– Foto: Dagmar Nachtigall

Vohenstrauß will Punkt, SVG und SVH wollen siegen

Die drei Nord-Bezirksligisten SpVgg Vohenstrauß, SV Grafenwöhr und SV Hahnbach stehen vor Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad

Bevor die Bezirksliga Nord wie alle anderen Ligen in unserer Region nach dem nächsten Wochenende in den offiziellen „Winterschlaf“ fällt, stehen drei Teams aus dem Spielkreis Amberg/Weiden vor Aufgaben, bei denen man möglichst viel Ertrag machen möchte. Am schwierigsten dürfte es dabei die SpVgg Vohenstrauß haben, die zur punktgleichen Bayernligareserve der SpVgg SV Weiden muss. Einen Dreier fest eingeplant haben dagegen die SV Grafenwöhr und der SV Hahnbach, die mit den in den Abstiegskampf verwickelten Wernberger Vereinen FC und TSV Detag die Klingen kreuzen.


Seit mittlerweile sieben Spielen (vier Siege, drei Unentschieden) ist die SpVgg Vohenstrauß in der Bezirksliga Nord ungeschlagen. Mit diesem tollen Zwischenspurt konnte die Schuster-Elf bis auf den siebten Tabellenplatz vorrücken. Natürlich sollen Schwung und Selbstvertrauen in die letzten drei Spiele des Kalenderjahres mitgenommen und das Punktekonto noch weiter aufgefüllt werden. Am Samstag kommt dabei erneut eine große Herausforderung auf die SpVgg zu, wenn man auswärts zum Traditionsduell bei der zweiten Mannschaft der SpVgg Weiden antritt. Coach Schuster freut sich auf die Partie bei seinem Ex-Verein und fordert von seinem Team mit Respekt, aber selbstbewusst ins Spiel zu gehen: „Wir wollen gegen einen spielerisch starken Gegner auf dem tollen Kunstrasenplatz voll dagegen halten und bestehen. Wir wissen, dass Weiden einen qualitativ starken Kader und tolle Einzelspieler besitzt, welche das Spiel jederzeit entscheiden können. Wir werden aber mutig auftreten und ich traue meiner Mannschaft viel zu. Wenn wir die taktischen Vorgaben umsetzen, werden wir sicherlich ein sehr unangenehmer Gegner sein.“


Nach dem erfolgreichen Heimsieg gegen das Tabellenschlusslicht aus Untertraubenbach steht für die SV Grafenwöhr nun das vorletzte Spiel vor der Winterpause auf dem Programm. Dazu reist die SV um Kapitän Fleischmann zum FC Wernberg. Der Gastgeber sorgte zuletzt für Schlagzeilen, als er seinen Cheftrainer Christian Zechmann von seinem Amt entbunden hat, denn nach zuletzt vier Niederlage in Folge und einem doch bislang eher enttäuschenden Saisonverlauf sah man sich zum Handeln gezwungen. So setzte es gegen die SpVgg Vohenstrauß zuletzt die zehnte Saisonniederlage, mit 15 Punkten rangiert man nicht umsonst auf dem Abstiegsrelegationsplatz.

Die SV Grafenwöhr hingegen reist mit breiter Brust nach Wernberg. Die sich im Aufwind befindenden Garnisonsstädter konnten vier der letzten fünf Partien für sich entscheiden und schwimmen derzeit auf einer Erfolgswelle. Um dort zu bleiben, peilt die Kratzer-Elf beim FC aus Wernberg natürlich den nächsten Dreier an. Um dieses Vorhaben aber in Bares umzumünzen, gilt es wieder, von der ersten bis zur letzten Minute hochkonzentriert zu agieren und die zuvor besprochene Spielidee auch auf den Platz zu bringen. „Wir müssen versuchen, vor allem die zweiten Bälle für uns zu behaupten. Das ist das, was gegen Untertraubenbach teilweise komplett gefehlt hat“, sagt der SVG-Coach. „Wir haben am vergangenen Spieltag das Nötigste getan, um drei Punkte zu holen. Entscheidend waren hier zwei schnelle Tore in der ersten Hälfte. Dass nun der FC Wernberg derzeit in einer ungewöhnlichen Lage steckt, wissen wir. Klar ist auch, dass wir definitiv besser spielen müssen, als am vergangenen Spieltag. Den FCW darf man keinesfalls unterschätzen, da er eine qualitativ gute Bezirksliga-Truppe stellt. Da wir alles daran setzen wollen, die letzten Spiele vor der Winterpause mit vollem Punkteertrag zu beenden, stehen unsere Zeichen auf Sieg. Dazu glaube ich an meine Mannschaft“, so der Grafenwöhrer Chefanweiser.


Im letzten Heimspiel des Jahres empfängt der SV Hahnbach den TSV Detag Wernberg. Die Mannschaft von Trainer Josef Holler befindet sich aktuell in einer sehr schwierigen Situation. Mit nur 13 Punkten steht das Team momentan auf dem vorletzten Tabellenplatz. Nur 14 geschossene Tore zeigen klar, wo die größten Probleme zur Zeit liegen. Die letzte Begegnung der Wernberger gegen die SG Chambtal musste wegen einer schweren Verletzung eines Chambtaler Spielers abgebrochen werden. Der SV Hahnbach sollte die Gäste aber keinesfalls unterschätzen. Viele der Niederlagen von Detag waren äußerst knapp und oft war man ein ebenbürtiger Gegner. Der Sieg der Hahnbacher zuletzt in Schwarzhofen war relativ souverän und absolut verdient. „Ich war besonders mit der Disziplin und der Einsatzbereitschaft meiner Mannschaft sehr zufrieden“, so Trainer Thorsten Baierlein. Mit einer ähnlichen Vorstellung sollte auch das letzte Heimspiel erfolgreich gestaltet werden. Die Personalsituation hat sich nochmals verschlechtert. Durch einige angeschlagene und kranke Spieler wird sich die Startformation erst kurzfristig entscheiden.

Aufrufe: 011.11.2022, 15:00 Uhr
M. Wildenauer / F. Danninger / N. RöschAutor