
Dass die Begegnung zwischen Fortuna Düsseldorfs Regionalliga-Fußballern und dem SC Wiedenbrück von großer Bedeutung sein würde, war von vornherein klar. Während die „Zwote“ mit einem Sieg den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt gehen kann, geht es für das Tabellen-Schlusslicht aus Ostwestfalen in den verbleibenden Spielen um das blanke Überleben.
Und am Donnerstagabend verbreiteten die Wiedenbrücker eine Nachricht, die der Partie eine noch größere Geltung verleiht: Mit sofortiger Wirkung hat sich der akut abstiegsgefährdete Klub von Trainer Sascha Mölders getrennt.
Die Entscheidung fiel einen Tag nach der 0:2-Niederlage im Nachholspiel gegen den 1. FC Bocholt. Es war das sechste sieglose Spiel in Folge, eine Trennung erschien den Verantwortlichen daher unausweichlich. „Natürlich hätte ich mir gewünscht, den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterzugehen“, sagte Ex-Profi Mölders. „Ich hoffe jedoch sehr, dass die Mannschaft die notwendigen Punkte holt und dieser Schritt am Ende dazu beiträgt, den Klassenerhalt zu sichern.“
Dem will Fortuna zumindest am Samstag (14 Uhr, Paul-Janes-Stadion) einen Strich durch die Rechnung machen. Nach dem Derbysieg gegen die U21 des 1. FC Köln beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsränge nun acht Punkte, am Flinger Broich soll der Abstand auf die gefährliche Zone weiter ausgebaut werden. „Am Samstag wird es vor allem darauf ankommen, das körperbetonte Spiel, das es sicherlich werden wird, anzunehmen“, sagt „Zwote“-Coach Jens Langeneke in Erwartung einer intensiven Partie.
„Auf diesem Grundbaustein wollen wir dann auch im Verlauf des Spiels unseren Fußball aufs Feld bekommen“, erklärt der 49-Jährige. Gegen Köln überzeugte Fortuna zuletzt vor allem mit schnellen Umschaltsituationen, aus denen die beiden Treffer entsprangen. In der Defensive zeigte die mittlerweile etablierte Viererkette – bestehend aus den Außenverteidigern Moritz Montag und Ben Eze sowie den Innenverteidigern Noah Egouli und Leonard Brodersen – eine starke Leistung.
Dennoch warnt Langeneke davor, die Aufgabe gegen die Ostwestfalen auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wir dürfen uns nicht von der Tabellensituation täuschen lassen, sondern müssen mit Anpfiff voll da sein“, sagt der Trainer. Ein mahnendes Beispiel dafür liefert das Hinspiel: Damals lag Wiedenbrück auf dem vorletzten Platz, fertigte die Rot-Weißen allerdings mit 5:2 ab – es war einer von nur vier Saisonsiegen der Ostwestfalen. In der Rückrunde zeigte sich die „Zwote“ in den direkten Duellen mit den Konkurrenten im Abstiegskampf, etwa bei den Siegen gegen Velbert und Rödinghausen, allerdings in guter Form.