
Diese unnötige Grätsche mitten hinein in die jüngste Erfolgstrecke war nicht im Sinne des Erfinders. Der FC Penzberg unterliegt im letzten Heimspiel der Saison dem TSV Geiselbullach mit 1:2, sorgt damit einerseits für Entsetzen im Abstiegskampf an zwei benachbarten Destinationen (Raisting, Bad Heilbrunn). Es trübt aber auch die Verabschiedung dreier verdienter Sportskameraden.
Sepp Siegert stand lediglich mit bei den Geehrten, weil er als Co-Trainer aufhört. Mal wieder. Wobei Siegert im Laufe der Runde durchklingen hat lassen, dass er mit seiner Funktion in der sportlichen Leitung durchaus einverstanden ist. Blieben noch Tahir Dalgin, der bislang einzig bekannte Abgang – und natürlich Maximilian Bauer. Der scheidende Chefrtainer hätte sich so sehr zwei weitere Siege für seinen Abschied gewünscht. Was genau an diesem Nachmittag dagegen sprach, ist analytisch schwer zu skizzieren. „Wir wollten schon gewinnen, auch wenn wir wieder stark dezimiert waren“, betont Sepp Siegert. Doch wurde diese Intention von mehreren Faktoren ausgebremst.
Allem voran stand die mangelnde Entschlossenheit im Abschluss. Siegert sah den FC „vor dem Tor nicht klar genug“. Sowohl Dominik Bacher als auch der einmal mehr umtriebige Ugurkan Verep schluderten in letzter Instanz. Hinzu kam ein Unparteiischer, der auf beiden Seiten mehrmals für Irritationen und aufbrausende Emotionen sorgte. Auf Seiten der Platzherren in erster Linie, als Verep zu Fall gebracht wurde, der Elferpfiff aber ausblieb. „Er hat nicht konsequent und gut gepfiffen“, urteilte Siegert. „Aber wir waren heute selber schuld.“ Zumal nach Seitenwechsel doch noch alles in die richtigen Bahnen zu laufen schiem. Samir Neziri erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball, schob nach vorne an und bediente Bacher, der wenig Mühe mit seinem 28. Saisontor hatte. Deren zwei wären es noch bin an die Spitze der Torjägerliste. Und zum Abschluss geht es für den FC zum bemitleidenswerten BCF Wolfratshausen.Winkt da vielleicht noch die Krone? Am Samstag winkten derweil lediglich einige Zuschauer: nämlich ab.
Ein schmeichelhafter Freistoß initiierte das 1:1 aus dem Halbfeld heraus. Maximilian Lutter durfte am Fünfer mit dem Fuß abschließen. „Schlafmützig verteidigt“, monierte Siegert. Kurz vor Ende dann das Kuriosum. Ein Abschlag von FC-Tormann Benedikt Zeisel wurde von einem Defensivspieler des TSV per Direktkontakt unfreiwillig aber doch sehr präzise auf Lysander Weiß geleitet. Der packte die unverhoffte Gelegenheit beim Schopf und ließ die Gäste ein zweites Mal jubeln.