
Main-Taunus. Der FC Germania Okriftel hat sich trotz der 0:4-Niederlage gegen den FC Ederbergland über weite Strecken teuer verkauft. Der Tabellenvorletzte, der bereits seit Wochen als Absteiger feststeht, zeigte vor heimischer Kulisse vor allem im ersten Durchgang eine konzentrierte Defensivleistung und überließ dem Gegner bewusst die Spielkontrolle.
Zwingende Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. „Es war im ersten Durchgang ein chancenarmes Spiel auf beiden Seiten“, bilanzierte der sportliche Leiter Mevlüt Yavuz treffend zur Pause.
Wie schon in den vergangenen Wochen musste der FCO erneut mit einem stark ausgedünnten Kader antreten. Auf der Ersatzbank nahmen sogar Spieler aus der zweiten Mannschaft Platz, die in der Kreisliga C Main-Taunus aktiv sind. „Uns plagen momentan die Verletzungssorgen. Das sorgt auch dafür, dass wir nicht richtig ins Spiel kommen“, erklärte Yavuz die schwierige personelle Situation, die sich auch im Spielverlauf bemerkbar machte.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Okriftel mehr Mut nach vorne und kam zu guten Möglichkeiten. In dieser Phase lag sogar die Führung in der Luft. „Da hätten wir eigentlich das 1:0 erzielen müssen, der gegnerische Keeper hat super pariert“, so Yavuz über die beste Chance des Spiels für die Gastgeber. Doch statt der möglichen Führung folgte der Bruch im Spiel. Mit zunehmender Spieldauer schwanden die Kräfte beim FCO.
Der FC Ederbergland übernahm in der Schlussphase immer mehr die Kontrolle und schlug dann eiskalt zu. Valentin Nasarov eröffnete in der 62. Minute den Torreigen und legte nur sieben Minuten später seinen zweiten Treffer nach (69.).In der Schlussphase schraubten Belmin Dizdarevic (80.) und der erst in der 85. Minute eingewechselte Kemal Celik (90.) das Ergebnis weiter in die Höhe.
„Wir halten tapfer dagegen, können es aber mit diesem dünn besetzten Kader nicht über 90 Minuten durchziehen“, fasste Yavuz die entscheidende Phase zusammen. „Das Ergebnis ist am Ende, wenn man auf den Spielverlauf schaut, zwei Tore zu hoch“, meinte Yavuz abschließend.