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Vor Derby: Weisenborn nimmt Druck vom jungen Wormatia-Unterbau

Nach zwei Niederlagen hat der Landesligist die Aufstiegsplätze aus den Augen verloren +++ Das sei schade, aber kein Weltuntergang, meint der Trainer

von Michael Mayer · 14.03.2026, 08:00 Uhr · 0 Leser
Kann sich die U21 des VfR Wormatia Worms (hier mit Stürmer Amir Moore gegen Fabian Kerth im Duell) gegen Schlusslicht TuS Neuhausen im Derby-Rückspiel revanchieren?
Kann sich die U21 des VfR Wormatia Worms (hier mit Stürmer Amir Moore gegen Fabian Kerth im Duell) gegen Schlusslicht TuS Neuhausen im Derby-Rückspiel revanchieren? – Foto: Claus-Walter Dinger

Worms. Der 21. Spieltag in der Landesliga Ost wartet unter anderem mit dem Derby zwischen der zweiten Mannschaft des VfR Wormatia und der TuS Neuhausen auf. Beide Mannschaften sind mit zwei Niederlagen ins neue Kalenderjahr gestartet. Für die VfR-Reserve soll diese Negativserie am Sonntag um 17 Uhr gegen das Tabellenschlusslicht beendet werden.

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„Unabhängig davon, dass wir gegen Neuhausen spielen, wollen wir schnellstmöglich aus der Negativserie raus. Im Idealfall wird es bei den zwei Niederlagen in Folge bleiben“, hofft VfR-Trainer Björn Weisenborn, der das Hinspiel keinesfalls vergessen hat. Beim vom Trainerduo Franz Graber und Marco Stark taktisch hervorragend eingestellten Aufsteiger setzte es damals eine bittere 1:2-Niederlage – Christoph Mayrer erzielte das entscheidende Tor für Neuhausen erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit.

Fußballerisch war die Wormatia damals überlegen – ein Mittel, das eben nicht zwingend zum Erfolg führt, wenn es gegen kämpferisch starke Gegner geht. Weisenborn erklärt: „Wir halten an diesem Ansatz fest und wollen es fußballerisch lösen. Dass Gegner mit Kampf und Leidenschaft gegen uns etwas erreichen können, gehört zum Lernprozess. Einige unserer Spieler haben aus solchen Partien gelernt. Wir werden gereifter auftreten.“

Junge Spieler dürfen Fehler machen

Auch die Niederlagen zum Auftakt der Rückrunde macht Weisenborn an der Jugend seiner Mannschaft fest, vor die er sich schützend stellt: „Sie sind jung. Es ist völlig normal, dass sie mal verlieren. Nur durch Siege werden wir uns nicht weiterentwickeln.“ Gegen Speyer vor zwei Wochen war seine Mannschaft zu angespannt. Viele Spieler waren sich bewusst, dass hier zwei Aufstiegsaspiranten aufeinandertreffen, und schienen nervös zu sein. „Da fehlte uns die Abgezocktheit und Reife, die wir in diesem Alter noch gar nicht haben können“, so Weisenborn. Gegen den aktuellen Tabellenführer Grünstadt sei die Lockerheit des Spätjahres hingegen wieder spürbar gewesen. Spielerisch wäre durchaus ein Sieg möglich gewesen: „Das Spiel hätte in beide Richtungen kippen können. Am Ende verlieren wir mit 1:4. Das Ergebnis war zu deutlich und spiegelt den Spielverlauf nicht wider.“

Statt Tabellenplatz eins, der bei zwei Siegen möglich gewesen wäre, belegt Wormatia II aktuell nur den siebten Rang. Der Aufstieg ist angesichts des dicht gedrängten oberen Drittels zwar noch möglich, doch Weisenborn möchte seiner jungen Elf keinen Aufstiegsdruck auferlegen: „Als Verein wünscht man sich, früher oder später den nächsten Schritt zu gehen. Und ja, die Verbandsliga wäre als Unterbau für die erste Mannschaft besser. Wir wünschen uns den Aufstieg und arbeiten darauf hin, aber es muss nicht zwingend schon in dieser Saison klappen.“

Knifflige Aufgabe für Pfeddersheim, Gimbsheim Favorit in Schifferstadt

Schützenhilfe im Aufstiegsrennen könnte die Wormatia bereits an diesem Samstag von der TSG Pfeddersheim erhalten. Die Elf von Trainer Berrafato trifft um 14:30 Uhr auf den TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim. Der Tabellenvierte liegt aktuell einen Punkt vor der VfR-Reserve. Der SV Gimbsheim, dank zweier Siege in Serie wieder gleichauf mit den Wormsern, tritt bei Phönix Schifferstadt an. Im Hinspiel hatte Schifferstadt beim 1:5 in Gimbsheim keine Chance.