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VL: Rot-Weiß kommt nach früher 2:0-Führung vom Kurs ab

Niederlage trotz Vorsprung und Überzahl +++ Auch Langstadt verliert

von Oliver Strerath · 23.11.2025, 21:00 Uhr · 0 Leser
Zweifacher Torschütze: Emin Aykir (links) traf doppelt für RW Darmstadt. Dennoch stand am Ende eine Niederlage für den Fußball-Verbandsligisten gegen die SG Bornheim (rechts Torwart Gianluca Colombo).
Zweifacher Torschütze: Emin Aykir (links) traf doppelt für RW Darmstadt. Dennoch stand am Ende eine Niederlage für den Fußball-Verbandsligisten gegen die SG Bornheim (rechts Torwart Gianluca Colombo). – Foto: Peter Henrich

Darmstadt. Frühe Führung mit zwei Treffern, RW Darmstadt schien auf Kurs. Doch von diesem kam der Verbandsligist wieder ab und handelte sich noch eine Niederlage ein. Auch die SG Langstadt/Babenhausen verlor, scheiterte wegen der eigenen Abschlussschwäche. Das Spiel des FCA Darmstadt beim FC Neu-Anspach wurde unterdessen wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt.

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Eigentlich hatten die Rot-Weißen gedacht, nach dem Sieg zuletzt in Bad Homburg wieder in der Spur zu sein. Doch die Ernüchterung folgte im Spiel gegen Bornheim. „Es ist schade, dass wir nicht den nötigen Siegeswillen gezeigt haben. Es ist schade, dass wir nicht den nächsten Schritt gemacht haben“, sagte RW-Trainer Dominik Lohrer.

Dabei hatte es so gut für die Darmstädter angefangen. Durch den Doppelschlag von Emin Aykir (5./8.) führten die Gastgeber und wähnten sich auf Kurs – ein Trugschluss. Denn die Führung tat den Rot-Weißen offensichtlich nicht gut. Statt weiter souverän aufzutreten, „wurden wir zu passiv, waren zu ungestüm“, analysierte Lohrer. So kamen die Gäste durch Patrick Albert (29.) zum Anschlusstreffer. Quasi im Gegenzug hätten die Darmstädter bei einer Doppelchance durch Lukas Orth und Aykir den alten Abstand wiederherstellen können, was aber nicht gelang. Als dann der Bornheimer Max Zeller (60.) die Rote Karte sah, schienen die Rot-Weißen im Vorteil. Was nicht der Fall war.

„Irgendwie hatten wir das Gefühl, es wird in Überzahl schon funktionieren und für uns laufen“, sagte der Coach und fügte kritisch an: „Dafür haben wir aber viel zu wenig investiert. Das war zum Teil dann auch Unvermögen.“ Die Gastgeber waren von der Rolle, was Bornheim trefflich nutzte – trotz Unterzahl. Erst glich Janis Schwarz (74.) aus, dann traf Diego Jansen (90.+1) zum 3:2 für die Gäste. Wieder einmal ein Gegentreffer in der Nachspielzeit für die Rot-Weißen. Anstatt wieder in der Spur zu sein, standen die Rot-Weißen so ohne Zählbares da.

Die Langstädter waren nah dran, aber dann doch das entscheidende Stück entfernt. So setzte es für den Tabellenvorletzten die nächste Niederlage – die vierte in Folge und die zwölfte insgesamt. „Es war aber eine unglückliche Niederlage. Vor allem in der zweiten Halbzeit kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen“, sagte SG-Sportdirektor Toni Coppolecchia, der von einem ausgeglichenen Spiel sprach und anfügte: „Wir müssen das Glück einfach mal erzwingen.“ Irgendwie war das dann noch bisschen Kritik, denn der Aufsteiger ging auch aufgrund seiner Abschlussschwäche leer aus. So hatte Simon Felde schon nach fünf Minuten eine dicke Chance für die Gastgeber. Auch Adrian Postall vergab bei guten Möglichkeiten zu Beginn und zum Ende der zweiten Halbzeit. „Da haben wir immer wieder Pech“, haderte Coppolecchia mit der Chancenverwertung. So reichte der Germania der Treffer von Marc Zuege (31.), um in Langstadt zum Sieg zu kommen. Bei der SG gab sich der Sportdirektor trotz des neuerlichen Rückschlags und der prekären Situation am Tabellenende (das rettende Ufer ist 18 Punkte entfernt) kämpferisch. „Aufgeben gibt es nicht, das ist keine Option“, sagte Coppolecchia, der ankündigte: „Wir werden die Mannschaft in der Winterpause verstärken.“ Schließlich wollen die Langstädter im zweiten Saisonabschnitt nicht nur nah dran sein, sondern dann das entscheidende Stück voraus sein.