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Vor Pokal-Hit gegen MSV: Ticket-Frust in Bocholt - das sagt der Verein

Im Halbfinale um den Niederrheinpokal empfängt der 1. FC Bocholt den MSV Duisburg. Die Gastgeber konnten längst nicht alle Ticketanfragen erfüllen. Das sorgt für viel Frust.

von Marcel Eichholz · 11.03.2026, 14:35 Uhr · 0 Leser
Das Stadion am Hünting wird auch gegen den MSV Duisburg ausverkauft sein.
Das Stadion am Hünting wird auch gegen den MSV Duisburg ausverkauft sein. – Foto: IMAGO / Klumpen Sportfoto

Der 1. FC Bocholt träumt vom DFB-Pokal. Ganz dicht dran ist der Verein, der nun im Halbfinale um den Niederrheinpokal den MSV Duisburg im Stadion am Hünting empfängt. 3.276 Zuschauer sind für das Spiel zugelassen, viel zu wenig, denn laut Vereinsangaben aus Bocholt gab es allein mehr als doppelt so viele Anfragen von den eigenen Fans. Für die stehen sogar nur rund 2.100 Tickets zur Verfügung, das Gästekontingent umfasst nämlich 1.100 Karten und die sind schon restlos vergriffen.

Das Stadion des Regionalligisten wird am 28. März bis auf den letzten Platz ausverkauft sein. Das Pokal-Highlight gegen den MSV Duisburg will sich natürlich niemand entgehen lassen. So blickten aber auch zahlreiche Bocholter Fußballfans in die Röhre, als der exklusive Vorverkauf für Mitglieder und Dauerkarteninhaber am Montagabend nach nur einer halben Stunde beendet war. Da die Sitzplätze auf der Tribüne nahezu vollständig für VIPs, Offizielle des Verbandes und weitere Ehrengäste reserviert waren, 500 Tickets im Vorfeld an die aktive Fanszene und die Fanclubs der "Schwatten" gingen und rund 350 Tickets an Angehörige der Spieler sowie die Jugendabteilung des FCB gingen, standen beim regulären Vorverkaufsstart nur noch gut 500 Eintrittskarten überhaupt zur Verfügung.

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"Das Niederrheinpokal-Halbfinale gegen den MSV Duisburg hat eine Ticketnachfrage ausgelöst, wie sie der 1. FC Bocholt seit Jahrzehnten nicht erlebt hat. Das zeigt, wie groß die Begeisterung und Unterstützung für unsere Mannschaft in der Stadt und der Region ist – dafür sind wir sehr dankbar", erklärt der Verein in den eigenen Medien. Das Pokalspiel kommt trotzdem zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn im Stadion selbst wird derzeit kräftig gebaut. Auf der Nordseite wird eine neue Tribüne errichtet, sodass die Kapazität aktuell nur bei 3.276 Zuschauern liegt. "Deshalb musste der Ticketverkauf leider streng kontingentiert werden", heißt es weiter. Orientiert habe sich der Verein dabei am Prozedere, welches im Pokalhalbfinale gegen Rot-Weiss Essen vor zwei Jahren schon gab.

Klare Absage an Heimrechttausch

Frühzeitig war also schon klar, dass niemals alle Ticketwünsche erfüllt werden könnten. Dies war auch den Verantwortlichen bewusst, die sich dennoch gegen die Möglichkeit eines Heimrechttauschs entschieden haben - aus "sportlichen und vereinsstrategischen Gründen". Das ist auch gut so, entsteht doch so erst die besondere Atmosphäre, die ein Pokalspiel erst ausmacht. "Wir haben großes Verständnis für die Enttäuschung vieler FC-Fans", betont der Verein deshalb auch besonders.

Warum waren nun die verfügbaren Karten so schnell vergriffen? Diese Frage lässt sich relativ leicht beantworten. 760 Mitglieder und 1.004 Dauerkarteninhaber hat der Regionalligist derzeit. Dopplungen wird es hier einige geben. Jeweils drei Eintrittskarten von den besagten Personen erworben werden. So waren die verfügbaren 500 Karte innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.

FCB gesteht Fehler ein

Dass es nicht immer allen Leuten gerecht gemacht werden kann, ist keine neue Erkenntnis. Die mussten auch die Fans des MSV Duisburg in der vergangenen Saison oft machen, waren die Gästeblöcke in der Regionalliga doch oft viel zu klein und die Anfragen übersteigen die Kapazitäten bei Weitem. Auch für das Pokalspiel in Bocholt hätte der MSV deutlich mehr Tickets absetzen können.

In der Vorab-Kommunikation zeigt sich der FCB nun selbstkritisch und gesteht Fehler ein: "Rückblickend müssen wir selbstkritisch feststellen, dass unser Erwartungsmanagement nicht ausreichend war. Wir hätten deutlicher kommunizieren müssen, dass beim Vorverkauf nur noch eine sehr begrenzte Anzahl an Tickets zur Verfügung stehen wird. Für die dadurch entstandenen Enttäuschungen bitten wir unsere Fans um Entschuldigung." Das angewandte Konzept soll überarbeitet werden, um in der Zukunft noch offener und transparenter kommunizieren zu können. "Die enorme Nachfrage zeigt, welchen Stellenwert dieses Spiel für unsere Stadt und unseren Verein hat. Auch wenn nicht jeder ein Ticket bekommen konnte, hoffen wir auf eure Unterstützung – im Stadion oder von außerhalb", heißt es abschließend.

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