2026-01-20T07:14:11.657Z

Der Spieltag
Zwar lag Kapitän Matthias Jocham mit dem TSV Kottern im Oberallgäuer Derby zwischenzeitlich vorne, am Ende holte Tobias Schmölz (rechts) mit dem 1. FC Sonthofen aber einen Punkt.
Zwar lag Kapitän Matthias Jocham mit dem TSV Kottern im Oberallgäuer Derby zwischenzeitlich vorne, am Ende holte Tobias Schmölz (rechts) mit dem 1. FC Sonthofen aber einen Punkt. – Foto: Dieter Latzel

Volle Ränge beim Oberallgäu-Derby in Kottern

Bayernligist teilt sich die Punkte mit dem 1. FC Sonthofen +++ Der FC Memmingen ist wieder dick im Geschäft +++ Abstieg des TSV Rain ist besiegelt

Im Abstiegskampf der Bayernliga Süd ist die erste Entscheidung gefallen. Durch die 1:3-Niederlage beim TSV Grünwald muss der TSV Rain nach 17 Jahren in Regional- und Bayernliga absteigen. Dieses Schicksal will der 1. FC Sonthofen unbedingt vermeiden und trotzte auch dem TSV Kottern mit dem 2:2 einen Punkt ab. Für den FC Memmingen war es ein nahezu perfekter Spieltag. Während der FCM selbst den SV Schalding-Heining mit 4:0 besiegte, patzte die direkte Konurrenz im Aufstiegsrennen.

2:2 endete das Oberallgäu-Derby zwischen dem TSV Kottern und dem 1. FC Sonthofen, wobei der FCS einen Traumstart hinlegte. Fabian Lutz traf aus knapp 20 Meter zum 0:1. Kottern zeigte sich etwas geschockt, kam dann aber durch Kevin Haug nach einem schönen Solo zum Ausgleich. Es entwickelte sich ein munteres Spiel, bei dem Kottern langsam die Oberhand gewann und durch das nächste erfolgreiche Solo von Haug zum 2:1 kam.
Im zweiten Abschnitt verpasste es der TSV, das dritte Tor nachzulegen. Das rächte sich nach einer Stunde, als Musa Youssef nicht energisch genug angegangen wurde und auf 2:2 stellte. Die letzte Viertelstunde musste Kottern zu zehnt überstehen, da Roland Fichtl nach einer gelb-roten Karte frühzeitig zum Duschen musste.
„Wir haben uns zunächst brutal schwer getan, ins Spiel zu kommen und geraten früh in Rückstand. Durch die beiden Sololäufe von Kevin kommen wir zurück, sind dann die bessere Mannschaft, aber versäumen es nachzulegen,“ zeigte sich Kotterns Spielertrainer Martin Dausch etwas enttäuschte. „Es war eine offene Geschichte und die Punkteteilung geht in Ordnung. Für den direkten Klassenerhalt wären drei Punkte wichtig gewesen, aber solange wir die Chance haben, kämpfen wir weiter,“ so Sonthofens Spielertrainer Andreas Hindelang. (beß)
Schiedsrichter: Elias Wörz (Friesenried) - Zuschauer: 950
Tore: 0:1 Fabian Lutz (5.), 1:1 Kevin Haug (25.), 2:1 Kevin Haug (37.), 2:2 Musa Youssef (61.)
Gelb-Rot: Roland Fichtl (75./TSV Kottern)

