
Wer hätte das gedacht?! Neun Punkte aus drei Spielen holte Großrudestedt und schob sich innerhalb von wenigen Wochen auf Rang 11 vor. Der Platz in "Rodderscht" hat sehr gelitten in den letzten Wochen, gerade gegen Mühlhausen. "Wir müssen sehen ob wir spielen können…" so die ungewisse Aussage von Trainer Nico Rödiger.
Dennoch wollen wir einen Blick auf den Seriensieger werfen, der nach den Niederlagen in Artern und gegen Sömmerda neue Erkenntnisse erlangt hat und nun auf dem Platz die Lösungen präsentiert. Nico Rödiger freut es, dass seine Jungs so schnell die Kurve bekommen haben. "Gerade nach dem Spiel in Artern, als wir zur Halbzeit mit 2:1 geführt haben und am Ende mit 2:4 verlieren, haben wir miteinander gesprochen und analysiert was nicht funktioniert und in welchen Bereichen wir uns klar verbessern müssen. Danach war zu erkennen, dass die Jungs das Grundprinzip und den Weg, den wir einschlagen wollen, verstanden haben."
Eine so schnelle Wende ist für einen Aufsteiger im zweiten Jahr nicht selbstverständlich, ebenso wenig wie eine plötzliche Punkteexplosion. Doch nach den Siegen in Arenshausen und Siemerode folgte der Coup zuhause gegen Mühlhausen. "Die Matchpläne sind in allen drei Spielen aufgegangen." so die kurze und kappe Analyse des Trainers.
Dass seine Mannschaft hin und wieder noch unterschätzt oder gar belächelt wird, ist dem 39-Jährigen egal, wenn nicht sogar ganz recht. "Ich denke, wenn wir unser Maximum abrufen, sind wir auch kein Fallobst. Dann sind wir eine Mannschaft, die gern mal jemanden ärgern kann, gerade wenn diese Mannschaften nicht damit rechnen. Wir wollen jetzt am Wochenende und auch in der Rückrunde immer ein ekliger Gegner sein, haben uns aber kein Punkteziel gesetzt. Wir waren vor der Saison in gewissen Medien schon Abstiegskandidat Nummer Eins, aber damit können wir umgehen. Dann haben wir nichts zu verlieren, wenn wir so eingeordnet werden und können jede Woche frei aufspielen. Jetzt genießen wir zwar die aktuellen Erfolge, wissen aber auch, dass wir weiter hart arbeiten müssen."
Mit einem weiteren Sieg würde sich Großrudestedt gehörig Luft verschaffen und hätte bis zu neun Zähler Vorsprung auf das Schlusstrio Artern, Arenshausen und Bad Tennstedt. Bei allen drei Teams ist mit Verlaub und beim Blick auf die vergangenen Spiele aktuell nicht mit einer ähnlichen Punkteserie zu rechnen. Für Rodderscht könnte dies also schon eine vorentscheidende Phase der Saison sein.