
Darmstadt. Das Trio hatte sich viel vorgenommen. Zumindest mehr als letztlich heraussprang an diesem Spieltag in der Verbandsliga Süd. Das war nämlich: nichts. Denn sowohl RW Darmstadt, das dennoch oben dabei bleibt, als auch die Abstiegskandidaten FCA Darmstadt und SG Langstadt/Babenhausen steckten Niederlagen ein.
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Da war was drin für den FCA. Doch das Glück war den Arheilgern einmal mehr nicht hold. „Wir sind da, aber das Spiel kippt nicht auf unsere Seite“, haderte Luca Bergemann nach der 13. Niederlage für das Schlusslicht. Dabei hatte der FCA-Trainer eine ordentliche Leistung seines Teams gesehen, das über weite Strecken auf Augenhöhe mit dem SV Pars war und auch gute Chancen zum Ausgleich hatte. Nur, der Treffer wollte – anders als auf der Gegenseite – einfach nicht fallen.
So war die Phase nach Wiederbeginn die entscheidende der Partie. Die Gastgeber machten ordentlich Druck. „Und wir haben es nicht geschafft, für Entlastung zu sorgen“, so Bergemann. So fiel zwangsläufig das 2:1 für Neu-Isenburg durch Efkan Erdem (63.). Kaum lagen die Gäste wieder hinten, lief es wieder besser bei ihnen. So hatten Caleb Salifu (68./89.) und Michael Da Silva Britto (77.) dicke Chancen zum Ausgleich. Der fiel aber nicht - anders als noch in der ersten Halbzeit. Da war Pars durch Ilyass Mirroche (29.) in Führung gegangen, der FCA hatte durch Joseph Dipetra (31.) postwendend zum 1:1 getroffen.
Danach hatten die Arheilger ihre beste Phase, Da Silva Britto (41.) verpasste nur knapp die Führung. Verständlich, dass die erste Halbzeit für Bergemann gerne noch ein bisschen länger hätte dauern können. Tat sie natürlich nicht. So kippte das Spiel wieder zugunsten der Gastgeber, während der FCA mal wieder Pech hatte. „Aber das war ein Spiel, nachdem man nicht aufgeben kann – und wir werden nicht aufgeben“, sagte Bergemann.
Fünftes Spiel in Folge ohne Sieg für RW Darmstadt
Bei den Darmstädtern ist aktuell der Wurm drin. Es war bereits das fünfte Spiel in Folge ohne Sieg für das Team aus der Heimstättensiedlung und tatsächlich die fünfte Niederlage im fünften Verbandsliga-Spiel gegen den Namensvetter aus Walldorf. „Wir verhalten uns einfach zu naiv. Es ist auch eine Mentalitätsfrage – wir müssen in jeder Situation wach bleiben“, haderte Dominik Lohrer nach dem neuerlichen Dämpfer. Und der Darmstädter Trainer ergänzte: „Die Jungs wissen ja und haben gezeigt, dass sie es können. Derzeit fehlen aber Mut und die Konsequenz.“
Diese Konsequenz wird sowohl in Angriff als auch Abwehr vermisst. So fingen sich die Gastgeber die Gegentreffer durch Nikolas Pauly (45.) zum 0:1 und Nicholas Beier (75.) zum 1:2 jeweils nach Standardsituationen. Noel Wembacher (45.+3/Elfmeter) konnte für die Gastgeber zwischenzeitlich nur ausgleichen. „Es war klar, dass es Rückschläge geben wird. Aber in der Summe sind das doch dann zu viele“, sagte Lohrer. Dennoch, die Darmstädter (27 Punkte) sind trotz der fehlenden Siege zuletzt als Vierter weiter oben dabei. Wie die Hälfte der Liga eigentlich, denn nicht nur das Lohrer-Team patzte in den vergangenen Wochen. So trennen Spitzenreiter SF Seligenstadt (31, bei einem Spiel mehr als die Konkurrenz) und Pars Neu-Isenburg auf Rang neun nur sieben Punkte. Ein schwacher Trost für die Darmstädter, aber zumindest etwas Positives.
Aus dem erhofften Punkt wurde nichts für die Langstädter. Dies hatte einen einfachen Grund: Die Gäste waren besser. „Groß-Gerau hat verdient gewonnen“, sagte Toni Coppolecchia daher. Und der Sportdirektor der SG fügte an: „Die Niederlage wirft uns nicht um.“ Allerdings zurück. Schließlich hat Langstadt auf Rang 16 schon sieben Punkte Rückstand auf Mitaufsteiger FC Neu-Anspach (13 Zähler) auf Rang 14 – was ebenfalls ein Abstiegsrang ist.
Die Partie begann schleppend, spielte sich zunächst im Mittelfeld ab, „ohne dass es auf beiden Seiten zwingende Chancen gab.“ Mit Wiederbeginn erhöhte der VfR den Druck und kam durch Adrian Hofmann (48.) zur Führung. Danach fand aber auch die SG besser ins Spiel und glich durch Simon Felde aus (71.). Der Aufschwung bei den Gastgebern war aber schnell dahin, als Noel Huber (76.) die Gelb-Rote Karte („Eine harte Entscheidung“) sah. Groß-Gerau nutzte die Überzahl und ging durch Tom Kohnhäuser (84.) erneut in Führung. „Danach haben wir es versucht. Aber mit zehn Mann war es zu schwer“, sagte Coppolecchia. So kamen die Gäste durch einen Foulelfmeter von Ilias Benazza (90.) noch zum dritten Treffer.