
Der 23. Spieltag der Brandenburgliga hat die Tabelle spürbar in Bewegung gesetzt und mitten in den Frühling neue Spannung getragen. Vor allem das Brandenburg-Derby zwischen Brandenburger SC Süd 05 und BSG Stahl Brandenburg setzte ein markantes Zeichen. An der Spitze bleibt es eng zwischen MSV 1919 Neuruppin und 1. FC Frankfurt (Oder), dahinter schiebt sich Brandenburger SC Süd 05 mit Wucht heran. Im Tabellenkeller wächst der Druck weiter, weil jeder Fehler nun schwerer wiegt und jeder Punkt plötzlich nach Hoffnung schmeckt.
Es war ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, bei dem der MSV 1919 Neuruppin im heimischen Volksparkstadion einen Dämpfer im Kampf um die Meisterschaft hinnehmen musste. Die Gäste vom FSV Union Fürstenwalde zeigten sich von Beginn an hellwach und gingen bereits früh in Führung: Eric Fiedler markierte in der 5. Minute das 0:1 für die Unioner. Neuruppin wirkte kurzzeitig beeindruckt, kämpfte sich jedoch zurück in die Partie. Die Bemühungen wurden belohnt, als der Schiedsrichter auf den Punkt zeigte. Felipe da Silva Felix übernahm die Verantwortung und verwandelte den Elfmeter in der 26. Minute zum 1:1-Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Intensität hoch, wobei beide Teams auf den Führungstreffer drängten. Es waren erneut die Gäste, denen der nächste Schlag gelang: Dennis Paul erzielte in der 68. Minute das 1:2 und brachte Fürstenwalde damit zum zweiten Mal an diesem Abend in Front. Doch der Spitzenreiter bewies Moral und wollte die Heimniederlage mit aller Macht verhindern. In der Schlussphase war es Petro Dolhov, der in der 78. Minute zum 2:2-Endstand traf.
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Das Brandenburg-Derby hielt, was seine Wucht versprach. Vor 3052 Zuschauern erwischte BSG Stahl Brandenburg den besseren Start, als Nils Müller in der 4. Minute zum 0:1 traf. Doch Brandenburger SC Süd 05 antwortete entschlossen. Pedro Guilherme Souza Rocha glich in der 16. Minute aus, Leon Schrobsdorff drehte die Partie in der 38. Minute.
Nach der Pause legte Justin Flint in der 55. Minute das 3:1 nach. Jean-Pierre Dellerue brachte Stahl per Foulelfmeter in der 81. Minute noch einmal heran, doch in der Schlussphase entschied BSC Süd 05 die Partie brutal konsequent: Abdelkarim Koussi traf in der 86. Minute, Justin Flint setzte in der 90. Minute den Schlusspunkt. BSC Süd 05 ist nun Dritter mit 37 Punkten.
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SV Germania 90 Schöneiche war ganz nah dran an einem wichtigen Heimsieg, ehe die Partie in wenigen Augenblicken kippte. Pierre Vogt brachte die Gastgeber in der 80. Minute in Führung, doch die Antwort von Werderaner FC Viktoria 1920 ließ nicht lange auf sich warten. Maximilian Krause traf nur eine Minute später zum 1:1.
Für Schöneiche ist dieses Remis bitter, weil ein Sieg im engen Mittelfeld besonders wertvoll gewesen wäre. Mit 29 Punkten bleibt die Mannschaft Siebter. Werder nimmt einen späten Punkt mit und steht nun bei 25 Zählern auf Rang zwölf. Es war ein Spiel der kurzen Ekstase und des schnellen Rückschlags.
Oranienburger FC Eintracht 1901 legte mit großer Energie los und stellte früh die Weichen. Nikola Lakatos traf in der 15. Minute, Kwasi Boateng legte nur zwei Minuten später zum 2:0 nach. Ludwigsfelder FC meldete sich zwar durch Lennard Quanz in der 20. Minute sofort zurück, doch das Spiel blieb insgesamt bei den Gastgebern.
Mit dem Treffer von Jascha Seiche in der 69. Minute machte Oranienburg den Heimsieg fest. Dieser Erfolg ist wichtig, weil die Mannschaft nun ebenfalls bei 29 Punkten steht und sich etwas Luft im Mittelfeld verschafft. Ludwigsfelde bleibt mit 27 Punkten Elfter und steckt weiter in einer unruhigen Tabellenlage.
TSG Einheit Bernau wurde in diesem Spiel von der Wucht des Gegners früh getroffen. SV 1908 Grün-Weiss Ahrensfelde legte einen furiosen Start hin: Manuel Schmiedebach traf in der 2. Minute, Lucas Nico Gurklys in der 6., Blenard Colaki in der 8. Minute. Nach nur wenigen Augenblicken stand die Partie bereits in einer klaren Richtung.
Frederick Fiebig verkürzte in der 18. Minute zwar für Bernau, doch mehr gelang den Gastgebern nicht mehr. Ahrensfelde bringt sich mit nun 35 Punkten auf Rang vier in starke Position. Bernau bleibt bei 29 Zählern und verpasste die Chance, sich weiter nach oben zu orientieren.
Für SV Blau-Weiß Petershagen/Eggersdorf war es ein Sieg mit Nachdruck und Hoffnung. Gegen SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen überragte Moritz Wache, der zunächst in der 36. Minute die Führung erzielte. Lange blieb es bei diesem knappen Vorsprung, ehe das Spiel in der Schlussphase plötzlich deutlich wurde.
Mit seinen weiteren Treffern in der 76. und 77. Minute schnürte Moritz Wache einen Dreierpack und entschied die Begegnung fast im Alleingang. Petershagen/Eggersdorf kommt damit auf 21 Punkte und bleibt im Rennen um den Klassenverbleib. Miersdorf/Zeuthen verharrt bei 24 Punkten und muss weiter nach unten schauen.
TuS 1896 Sachsenhausen hat in einem angespannten Duell im unteren Mittelfeld einen wichtigen Auswärtssieg eingefahren. Die Partie war lange eng, ehe Jan-Paul Platte in der 43. Minute die Gäste in Führung brachte. Blankenfelde-Mahlow lief danach hinterher und fand keinen Weg zurück.
Als Jan-Paul Platte in der 89. Minute auch noch das 0:2 erzielte, war die Entscheidung gefallen. Die Rote Karte gegen Adrian Hinrichs in der 93. Minute rundete einen frustrierenden Nachmittag für die Gastgeber ab. Sachsenhausen verbessert sich auf 28 Punkte und macht Boden gut, Blankenfelde-Mahlow bleibt mit 24 Punkten tief im Kampf um Abstand nach unten.
1. FC Frankfurt (Oder) hält den Druck auf die Spitze aufrecht. Beim SV Altlüdersdorf erwischten die Gäste mit dem Treffer von Kieran Czech in der 12. Minute den besseren Start. Zwar gelang den Hausherren durch Iheb Ben Abdallah in der 29. Minute der Ausgleich, doch danach übernahm Frankfurt die Kontrolle.
In der zweiten Hälfte setzte sich die Qualität der Gäste klar durch. Elias Bleck traf in der 61. Minute, Lukas Schmidt erhöhte in der 81. Minute, Ole Händschke machte mit dem 4:1 in der 90.+3 Minute alles endgültig klar. Frankfurt bleibt mit 47 Punkten erster Verfolger von Neuruppin, Altlüdersdorf verharrt mit 24 Punkten in der Gefahrenzone.
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