2025-12-03T05:51:34.672Z

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Drei gegen einen: RW Darmstadt (Mitte Philipp Christoph) musste sich in der Fußball-Verbandsliga trotz zweimaliger Führung mit einem 3:3 gegen den 1. FC Langen begnügen.	Foto: Peter Henrich
Drei gegen einen: RW Darmstadt (Mitte Philipp Christoph) musste sich in der Fußball-Verbandsliga trotz zweimaliger Führung mit einem 3:3 gegen den 1. FC Langen begnügen. Foto: Peter Henrich

VL: Hier fühlt sich das Remis gut an, dort nicht

Während der FCA mit dem Punktgewinn in Bornheim zufrieden ist, ärgerte sich Rot-Weiß über das 3:3 gegen Langen so richtig

Darmstadt. So unterschiedlich kann die Gefühlswelt nach einem Unentschieden sein. So ärgerte sich Dominik Lohrer nach dem 3:3 von RW Darmstadt in der Verbandsliga Süd gegen Langen. Für seinen Trainerkollegen Luca Bergemann vom FCA Darmstadt fühlte sich das 2:2 des Schlusslichts in Bornheim dagegen gut an.

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Dominik Lohrer ärgerte sich nach der Partie so richtig. Schließlich hatte der Darmstädter Trainer auch allen Grund dazu. Denn sein Team verschluderte gegen den Aufsteiger den Sieg und damit die Gelegenheit, sich von der nun punktgleichen Konkurrenz an der Tabellenspitze abzusetzen. Denn Bad Homburg hatte verloren, Seligenstadt ebenfalls nur Remis gespielt (alle 27 Zähler). „Es gab reichlich kritische Töne bei uns“, sagte Lohrer und fügte an: „Das war nicht Spitzenreiter-reif.“ Für sein Team war es das dritte Remis in Folge, wie gegen Unter-Flockenbach (3:3) hatten die Darmstädter daheim drei Gegentreffer kassiert – was den Ärger bei ihrem Trainer noch verstärkte.

Dabei schienen die Rot-Weißen alles im Griff zu haben, führten sie zur Pause nach Treffern von Nick Neumann (8.) und Emin Aykir (41./Foulelfmeter) mit 2:0. Doch das 1:2 durch Keano Castiglione (48.) war der erste Dämpfer. „Und danach hatten wir genug Chancen, auf 4:1 zu erhöhen. Wir sind fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen“, meinte Lohrer. Der Treffer fiel dafür auf der Gegenseite – Kamil Tyminski (62.) glich für Langen aus und sorgte für Dämpfer Nummer zwei. Zwei Minuten später führten die Gastgeber wieder. Noel Wembacher (64.) hatte getroffen und die Rot-Weißen wieder auf Kurs gebracht. Vermeintlich.

„Denn wir glauben teils, es läuft von ganz allein – tut es aber nicht“, sagte Lohrer: „Wir haben uns dann teils selbst im Weg gestanden.“ Der Coach sprach weitere Tormöglichkeiten an, die nicht genutzt wurden. Und schließlich patzte in der Nachspielzeit die Abwehr und ließ bei einem Standard das 3:3 durch Serhat Gumus (90.+4) zu – der dritte Dämpfer. Der Ärger bei Dominik Lohrer war damit komplett.

Gerne hätten die Arheilger einen großen Schritt gemacht und den ersten Sieg in der Liga (am Donnerstag hatte der FCA im Kreispokal mit 5:1 beim FC Ober-Ramstadt gewonnen) geholt. Es wurde nur ein kleiner. Aber immerhin, die Gäste hatten sich den Punkt verdient – es ist der zweite insgesamt. Wenngleich Luca Bergemann ein wenig haderte. „Für den großen Wurf hat es wieder nicht gereicht. So kommen wir in der Tabelle nicht vom Fleck“, sagte der FCA-Trainer. Doch er sah auch Positives. Denn die Arheilger kommen als Team voran.

0:2 hatten die Gäste zu Pause zurücklegen, Lukas Knell (27./41.) hatte doppelt für Bornheim getroffen. Noch vor einigen Wochen wäre die Niederlage des FCA damit besiegelt gewesen. Doch die Arheilger haben Fortschritte gemacht, zeigen Charakter und kamen so in Frankfurt zurück. „Die Moral stimmt, wir haben nicht aufgesteckt und uns in der Pause noch einmal motiviert“, sagte Bergemann: „Und es hat ja gewirkt.“ So verkürzte zunächst Vinicius Miranda De Oliviera (78.) für das Schlusslicht. In der Nachspielzeit gelang Caleb Salifu (90.+5) noch der Ausgleich. So konnte Bergemann abschließend sagen: „Wir haben die Entwicklung fortgesetzt. Auch das Remis fühlt sich gut an.“ Was die Hoffnung nährt, dass der große Schritt bald kommt.



Aufrufe: 019.10.2025, 20:00 Uhr
Oliver StrerathAutor