der Go­cher ist dem In­ves­to­ren al­ler­dings nicht bö­se. „Das ist ab­so­lut ver­ständ­lich ge­we­sen. Co­ro­na hat uns al­le vor neue Her­aus­for­de­run­gen ge­stellt. Er ist zwar kein Part­ner ge­wor­den, aber wir ha­ben im­mer noch ein su­per Ver­hält­nis zu­ein­an­der, er steht mit sei­nem Team im­mer noch un­ter­stüt­zend zur Sei­te“, sagt Se­zek. In­zwi­schen hat der vier­fa­che Fa­mi­li­en­va­ter drei an­de­re Part­ner aus Kle­ve – Se­bas­ti­an Neu, Da­ni­el Hend­ricks und Hen­drik Damm­ei­er – von sich und sei­nem Pro­dukt über­zeu­gen kön­nen, die im ver­gan­ge­nen Som­mer ins Star­t­up ein­ge­stie­gen sind. „Wir ge­ben seit Au­gust al­les und sind mit viel Lei­den­schaft da­bei.“ Se­zek ist zu­ver­sicht­lich, dass er nach der Co­ro­na-Kri­se voll durch­star­ten kann.

Aufrufe: 29.3.2021, 20:00 Uhr
RP / pmAutor

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