Das Zittern um den Klassenerhalt geht für den TSV Landsberg weiter. Beim FC Deisenhofen unterlagen die Lechstädter, bei denen Keeper Leo Leimeister nach acht Monaten Verletzungspause ein Comeback feierte, mit 0:1.
Leimeister machte seine Sache gut, wie auch Torwarttrainer Kurt Kowarz betonte. Beim Tor des Tages war er machtlos. Yasin Yilmaz, der „Kopf“ des Deisenhofener Spiels, bediente Björn Jost mit einem weiten Freistoß und der köpfte zum 1:0 ein. Es war eine glückliche Führung für die Gastgeber, denn Landsberg war über weite Strecken die tonangebende Mannschaft. Aber die richtig zwingenden TSV-Chancen fehlten. Gefährliche Weitschüsse, zwei Torwart-Glanzparaden, Gestochere im Strafraum, Ausrutscher, jede Menge Ecken – aber Zählbares brachten die Jungs um Offensiv-Antreiber Maxi Berwein nicht zustande. (ther) Lokalsport LT
Schiedsrichter: Felix Scharf (Regensburg) - Zuschauer: 250
Tor: 1:0 Björn Jost (69.)

Was sich seit Wochen anbahnt, ist jetzt gewiss: der TSV Rain steigt in die Landesliga ab. Das steht nach der 1:3-Pleite beim TSV Grünwald fest. Wenngleich sich der Abstieg abgezeichnet hatte, war es doch ein besonders emotionaler und schmerzhafter Moment, wie Trainer Sven Zurawka sagt: „Es gab eine kurze Ansprache in der Kabine, da ist schon die ein oder andere Träne geflossen. Auch wenn es vorherzusehen war, ist es doch anders, wenn der Abstieg fix ist. Ich bin sehr getroffen. Ich bin ein Trainer, der immer alles gibt, habe detailliert gearbeitet und alles gegeben. Ich war sehr betrübt und es war schwer, Worte zu finden.“
Was es noch bitterer macht: Wieder einmal hätte der TSV Rain im Spiel in Führung gehen können, denn Marc Sodji hatte zwei hochkarätige Chancen. Auf Grünwalds Führung durch Daniel Leugner antworteten die Tillystädter mit dem 1:1 durch den Freistoßtreffer von Leo Haas. In der zweiten Hälfte ging der TSV Grünwald erneut durch Daniel Leugner in Führung. Doch das war noch nicht der Knackpunkt, sondern wenig später die Gelb-Rote Karte gegen Rains Altin Maxhuni. Der spielerischen Qualität des TSV Grünwald hatte Rain anschließend nicht mehr viel entgegenzusetzen. Letztlich schnürte Leugner mit dem 3:1 seinen Dreierpack. (sut) Lokalsport DW
Schiedsrichter: Moritz Fischer (Ebermannsdorf) - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Daniel Leugner (25.), 1:1 Leo Haas (44.), 2:1 Daniel Leugner (50.), 3:1 Daniel Leugner (88.)
Gelb-Rot: Altin Maxhuni (53./TSV Rain/Lech)

Schlechter hätte der Auftritt beim FC Ismaning für den FC Pipinsried nicht laufen können. Denn zusätzlich zur 1:3-Niederlage gab es für die Gelb-Blauen auch noch einen Platzverweis. Torhüter Maximilian Eng musste nach einer halben Stunde wegen einer Unsportlichkeit vom Platz. Ein selbstverschuldeter Platzverweis, den sein Trainer Sepp Steinberger als „Bärendienst“ bezeichnete.
Da lag der FCP bereits in Rückstand, kurz zuvor hatte nämlich Ismanings Hiroto Yamashita einen Stellungsfehler in der Pipinsrieder Defensive zum 1:0 getroffen. Vier Minuten später folgte Engls Platzverweis, und kaum stand sein Stellvertreter Maximilian Retzer zwischen den Pfosten, da schlug die Kugel schon wieder ein. Alekzandar Sinabov hatte für die Ismaninger getroffen. Zwar schöpfte der FCP in der Schlussviertelstunde neue Hoffnung, als Florian Gebert der Anschlusstreffer gelang. Doch schon 180 Sekunden später war alles klar. Sinabov schloss einen Konter mit dem 3:1 ab.
Schiedsrichter: Jakob Putz (Perlesreut) - Zuschauer: 210
Tore: 1:0 Hiroto Yamashita (26.), 2:0 Alekzandar Sinabov (35.), 2:1 Florian Gebert (73.), 3:1 Alekzandar Sinabov (76.)
Gelb-Rot: Maximilian Engl (30./FC Pipinsried)

