2026-04-14T12:48:59.332Z

Allgemeines

Vom Bratwürstchen zum Viererpack

Bersenbrücks Stürmer Markus Lührmann wird zum Spieler der Woche – und richtet den Blick trotz Gala auf das große Ziel

von Christian Kurth · Heute, 12:16 Uhr · 0 Leser
– Foto: Reinhard Rehkamp

FuPa Niedersachsen präsentiert den "MVP" – den wertvollsten Spieler – der vergangenen Woche. Nicht nur Tore sind hier entscheidend, auch unsere Community trägt dazu ihren Teil bei: Stimmen für die Akteure, die in den einzelnen Spielberichten abgegeben werden können, fließen in die Bewertung ein ⭐.

Es sind diese Abende, die eine Saison prägen – und Karrieren mit einer besonderen Note versehen. Markus Lührmann, Stürmer des Oberligisten TuS Bersenbrück, hat beim 4:1-Auswärtssieg in Rehden Geschichte geschrieben: Vier Tore, alle selbst erzielt, erstmals ein Viererpack in seiner Laufbahn. Der 26-Jährige, 1,87 Meter groß und mit starkem rechten Fuß ausgestattet, steht damit sinnbildlich für die Offensivkraft seines Teams – und wurde folgerichtig zum Spieler der Woche auserkoren.

Lührmann selbst ordnet seine Leistung nüchtern ein, ohne den besonderen Moment zu leugnen. „Es war ein besonderer Abend“, sagt der Angreifer, der beruflich als Land- und Baumaschinenmechatroniker arbeitet und beim familiären Unternehmen mit anpackt. Bodenständig geblieben, mit einem Augenzwinkern („Es lag wohl eher am Mittagessen mit Bratwürstchen“), aber zugleich ehrgeizig: Solange rechnerisch noch alles möglich sei, wolle Bersenbrück „Vollgas geben“, um im Rennen um die vorderen Plätze zu bleiben – auch mit Blick auf die direkten Duelle gegen Konkurrenten sowie das anstehende Spitzenspiel beim Tabellenführer.

Wie lief der 4:1-Erfolg in Rehden aus deiner Sicht?

Markus Lührmann: Das Spiel zwischen dem BSV Rehden und Bersenbrück ist immer von Emotionen geprägt. Wir hatten zu Beginn Probleme, in die Partie zu finden. Durch die rote Karte haben wir dann mehr Spielanteile bekommen und sind folgerichtig in Führung gegangen. Nach der Halbzeit hatten wir trotz Überzahl große Schwierigkeiten, wieder in unser Spiel zu kommen, und Rehden erzielt verdient den Ausgleich. Am Ende konnten wir uns mit unserem Tempospiel belohnen und haben verdient 4:1 gewonnen.

Du hast immerhin 74 Tore in der Oberliga erzielt, wenn wir richtig gezählt haben. Aber es war dein erster Viererpack. Gut gefrühstückt?

Lührmann: Das stimmt, ein Viererpack ist mir bis dahin noch nicht gelungen. Es war ein besonderer Abend. Wer mich gut kennt, weiß, dass die Ernährung bei mir nicht ganz oben auf der Liste steht. Deswegen lag es wohl eher am guten Mittagessen – es gab Bratwürstchen (lacht).

Musstest du dich an den anschließenden Kaltgetränken finanziell beteiligen?

Lührmann: Nein, tatsächlich nicht. Aber nach diesem Interview muss ich mir vermutlich noch etwas einfallen lassen.

Sportlich waren die drei Punkte durchaus wichtig. Schielt ihr noch auf den Relegationsplatz oder ist das kein Thema bei euch?

Lührmann: Solange rechnerisch noch alles möglich ist, werden wir Vollgas geben, um da oben noch hinzukommen. Als Mannschaft wollen wir das Maximum aus der Saison herausholen. Wir haben noch Spiele gegen Delmenhorst und Egestorf, in denen wir gegen direkte Konkurrenten punkten können.

Am Mittwoch steht das Topspiel bei Spitzenreiter Atlas an. Wie geht ihr das an?

Lührmann: Mit gesundem Selbstbewusstsein und großer Lust, den Spitzenreiter zu ärgern. Wir haben aus dem letzten Spiel noch etwas gutzumachen und wollen uns die drei Punkte holen.

Du bist gerade 26 Jahre alt geworden und kommst ins beste Fußballeralter. Welche persönlichen Ziele hast du für die kommenden Jahre?

Lührmann: Für die kommende Saison habe ich mir noch keine konkreten Ziele gesetzt. Zunächst geht es darum, das Maximum – sowohl persönlich als auch als Mannschaft – aus der laufenden Saison herauszuholen. Mit möglichen Zielen beschäftige ich mich dann in der Vorbereitung.

Steht schon fest, wo du in der kommenden Spielzeit spielst? Gibt es Anfragen von anderen Klubs?

Lührmann: Ja, das steht fest. Ich habe bei Bersenbrück noch einen Vertrag bis 2027. Anfragen von anderen Klubs gab es nicht.

Kannst du dir vorstellen, noch höher als Oberliga zu spielen?

Lührmann: Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Wir arbeiten als Mannschaft gemeinsam mit dem Staff jede Saison daran, diesen Traum vom Regionalliga-Fußball in Bersenbrück zu verwirklichen.

Zum Abschluss: Was machst du am 17. Mai dieses Jahres?

Lührmann: Das letzte Saisonspiel gegen Holthausen-Biene gewinnen und optimal in die Pokalfinal-Woche starten.