2026-03-25T14:09:28.761Z

Allgemeines

VL: "Nichtleistung" - FCA am Tiefpunkt

Bergemann redet nach dem 0:5 in Walldorf Klartext +++ RW Darmstadt und SG Langstadt hadern mit Niederlagen

von Oliver Strerath · 14.09.2025, 22:00 Uhr · 0 Leser
Ins Straucheln geraten: Der FCA Darmstadt (rechts Carlos Edmundo Gomes de Paulo) brach nach dem ersten Treffer ein und verlor am Ende mit 0:5 in der Fußball-Verbandsliga bei RW Walldorf II.	Foto: Uwe Krämer
Ins Straucheln geraten: Der FCA Darmstadt (rechts Carlos Edmundo Gomes de Paulo) brach nach dem ersten Treffer ein und verlor am Ende mit 0:5 in der Fußball-Verbandsliga bei RW Walldorf II. Foto: Uwe Krämer

Darmstadt. Verloren, verloren, verloren. Doch während RW Darmstadt und die SG Langstadt/Babenhausen nach guten Leistungen in der Verbandsliga Süd ein Unentschieden verdient gehabt hätten, steckte der FCA Darmstadt nach enttäuschender Leistung den nächsten Tiefschlag ein. Das Team zeigte sich beim 0:5 in Walldorf nicht ligatauglich. Ausgerechnet jetzt steht am Mittwoch (19.30 Uhr) das Darmstädter Derby bei den Rot-Weißen an, die zurück in die Erfolgsspur und wieder in die Spitze der Liga wollen.

Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von Echo Online.

Eigentlich dachten sie beim FCA, am Tiefpunkt angekommen zu sein nach der letzten Niederlage gegen Groß-Gerau. Doch das Spiel in Walldorf belehrte die Arheilger eines Besseren – es geht noch schlimmer. So sprach FCA-Trainer Luca Bergemann von einer „Nichtleistung“ seiner Mannschaft, die nach dem ersten Gegentreffer durch Joaqiun Fazal (31.) zusammenbrach. Die Gastgeber hatten so leichtes Spiel, durch Yannis Severis (33.) John Basim Yohann (45.) und Nikolai Loderer (53./76.) zu erhöhen.

„Es reicht so nicht für die Liga. Wir haben so nicht das Niveau für die Verbandsliga“, sagte Bergemann. Der Umbruch im Team im Sommer war dann doch zu groß, die Qualität fehlt. Das bekamen die verunsicherten Arheilger in Walldorf einmal mehr vor Augen geführt. Es setzte die sechste Niederlage im sechsten Spiel, drei Treffer hat der FCA erst geschossen, 20 Gegentore sind es dagegen. Entsprechend macht sich Bergemann, in Personalunion auch Sportlicher Leiter, Gedanken über die Zukunft. Über die nahe, aber auch die mittelfristige. „Wir müssen das jetzt durchziehen mit denen Jungs, die da sind“, sagte er. Was wenig Erfolg auf Besserung verspricht. In der Winterpause muss neu sondiert werden. Wie die Lage ist. Und wie es weitergeht, wie die künftige Ausrichtung aussehen könnte. So, da ist sich Bergemann sicher, könne es jedenfalls nicht weitergehen. Dabei dachten sie beim FCA, dass sie schon am Tiefpunkt angekommen waren.

Und wieder hat es nicht geklappt. Und wieder gab eine knappe Niederlage für die Rot-Weißen gegen Seligenstadt. „Es war ganz ähnlich wie in den Partien zuletzt gegen die Sportfreunde“, sagte Dominik Lohrer. Der Darmstädter Trainer ärgerte sich jedenfalls. Denn: „Das war ein Spiel, das keinen Verlierer verdient gehabt hatte. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen.“

Mit einem Punkt wären die Darmstädter in diesem Spitzenspiel zufrieden gewesen. Sie agierten auf Augenhöhe mit dem Titelkandidaten. Hatten durch Florian Zorn (61.) auf die große Chance zur Führung, die dann den Gastgebern durch Paul Kern (68.) gelang. Doch die Gäste schlugen zurück, glichen durch Patrick Bohn aus. Eine der fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen, bei denen es ein gewisses Ungleichgewicht gegeben habe und Lohrer wunderten, leitete dann aber die Entscheidung ein. Obwohl ein Darmstädter verletzt am Boden lag, ließ der Unparteiische weiterlaufen – prompt nutzte Seligenstadt die Szene durch Giuseppe Serra zum 2:2 (82.). Aber erneut konterten die Rot-Weißen. Dachten sie jedenfalls. Denn der vermeintliche Treffer durch Noel Wembacher kurz vor Schluss wurde nicht anerkannt. Warum, darüber rätselte Lohrer. „Und es gab auch keine schlüssige Erklärung.“ So endete die Partie mit einem Sieger, obwohl sie keinen Verlierer verdient hatte.

Max Martin war zwiegespalten nach seinem Einstand. Die erste Halbzeit seiner Mannschaft hatte den neuen Langstädter Trainer ernüchtert. Die Steigerung nach der Pause stimmte ihn dann zuversichtlich. Wenngleich er natürlich gerne einen Punkt geholt hätte. „Das ärgert mich schon. Denn Punkt hätten wir aufgrund der zweiten Halbzeit verdient gehabt“, sagte Martin und fügte an: „Wir haben sicherlich noch viel Arbeit vor uns und einiges auf der Liste. Aber auf die zweite Hälfte können wir aufbauen.“

Laut SG-Sportdirektor Toni Coppolecchia hatte Dortelweil vor der Pause viel Druck aufgebaut und ging durch Moritz Feiler (44.) in Führung. „Aber dann haben sich die Kräfteverhältnisse gedreht. Wir waren am Drücker“, sagte er weiter. So hatten die Gastgeber durch Adrian Postall und Jannik Hessler Chancen zum Ausgleich. Der Treffer fiel dann überraschend auf der Gegenseite: Mohamed El Allaoui (55.) traf zum 2:0 für Dortelweil. Die Gastgeber steckten aber nicht auf. Mehr als der Anschluss durch Postall (85.) sprang aber nicht heraus. Der Treffer zeigte Max Martin aber, dass sein Team (mit einem Punkt weiter Vorletzter) das Zeug hat, sich zu wehren und erfolgreich sein zu können.