
Bad Kreuznach. Mit dem Auswärtsspiel beim TuS Steinbach endet am Sonntag die Serie von Kellerduellen für die SG Eintracht. Wenn die Bad Kreuznacher ab 15.15 Uhr am Donnersberg auflaufen hat sich die Situation für den Fußball-Verbandsligisten gegenüber dem Stand sechs Partien zuvor grundlegend geändert. Die SGE hat mit 15 von 18 möglichen Punkten den Abstiegskampf abgehakt und gehört zudem zu den Mannschaften der Stunde.
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Auch der nächste Gegner aus Steinbach hat drei Spiele vor Saisonende Planungssicherheit – oder doch nicht? Als Vorletzter mit sechs Punkten Rückstand auf den drittletzten und sogar 13 auf die Plätze 13 und 12 bewegen sich zwar größtenteils im rein theoretischen Bereich. Aber: Aus der Oberliga bewegt sich die Zahl der möglichen Absteiger in den Südwesten zwischen einem und drei. Sodass es wiederum in der Verbandsliga bestenfalls zwei Absteiger erwischt, im Worstcase sogar bei vier Absteigern um eine Mannschaft aufgestockt werden muss.
Diese Szenarien können der Eintracht inzwischen egal sein: Es folgen das Heimspiel gegen Meister Mechtersheim, beim Showdown um den zweiten Platz gastieren die Bad Kreuznacher am Pfingstsonntag beim Tabellenzweiten Basara Mainz. Zwei Hingucker für die Blau-Weißen, bei denen sich ein Spieler in den vergangenen Wochen besonders in den Fokus geballert hat: Deniz Darcan hat alleine in den fünf zurückliegenden Partien 13 (!) mal genetzt, sich mit 25 Treffern vor Ex-Eintrachtler Gianni Auletta an die Spitze der Verbandsliga-Torjägerliste gesetzt und seinen Marktwert kurz vor der Sommerpause nochmals gesteigert. „Damit hat er nicht nur seine Torjägerqualitäten bewiesen, sondern auch, dass er Leader und Lebensversicherung der Mannschaft ist“, sagt Co-Trainer Savas Kaya. Und: „Deniz ist absolutes Vorbild für alle und Aushängeschild der Eintracht, die überlegen sollte, ihm ein Denkmal vors Stadion zu stellen.“
Über den Verbleib des SGE-Kapitäns ist noch nicht entschieden. Für das Trainerteam ehedem nur ein Nebenschauplatz. „Jetzt geht es gegen Steinbach, und da gehört es sich, dass wir noch einmal alles abrufen“, sagt Kaya, der Coach Mario Spreitzer bis Mitte nächster Woche vertritt. Er ist zuversichtlich: „Die Stimmung ist überragend, die Mannschaft gelöst.“
Personell können die Bad Kreuznacher aus dem Vollen schöpfen, auch der zuletzt angeschlagene Deniz Cinar ist wieder eine Option.