
Vor dem Jahresendspurt hat die SG-SV Lobbach die große Chance sich weiter von unten abzusetzen. In den ausstehenden sechs Ligaspielen 2025 trifft der Aufsteiger von letzter Saison auf keinen besser platzierten Gegner
Eine Prozentangabe ist Patrick Münkel nicht zu entlocken. "Bevor man nicht 40 Punkte hat, befindet jeder noch im Abstiegskampf", sagt der Trainer der SG-SV Lobbach. Seine Mannschaft ist dennoch ordentlich platziert, rangiert als Achter im Mittelfeld und straft all jene Lügen, die gerne zu der Phrase greifen, dass das zweite Jahr nach dem Aufstieg das Schwierigste sei.
Sechs Siege und Sieben Niederlagen sind die nackten Zahlen zu Lobbach. Ein Remis sucht man bislang vergebens in den Ergebnissen. "Als abgezockte Mannschaft nimmt man bei Türkspor Mannheim eher ein 1:1 mit", spielt Münkel beispielhaft auf die 1:2-Niederlage vor drei Wochen an, als es den entscheidenden Gegentreffer eine Minute vor Schluss gab. Seiner Mannschaft macht er deswegen aber keinen Vorwurf, im Gegenteil: "Wir haben auf Sieg gespielt und dann leider durch einen Konter das Tor kassiert."
Vor Wochenfrist wäre beim VfB St.Leon laut Münkel zumindest ein Remis drin gewesen trotz 1:3-Niederlage. Er konstatiert: "Der Spielverlauf war äußerst unglücklich für uns mit einem Elfmetergegentor kurz nach der Pause zum 0:2."
Theoretisch wären drei weitere Punkte drin, da die SG-SV immer noch eine Partie im Rückstand ist. Zweimal musste bislang das Gastspiel bei der SG Kirchardt aufgrund von schlechten Platzverhältnissen abgesagt werden. Den nächsten Versuch gibt es kommenden Mittwoch. "Meines Wissens musste es der Verband dieses Jahr noch einmal ansetzen, aber ich weiß auch nicht", hält der 30-Jährige eine Durchführung noch in diesem Jahr für unwahrscheinlich. Ein Problem ist das aber nicht, wie er versichert: "Wir hätten keinen Stress damit, erst nächstes Jahr nach Kirchardt zu müssen."
Viel gewinnen kann man im November nicht, wohl aber verlieren. "Jetzt gilt es die Weichen für die Rückrunde zu stellen und das bedeutet ganz einfach so viele Punkte wie möglich einzusammeln", weiß Münkel. Schmerzhaft vermisst wird dabei aber Fabio Egner-Walter. Der Stürmer ist ein Unterschiedsspieler und muss aufgrund einer Erkrankung bis zur Winterpause aussetzen. Der Coach bleibt dennoch zuversichtlich vor dem anstehenden Gastspiel beim schwächelnden FV Nußloch am Sonntag und sagt: "Unsere Änderungen vom Sommer greifen jetzt ganz gut und ich glaube, dass wir eher noch nachlegen und dadurch besser werden können."
Ein Derby-Dreier würde dem ASC Neuenheim etwas Luft verschaffen und Selbstvertrauen bringen. Das wird gegen den seit einigen Wochen stark verbesserten FC Dossenheim jedoch eine ganz schwierige Aufgabe. Da sich der FK Srbija Mannheim und der VfR Mannheim im Gipfeltreffen gegenüberstehen, kann der ASV Eppelheim mit einem Erfolg in Ketsch zum Spitzenduo aufschließen.