
Darmstadt. Erst der Trainer-Abschied, dann ein Punkt: Aufsteiger SG Langstadt/Babenhausen ist am Tag nach dem Rücktritt von Peter Hernandez-Allmann zum ersten Zähler der Saison gekommen. RW Darmstadt kehrte in die Erfolgsspur zurück und behauptete die Tabellenspitze. Der FCA Darmstadt steht am anderen Ende des Tableaus.
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Das war die passende Antwort. Nach der ersten Saisonniederlage, dem 1:2 bei Pars Neu-Isenburg, sind die Rot-Weißen in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Zwar nicht mit einer Glanzleistung. Aber mit einer soliden Leistung, und verdient. „Man hat schon ein bisschen die Verunsicherung gemerkt. Das war sicherlich auch nicht herausragend. Aber uns ist die Reaktion gelungen“, meinte RW-Trainer Dominik Lohrer, der anfügte: „Wir hätten höher gewinnen können. Aber wir haben die Treffer zum richtigen Zeitpunkt gemacht.“
So trafen Achraf Amazirh (16.) und Emin Aykir (43.) zum 2:0. Nach der Pause erhöhte Florian Zorn (70.). Der Treffer der Gäste durch Huimang Park (89.) ärgerte Lohrer dann – aber hier gab seine Mannschaft die passende Antwort: Robin Schwarz (90.+3) sorgte für den 4:1-Endstand der Rot-Weißen, die aufgrund von Spielverlegungen nun rund zwei Wochen Pause haben. So waren die Darmstädter zufrieden, mit einem Sieg und als Spitzenreiter in diese zu gehen.
Da war einiges los beim Aufsteiger. Am Samstag war Trainer Peter Hernandez-Allmann zurückgetreten, der erst zur Runde gekommen war. Nach dem Auftaktsieg gegen den FCA Darmstadt (die Zähler glichen den Abzug von drei Punkten aus) gab es vier Niederlagen, bei denen der SG die Ligatauglichkeit fehlte. „Es gab Meinungsverschiedenheiten“, erklärte Sportdirektor Toni Coppolecchia. So coachte am Sonntag dann der Sportliche Leiter Wolfgang Kern das Team, was er auch am Mittwoch im Spiel bei der DJK Bad Homburg (20 Uhr) und Sonntag in Kalbach tun wird. „Das ist die kurzfristige Lösung. Wir suchen einen neuen Trainer“, so Coppolecchia weiter.
Gegen Neu-Isenburg sprang dann prompt ein Zähler heraus. Das Remis, und damit der erste Punkt, fühlte sich nach dem Spielverlauf dennoch richtig gut an für den Aufsteiger, der zweimal ausgeglichen hatte. Erst durch Postall (75.), dann in der Nachspielzeit durch Jannik Heßler (90.+2). Kristijan Knezevic (71.) und Emre Bulut (85.) hatten Pars gegen die defensiv ausgerichteten Langstädter jeweils in Führung gebracht. „Der Punkt war wichtig für die Moral. Darauf können und wollen wir aufbauen“, sagte Coppolecchia und blickte bereits auf die Partie in Bad Homburg.
Luca Bergemann durchlebte ein Wechselbad der Gefühle. „Erst war es Frust, dass wir 0:3 hinten liegen. Dann aber war es positiv, dass wir nicht aufgesteckt haben und noch einmal herangekommen sind“, sagte der FCA-Trainer. Überdies hatte seine Mannschaft, die bisher teils überfordert war, Fortschritte gemacht. „Darauf können wir aufbauen.“
Dennoch stand im vierten Spiel die vierte Niederlage für das Schlusslicht. „Es ist sicherlich keine schöne Situation, ohne Punkte dazustehen. Aber wir brauchen Geduld“, sagte Bergemann, der mit seinem Team bereits am Dienstag (18 Uhr) erneut gefordert ist. In der zweiten Runde des Hessenpokals erwarten die Arheilger den Regionalligisten Bayern Alzenau. Eine Partie, in die der FCA ohne Druck gehen kann. Anders als in Langen, schließlich sollten dort die ersten Punkte her. Doch ein Eigentor von Diogo Barbosa Pereira (10.) brachte den frühen Rückstand, der durch die Treffer von Keano Castiglione (52./61.) anwuchs. Immerhin stemmte sich der FCA gegen die drohende Niederlage und verkürzte durch Caleb Salifou (82.) und Vinicius Miranda de Oliveira (88./Foulelfmeter). Was den Gefühlen von Luca Bergemann zumindest ein bisschen gut tat.