
Darmstadt. Nur zu gerne hätte der FCA Darmstadt, dass sich die Geschichte in der Verbandsliga an diesem Spieltag wiederholt. Bei Lokalrivale RW Darmstadt sehen sie das ganz anders, hoffen die Rot-Weißen doch auf eine Premiere. Aufsteiger SG Langstadt/Babenhausen gibt sich unterdessen vorsichtig.
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Die Arheilger haben gute Erinnerungen an das vergangene Spiel bei Pars. Fast auf den Tag genau sprang Ende Oktober 2024 ein 4:1-Erfolg in Zeppelinheim heraus. Doch seitdem ist viel passiert – vor allem beim FCA. Nur noch fünf Mann stehen im aktuellen Kader, die schon im vergangenen Jahr dabei waren. Und während das Team vergangenen Herbst oben mitmischte, sind die Arheilger mit zwei Punkten Tabellenletzter.
„Hoffentlich wiederholt sich die Geschichte“, sagt Luca Bergemann und wünscht sich einen ähnlichen Ausgang wie damals. Die Zuversicht, auch diesmal Zählbares bei Pars zu holen, zieht der FCA-Trainer aus dem Aufschwung seines Teams, das mittlerweile immer mehr auf Augenhöhe mit den Konkurrenten ist. Doch selbst wenn die Leistungen stimmen, die Ergebnisse tun es nicht. Das soll sich, das muss sich ändern. Auch mit Blick auf die anstehenden Partien. „Daher wollen wir viel Einsatz zeigen, uns Moral und Stärke holen für die folgenden Spiele“, sagt Bergemann: „Wir wollen überraschen.“ Damit sich die Arheilger auch gerne an diese Partie bei Pars erinnern können.
Von den vergangenen vier Spielen haben die Langstädter nur eines verloren. Wirklich vorangekommen ist der Aufsteiger dennoch nicht – fünf Zähler holte die SG aus diesen Partien, steckt weiter tief im Tabellenkeller. „Wir treten irgendwie auf der Stelle“, sagt Toni Coppolecchia. Und so hofft der SG-Sportdirektor auf Zählbares gegen den VfR. „Wir sind aber nicht so vermessen zu sagen, wir müssen unbedingt drei Punkte holen gegen Groß-Gerau.“ Die Vorsicht in Langstadt bedingt sich auch durch die jüngsten Leistungen des Gegners.
Groß-Gerau kommt nach schwierigem Start immer besser in Schwung, holte im selben Zeitraum zuletzt doppelt so viel Punkte wie die SG und trotzte am Mittwoch im Hessenpokal auch lange Regionalligist SG Fulda/Lehnerz. Der Favorit machte erst durch einen Doppelschlag nach rund einer Stunde alles klar, gewann schließlich mit 3:0. „Wir müssen also sehr aufpassen“, mahnt Coppolecchia. Schließlich wollen die Langstädter einen Schritt nach vorne machen, statt auf der Stelle zu treten.
Es wird höchste Zeit für eine Premiere. Viermal haben beide Teams seit dem Aufstieg der Walldorfer gegeneinander in der Verbandsliga gespielt – viermal gewann Walldorf. Aber nicht nur deshalb hoffen die Darmstädter auf ein Erfolgserlebnis. Denn das ist ihnen seit vier Spielen nicht vergönnt. Drei Remis gab es und eine Niederlage in dieser Phase, dennoch sind die Gastgeber Tabellendritter – weil auch die Konkurrenz patzte.
„Wir hätten uns ein Polster erarbeiten können“, sagt Dominik Lohrer. Den Darmstädter Trainer ärgert in diesem Zusammenhang, dass sich sein Team gleich in drei dieser vier Partien einen Treffer in der Nachspielzeit fing und dadurch fünf Zähler einbüßte. „Wir müssen daher wieder mehr Mentalität reinkriegen, uns da rauskämpfen und die Sache wieder in die richtige Bahnen lenken“, sagt Lohrer daher. Mit einer Premiere, also dem ersten Sieg gegen Walldorf, würde dies gelingen.