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Vor über 1.000 Zuschauern: Dingolfing kann sich nicht belohnen

Die BMW-Städter zeigten gegen die SpVgg Unterhaching eine gute Leistung, ließen aber vor der Pause zu viele Möglichkeiten liegen

von red · 02.09.2026, 07:05 Uhr · 0 Leser
Der FC Dingolfing um die Haudegen Daniel Hofer (li.) und Florian Büchner macht es der SpVgg Unterhaching nicht leicht
Der FC Dingolfing um die Haudegen Daniel Hofer (li.) und Florian Büchner macht es der SpVgg Unterhaching nicht leicht – Foto: Paul Hofer

"Das Spiel hätte anders laufen können, wenn Dingolfing in der Anfangsphase seine Chancen verwertet hätte. Wir hatten in dieser Phase zu viele Ballverluste und waren nicht gut im Gegenpressing", resümierte Unterhachings Interimscoach Janek Frensch auf der Pressekonferenz nach dem Pokalmatch seines Teams beim Landesligisten FC Dingolfing.

1.005 zahlende Zuschauer fanden den Weg ins Isar-Wald-Stadion und wurden nicht enttäuscht. Der Underdog legte einen forschen Auftritt hin, verzeichnte unter anderem beim Stand von 0:0 durch Daniel Hofer einen Pfostentreffer.

Der Knackpunkt war das 0:2 in der 28. Spielminute durch Mike Gevorgyan, dessen abgefälschter Distanzschuss sich hinter FCD-Keeper Luca Müller in die Maschen senkte. "Das war irgendwie sinnbildlich. Wir hatten bis dahin drei, vier guten Möglichkeiten und haben es richtig gut gemacht. Vielleicht ist es dann wirklich so, dass eine höherklassige Mannschaft mehr Effektivität hat", meinte Dingolfings Chefanweiser Thomas Seidl, der von seinem Gegenüber Frensch dennoch ein Lob erhielt: "Eine starke Mannschaft, die uns vor Probleme gestellt hat." Gefallen hat dem 28-Jährigen seine Offensivabteilung: "Im letzten Drittel waren wir gut und das war dann letztlich auch entscheidend."



Dingolfing wurde für eine engagierte Vorstellung zumindest mit dem Ehrentreffer belohnt. Routinier Ben Kouame staubte nach einem Lattenknaller von Maximilian Meindl zum 1:3 (63.) ab. Spannend wurde es allerdings nicht mehr, denn nur zwei Zeigerumdrehungen später stellte der auffällige Linksaußen Moritz Müller den 1:4-Endstand her. "Mit etwas mehr Glück hätte es ein richtiger Pokalfight werden können. Die Zuschauer haben uns top unterstützt und ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die nahtlos an die starken Vorstellungen gegen Hankofen und Vilzing angeknüpft hat", sagte Seidl, der mit seinem Gefolge am Dienstagabend innerhalb von 44 Tagen bereits das zwölfte(!) Pflichtspiel der laufenden Saison bestritten hat.


Dingolfings Klubchef Walter Strohmaier zeigte sich rundum zufrieden: "Ergebnis und Spielverlauf haben nicht ganz zusammengepasst. Wir sind definitiv ein, zwei Tore unter Wert geschlagen worden. Trotzdem war es ein großartiges Fußballfest für unseren Verein. Unsere Jungs haben sich hervorragend präsentiert und als Verein haben wir mit uns vielen ehrenamtlichen Helfern ein tolles Event auf die Beine gestellt. Darauf bin ich sehr stolz. Selbst Unterhachings Präsident Manni Schwabl hat mir gesagt, dass er begeistert von dem ganzen Ambiente war."