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VL: VfR muss sich »gewaltig steigern«

Groß-Gerauer leisten sich bei Remis gegen Kalbach zu viele Fehlpässe +++ Vierter kommt

von Dirk Winter · 15.11.2025, 13:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Dominik Claus

Frankfurt-Kalbach. Auf dem achten Tabellenplatz hat der VfR Groß-Gerau die Hinrunde der Verbandsliga abgeschlossen. Auch mit den 26 Punkten in den ersten 16 Spielen ist Sportlicher Leiter Driton Kameraj zufrieden. Viel mehr Erfreuliches konnte er dem 1:1 (1:0) am Donnerstagabend beim FC Kalbach nicht abgewinnen. In dem Nachholspiel „waren wir einfach schlecht“, kritisierte Kameraj: „Wir haben die Räume nicht gut bespielt und haben – was ungewöhnlich für uns ist – sehr viele Fehlpässe gehabt.“

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Ohne Weller „nicht an Leistungsniveau gekommen“

Auch wenn der VfR den erkrankten Stammspieler Paul Weller ersetzen musste: Kameraj wies auf den großen Groß-Gerauer Kader hin, aus dem solche Ausfälle kompensiert werden könnten. „Aber es sind viele Spieler von uns nicht an ihr normales Leistungsniveau gekommen.“ Der Mannschaft um Trainer Gaetano Bauso fehlte die nötige Ruhe im Spielaufbau. Zumindest übertrug sich diese Hektik nicht auf die Defensive, sodass der VfR dem Drittletzten der Liga nur wenige Torchancen ermöglichte.

Nach 19 Minuten lief Ahmet Caglar nach einem Steilpass allein aufs Kalbacher Tor, um den Ball souverän ins Ziel zu schieben – 0:1. Aber statt in der Folgezeit nachzusetzen, weiter Druck zu machen und auf eine höhere Führung zu drängen, ließ der VfR nach. Dabei ließ die Heimelf den Groß-Gerauern Spielräume, die sie zu Kamerajs Bedauern aber nicht nutzten: „Wir haben immer versucht, den Zauberpass zu spielen.“

Allzu oft landete der Ball schnurstracks beim Gegenspieler. Und wieder musste der VfR verteidigen, um dann von vorn mit dem eigenen Angriff zu beginnen. Ein solcher Spielverlauf kostet viel Kraft – erst recht auf einem kleinen Kunstrasenplatz wie in Kalbach.

Beim Ausgleichstreffer in der 64. Minute verlor die Bauso-Elf einen Zweikampf, versäumte so, eine Flanke zu verhindern. Am Ende stand Achraf Gara Ali da, wo ein Stürmer stehen muss, und schob den Ball über die Torlinie. Es war die Konsequenz, „dass wir nicht das investiert haben, was wir können“, so Kameraj.

Im Heimspiel am Sonntag (16.), 15.30 Uhr, da es gegen den viertplatzierten SV Unter-Flockenbach geht, rechnet der Sportliche Leiter mit einem Gegner von weitaus höherem Niveau: „Da müssen wir uns gewaltig steigern.“ Tore: 0:1 Caglar (19.), 1:1 Gara Ali (64.). Schiedsrichter: Kaufmann (TV 1817 Mainz). Zuschauer: 80.