2026-04-23T13:43:33.969Z

Ligavorschau

Vor Topspiel: »Keine Ambitionen, Ruderting Titel streitig zu machen«

17. Spieltag in der Frauen-Bayernliga: Am Samstag gastiert mit Forstern der Rangzweite bei Spitzenreiter Ruderting

von Helmut Weigerstorfer · Heute, 10:00 Uhr · 0 Leser
4:0! Im Hinspiel hat Forstern gegen Ruderting keine Chance.
4:0! Im Hinspiel hat Forstern gegen Ruderting keine Chance. – Foto: Werner Kroiß

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Eigentlich ist die Situation klar, wie auch Florian Spiller betont. "Wenn der Erste auf den Zweiten trifft, ist es ein Topspiel." Und das ist am 17. Spieltag der Fall. Am Samstag nämlich gastiert "Vize" Forstern bei Spitzenreiter Ruderting. Doch: Der Vorsprung der Niederbayern auf die Oberbayern ist mit zehn Punkten immens. Zudem spricht das Momentum eindeutig für Kaspar, Zieringer & Co.. Und auch Gästetrainer Jan Strehlow schenkt die Meisterschaft bereits jetzt ab. "Wir haben keinerlei Ambitionen, Ruderting den Titel streitig zu machen. Das habe ich auch schon während der Winterpause offen kommuniziert."

Die Niederlage vor zwei Wochen gegen Ingolstadt II, davon ist Florian Spiller restlos überzeugt, war ein Ausrutscher. Die einzige Pleite im bisherigen Saisonverlauf konnte mit dem Theuern-Erfolg nicht nur überstrahlt, sondern inzwischen komplett aus den Köpfen verbannt werden. Forstern hingegen ist weiter mittendrin in der Abwärtsspirale. Drei der vergangenen vier Partien hat der FC verloren - unter anderem gegen die beiden Schlusslichter Bad Aibling und Schwaben Augsburg.

"Unsere Saison ist durchwegs durchwachsen", findet Jan Strehlow einmal mehr deutliche Worte. Der Grund dafür: Ein enormes Verletzungspech. Ausfälle von teilweise mehreren Leistungsträgern müssen regelmäßig mit Reservekickern und U17-Akteuren aufgefangen werden. "Das war auch in der Hinserie schon so. Aber da hatten wir noch mehr Spielglück." Insgesamt hat der 37-Jährige deshalb damit gerechnet, dass die Punkte ausbleiben im neuen Jahr. "Auch wenn es dann doch sehr ärgerlich ist, weil wir viele vermeidbare Fehler gemacht haben."

Während also ein angeschlagener Boxer aus Oberbayern anreist, wissen die Rudertinger um ihre Stärke, ohne - Ingolstadt als warnendes Beispiel - den Fokus zu verlieren. "Das wird ein Spiel wie jedes andere", findet der FC-Trainer zunächst überraschende Worte. Er meint aber damit nicht, dass der einzige niederbayerische Vertreter ohne Weiteres einfach siegen wird, sondern dass wieder einmal mindestens 100 Prozent nötig sein werden, um bestehen zu können. "Forstern hat einige erfahrene Spielerinnen drin", ist der 41-Jährige auf der Hut.

Es ist eben doch ein Top-Partie, ein Schlager-Spiel. Wenn der Erste auf den Zweiten trifft, dürfen alle Nebengeräusche ausgeblendet werden. Ohnehin zählt nur, was auf dem Platz passiert - trotz aller Tendenzen und Prognosen. Florian Spiller weiß das. Genauso Jan Strehlow. Deshalb ist die Situation vor dem 17. Spieltag klar...