
Darmstadt. So kann es weitergehen. Die SG Langstadt/Babenhausen hat auch ihr zweites Spiel nach der Winterpause gewonnen und treibt ihre Aufholjagd am Tabellenende der Verbandsliga Süd voran. RW Darmstadt dagegen ging dagegen leer aus und steckt im Mittelmaß der Tabelle fest. Schlusslicht FCA Darmstadt war spielfrei.
Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von Echo Online.
Spieltext SG Langstadt/Ba... - RW Frankfurt
Dominik Lohrer haderte. „Mit diesen Chancen müssen wir das Spiel einfach gewinnen. Umso bitterer ist es, dass wir mit leeren Händen dastehen. Es ist einfach ein bisschen Sand im Getriebe bei uns aktuell – vor allem bei der Chancenwertung, das ist das große Problem“, sagte der Darmstädter Trainer. Er sprach damit vor allem die erste Hälfte an, in der seine Mannschaft durch Lauris Schneider-Sanchez, Emin Aykir und Florian Zorn „fünf Hundertprozentige“ hatte. Diese aber nicht nutzte. „Es darf zur Pause einfach nicht 0:1 stehen“, so Lohrer.
In Rückstand waren die Rot-Weißen in der ausgeglichenen Partie gegen „einen sehr starken Gegner“ durch einen abgefälschten Schuss von Kays Iraqi (42.) geraten. Nach der Pause legten die Gastgeber mit großer Entschlossenheit los und wurden dafür mit dem Ausgleich von Aykir (49.) belohnt. Doch Pars schlug zurück, ging durch ein Strafstoßtor (68.) von Ilyass Mirroche erneut Führung, ehe Haris Jakubovic (71.) auf 3:1 erhöhte. Darmstadt steckte aber nicht auf. Mehr als der Anschlusstreffer von Luka Konjicija (82.) sprang aber nicht heraus. „Wir müssen uns endlich mal belohnen für unseren Einsatz“, sagte Lohrer. Mit Treffern, die zu Punkten führen.
Zweites Spiel nach der Winterpause, zweiter Sieg – Langstadt lässt den Worten, eine Aufholjagd starten zu wollen, Taten folgen. Nach dem 4:0 gegen Schlusslicht FCA Darmstadt zuletzt folgte nur ein Sieg gegen Frankfurt, das als Spitzenreiter angetreten war, die Tabellenführung durch die Niederlage aber einbüßte. Der SG ist dies ziemlich egal, schließlich geht es für sie um Punkte um Kampf um den Klassenerhalt. Und da erfüllten die Langstädter ihre Pflicht auch am Sonntag. Dass die Konkurrenz zum Teil ebenfalls punktete, ficht den Tabellenvorletzten, der weiter einen ordentlichen Rückstand hat, nicht an.
„Wir müssen auf uns schauen. Und da haben wir das gemacht, was in unserer Macht steht – zweimal gewonnen. Auch wenn es ein bisschen glücklich war gegen Frankfurt aufgrund des späten Treffers“, sagte Toni Coppolecchia. Der SG-Sportdirektor fügte an: „Die Stimmung ist natürlich aktuell sehr gut.“
In Langstadt hatte sich ein Spiel auf Augenhöhe entwickelt, in dem die Gäste mit einem Aluminium-Treffer vor der Pause für den Höhepunkt sorgten. In der zweiten Halbzeit trafen die Langstädter zweimal die Latte – aber auch zweimal ins Tor. Erst war es der eingewechselte Pascal Peikert, der mit seiner zweiten Ballberührung für die 1:0-Führung sorgte. Die hielt aber nicht lange, da Frankfurt durch Dino Bektas (72.) zum Ausgleich kam. Davon ließen sich die Langstädter aber nicht beirren. „Wir haben weitergemacht und nach vorne gespielt. Wir wollten den Sieg und haben letztlich den entscheidenden Tick mehr gemacht“, sagte Coppolecchia. Und dieser Tick bescherte den Gastgebern durch das späte Handelfmetertor von Kyran Chambron Pinho (90.+5) letztlich die drei Punkte. „Das kann aber erst der Anfang gewesen sein. Wir müssen jetzt so weiter machen“, lautete die Marschroute des Sportdirektors.