
Der Volksbank Ermstal-Alb Cup hat am gestrigen Samstag in der Werdenberghalle in Trochtelfingen seinen Sieger gefunden – und die Endrunde lieferte genau jene Mischung, die diesen Wettbewerb seit Jahrzehnten prägt: Tempo, Druck, knappe Momente und plötzlich sehr deutliche Entscheidungen. Nach einer Vorrunde in vier Gruppen ging es in die K.-o.-Phase, in der jede Unachtsamkeit sofort bestraft wurde. Am Ende setzte sich der VfL Pfullingen im Finale gegen die SG Reutlingen durch und holte sich den Turniersieg.
Ein Turniermodus, der keine Fehler verzeiht
Zehn Minuten Spielzeit sind in der Halle eine kurze Spanne – und doch lang genug, um ein Spiel vollständig kippen zu lassen. Der Weg über vier Gruppen in die Endrunde sorgte für ein breites Feld und schärfte die Konkurrenz, bevor es in die direkten Duelle ging. Mit dem Viertelfinale begann der Teil des Tages, in dem die Halle spürbar enger wurde: kein Rechnen mehr, kein zweiter Versuch, nur noch das nackte Ergebnis.
Viertelfinale: Pfullingen und Reutlingen setzen erste Marken
In der ersten K.-o.-Runde zeigte sich früh, dass mehrere Teams die Endrunde mit Nachdruck annehmen würden. Der VfL Pfullingen III setzte sich im Viertelfinale gegen die Young Boys Reutlingen II mit 4:1 durch und zog souverän weiter. Der VfL Pfullingen II gewann sein Viertelfinale gegen den TSV Eningen II mit 3:1 und hielt die Hoffnung auf einen weiteren Pfullinger Erfolg am Leben.
Im späteren Viertelfinalblock unterstrich der VfL Pfullingen seine Ambitionen mit einem 4:1 gegen die SG Steinhilben/Trochtelfingen. Zudem behauptete sich die SG Reutlingen im Stadtduell mit dem SV Croatia Reutlingen und gewann mit 5:2 – ein Ergebnis, das die Tür zum Finale weit aufstieß.
Halbfinale: Der Landesligist zieht davon
Im Halbfinale wuchs der Druck, und genau dort zeigte der VfL Pfullingen seine stärkste Seite. Gegen den VfL Pfullingen III setzte sich die erste Mannschaft deutlich mit 4:1 durch. Das war nicht nur ein Sieg, sondern eine klare Rangordnung innerhalb des eigenen Vereins – und zugleich das Ticket ins Endspiel.
Im zweiten Halbfinale setzte sich die SG Reutlingen mit 3:1 gegen den VfL Pfullingen II durch. Damit war klar: Der Titelverteidiger würde nicht erneut zuschlagen, stattdessen durfte Reutlingen vom Pokal träumen.
Spiel um Platz drei: Pfullingen II rettet das Podest
Das kleine Finale wurde zum vereinsinternen Duell, das noch einmal Tempo und Intensität brachte. Der VfL Pfullingen II gewann gegen den VfL Pfullingen III mit 4:2 und sicherte sich damit Platz drei. Für Pfullingen III blieb trotz des Viertelfinalerfolgs das Gefühl, nah dran gewesen zu sein – und am Ende doch zwei Schritte vor dem Gipfel gestoppt worden zu sein.
Finale: Pfullingen entscheidet den Cup mit Nachdruck
Im Endspiel traf der VfL Pfullingen auf die SG Reutlingen. Es war das Duell zweier Teams, die ihre Halbfinals mit klarer Handschrift gestaltet hatten – und es wurde ein Finale, das keinen Interpretationsspielraum ließ. Pfullingen gewann mit 5:2 und krönte damit den Abend. Die Offensive war durchschlagskräftig, die Aktionen wirkten konsequent, und mit jedem Treffer wuchs die Gewissheit, dass dieser Cup am gestrigen Samstag seinen Weg nach Pfullingen nehmen würde.
Ein Sieger, drei Pfullinger Ausrufezeichen
Der Endstand der Finalrunde liefert ein markantes Bild: Der VfL Pfullingen gewinnt das Turnier, der VfL Pfullingen II holt Platz drei, der VfL Pfullingen III erreicht ebenfalls die Endrunde und steht am Ende auf Rang vier. Drei Mannschaften eines Vereins prägten damit die entscheidende Phase des Abends – und machten deutlich, wie breit die Pfullinger Präsenz in dieser Halle war.