Michael Bergmann erzielt hier das 3:0 für den FC Memmingen, als er den Ball an Schaldings Torwart Marius Herzig vorbei ins Tor schob.
Michael Bergmann erzielt hier das 3:0 für den FC Memmingen, als er den Ball an Schaldings Torwart Marius Herzig vorbei ins Tor schob. – Foto: Siegfried Rebhan

Trainer Matthias Günes war nach dem 4:0-Heimsieg des FC Memmingen gegen den SV Schalding-Heining in Feierlaune. Der höchste Saisonsieg war ein schöner Auftakt, um in seinen 42. Geburtstag hinein zu feiern. Schaldings Stefan Köck, der schon seit 2013 als Spieler und Trainer mit Memmingen seine Kräfte misst, ist nach wie vor auf der Suche nach einer Erklärung, warum es bei den eigentlich aufstiegsambitionierten Passauer Vorstädtern nach der Winterpause so überhaupt nicht läuft. Seine Mannschaft habe es dem Gegner in Sachen Toreschießen auch dieses Mal zu leicht gemacht. Ganz so wollte es FCM-Trainer Matthias Günes nicht stehen lassen, zumal seine Jungs mit viel Aggressivität und Nachsetzen eben diese Fehler erzwungen haben.
Mehr noch als über die Torausbeute freute sich Günes, dass hinten einmal mehr "die Null" stand. Fünf Spiele in Folge sind die Memminger ungeschlagen, holten 13 von 15 möglichen Zählern, kassierten dabei nur einen Gegentreffer. "Es hat Spaß gemacht", freute sich der Coach darüber hinaus nicht nur über seine jungen Spieler, wie beispielsweise Timo Schmidt der den im zentralen Mittelfeld gesetzten, aber verletzten David Mihajlovic ersetzte. Günes hob auch "die Achse" hervor, gemeint damit sind Torhüter Dominik Dewein, Abwehrchef David Bauer, Kapitän Lukas Rietzler und Pascal Maier mit ihren Führungsrollen. (ass)
Schiedsrichter: Maximilian Ziegler (Lindach) - Zuschauer: 645
Tore: 1:0 Lukas Rietzler (14./Foulelfmeter), 2:0 Pascal Maier (40.), 3:0 Michael Bergmann (64.), 4:0 Micha Bareis (88.)

Türkspor Augsburg hat eine Überraschung beim Spitzenreiter TSV 1860 München II knapp verpasst. Die Zweitvertretung der Löwen gewann durch zwei Treffer kurz vor Schluss mit 3:1. Türkspor hatte dem Tabellenführer lange Zeit Probleme bereitet, vor allem durch eine konzentrierte Defensivleistung.
„Durch eine Standardsituation gehen wir sogar in Führung und haben es dann leider nicht geschafft, für Entlastung zu sorgen“, sagte Cheftrainer Ajet Abazi, der die Junglöwen über die 90 Minuten als „klar spielbestimmend“ sah. Nach dem schnellen Ausgleich gerieten die Münchner durch eine Ampelkarte sogar in Unterzahl. Dennoch legten sie durch Justin Thönig und Max Jägerbauer noch nach. „Sie sind nicht umsonst Tabellenführer. Am Ende bringt uns ein abgefälschter Schuss zum 2:1 auf die Verliererstraße. Da kannst du nichts machen. Beim dritten Tor werfen wir alles nach vorne und werden ausgekontert“, resümierte Abazi. (fka)
Schiedsrichter: Lukas Schwendner (Ensdorf) - Zuschauer: 150
Tore: 0:1 David Anyaonu (74.), 1:1 Raphael Wach (76.), 2:1 Justin Thönig (90.), 3:1 Max Jägerbauer (90.+2)
Gelb-Rot: Anian Brönauer (81./TSV 1860 München II)

Aufrufe: 027.4.2025, 16:35 Uhr
Walter BruggerAutor