
Bereits seit vier Wochen steckt die U21 des SSV Jahn wieder im Trainingsbetrieb. Der frühe Start hatte seine Gründe. So bekam die Mannschaft in Form von 14 neuen Gesichtern – fünf extern und neun aus der eigenen U19 – einen ganz neuen Anstrich verpasst. Erneut sieht der Kader des Regensburger Bayernligisten einen Umbruch. Chefcoach Christoph Jank und sein Trainerteam sind eifrig dabei, die Neuen einzubauen und den Externen die Spielphilosophie des Jahn einzuimpfen. Drei weitere Neuzugänge stießen ganz frisch noch dazu.
Vom Süd-Bayernligisten 1. FC Sonthofen kommend, hat sich Leon Rudenko den Rothosen angeschlossen. Der 19-Jährige hat letzte Saison bereits 32 Bayernliga-Spiele bestritten und ist im zentralen Mittelfeld flexibel einsetzbar. Als Stärken nennt Christoph Jank folgende: „Seine technischen Fähigkeiten und seine Ruhe am Ball – auch unter Gegnerdruck. Wenn der Gegner versucht zu pressen, ist ein ruhiger Spieler wichtig.“ Von der SpVgg Unterhaching II, frischgebackener Meister der Landesliga Südwest, wechselte Björn Fröhlich (20) zum SSV Jahn. Vorgesehen ist er in der Innenverteidigung oder auf der „Sechs“. „Er hat ein starkes Kopfballspiel und ist ebenfalls sehr ruhig im Spielaufbau. Wenn er das Spiel vor sich hat, hat er eine sehr gute Vor-Orientierung, um das Spiel in die Tiefe schnell gestalten zu können“, sagt Jank über Fröhlich, der letzte Saison 33 Landesliga-Spiele machte und dabei 4 Tore erzielte.
Die dritte Neuverpflichtung ist erst am gestrigen Montag fixiert worden und hört auf den Namen Ante Banden. Der 17-jährige Österreicher war zuletzt bei der A-Jugend von 1860 München in der U19 Bundesliga aktiv. „Er ist auf der Acht oder als Außenstürmer einsetzbar. Ein schneller, dribbelstarker und kreativer Spieler“, skizziert. Jank. Des Weiteren sind ab sofort drei Akteure des Kaders auch in Spielen einsatzfähig, nachdem sie bis 30. Juni nur für die U19 spielberichtigt gewesen waren.
In den bisherigen Vorbereitungsspielen gab es ergebnistechnisch Licht und Schatten bei der Regensburger U21. Auf zwei Niederlagen in Traunstein (1:2) und Pipinsried (1:3) schloss sich ein verdienter 3:1-Erfolg gegen Ligakonkurrent Kornburg an. Bis zum Bayernliga-Auftakt (20. Juli daheim gegen Neumarkt) wird noch gegen Rain am Lech und 1860 München II getestet.
Regensburgs österreichischer Cheftrainer hat in der bisherigen Vorbereitung „sehr gute Fortschritte“ wahrgenommen: „Wir hatten von Beginn an eine sehr positive Energie innerhalb der Mannschaft. Die Spieler sind lernwillig, fokussiert und auch bereit, Extra-Meilen zu gehen. Es macht Spaß, mit der sehr jungen Mannschaft zu arbeiten“, berichtet Jank, der auch in den drei Spielen selbst Fortschritte ausgemacht hat: „Im ersten Spiel gegen Traunstein hatten wir noch leichte Probleme im Spielaufbau und im Angriffspressing. Das hat sich Stück für Stück verbessert. Gegen Kornburg gab es den nächsten Step, da haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht. Darauf gilt es aufzubauen.“