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Ligavorschau

VL: Ein besonderes Fußballspiel für Bodenheim-Coach Marco Jantz

Bodenheim-Trainer kehrt am Sonntag erstmals in einem Ligaspiel an die Marienborner Kirschhecke zurück

von Torben Schröder · 04.04.2025, 16:30 Uhr · 0 Leser
War jahrelang als Spieler und Trainer bei der TuS Marienborn aktiv: Der heutige Bodenheim-Coach Marco Jantz.	 	Archivfoto: FuPa/VfB Bodenheim
War jahrelang als Spieler und Trainer bei der TuS Marienborn aktiv: Der heutige Bodenheim-Coach Marco Jantz. Archivfoto: FuPa/VfB Bodenheim

Mainz/Bodenheim. Die Rückkehr steht an, und auch wenn Marco Jantz tief stapelt, wird es eine emotionale sein. Mitten in seiner Spielerkarriere übernahm der aktuelle Chefcoach des VfB Bodenheim die A-Junioren der TuS Marienborn. Sonntag (15 Uhr) steht die erste Rückkehr in einem Ligaspiel an die Kirschhecke an.

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In der Verbandsliga sind TuS und VfB Tabellennachbarn im nur vermeintlich gesicherten Mittelfeld. Zwar waren beide, der Vizemeister 2023 und der Aufsteiger, nie in der Gefahrenzone. Aber weil bis zu sechs Absteiger möglich sind, wird gerechnet. 45 Punkte braucht es laut Jantz, um absolut sicher zu gehen. Heißt: Drei Siege fehlen dem VfB, neun Spiele sind Zeit. Ähnlich machbar klingt die Kalkulation von TuS-Trainer Ali Cakici, der sich mit 40 Zählern auf der sicheren Seite wähnt. Also zwei Dreier aus sieben Partien.

Jantz verbindet mit der TuS Marienborn eine lange Geschichte

2010 kam Jantz an die Kirschhecke. Der Wiesbadener war beim SC Kohlheck fußballerisch groß geworden, nun aber nach Mainz gezogen und suchte sich einen Verein, bei dem er sich wohl fühlt. Kaum angekommen, bekam er die U19 anvertraut. Für satte sechs Jahre. Dennis Ritz war ein Schlüsseltransfer für den ersten Aufstieg, Freddy Schulz samt seinem Netzwerk vom TSV Schott folgte, Etienne Portmann, Tarek Schwiderski oder Joshua Klüber waren Protagonisten des zweiten in die U19-Verbandsliga. Als Spieler feierte Jantz bei der TuS sogar drei Aufstiege.

Wenn der 35-Jährige nun von einem „Spiel wie jedes andere auch, nur dass die Kabine mir bekannt vorkommt“, spricht, mag man das glauben. Emotional war jedenfalls das 2:2 in der Hinrunde, und auch für Jantz’ Familie wird es ein besonderes Spiel. Mutter und Vater sind Stammgäste an der Kirschhecke geblieben. „Sie sind eigentlich Marienborn-Fans“, berichtet Cakici. Eine Rivalität zwischen beiden Mannschaften gebe es nicht, und wer am Ende vor dem anderen lande, sei auch nicht wichtig. Hauptsache: drin bleiben.

Der VfB will den schwachen Eindruck vom 1:3 beim FC Basara vergessen machen. Das spielfreie Wochenende wurde zum Team-Event beim Mainzer Marktfrühstück genutzt. Die TuS „ist an einem guten Tag in der Lage, jeden zu schlagen, aber auch eine Mannschaft, die man schlagen kann“, weiß Jantz. „Es hängt von Tagesform und Motivation ab. Ich bin mir sehr sicher, dass sie heiß sein werden.“ Zumal auch die Marienborner nach vier Spielen ohne Sieg auf Kurskorrektur aus sind.

Zur neuen Saison peilt Cakici eine Belebung der Offensive an. Die Defensiv-Leistungen stellen den TuS-Trainer zumeist zufrieden, aber vorne brauche es „junge, dynamische, laufstarke“ Spieler: „Unser Spiel ist zu langsam, das müssen wir forcieren.“ Klar ist schon, dass Felix Schwab aus der zweiten Mannschaft hochgezogen wird. Die Bodenheimer hoffen auf Rückkehr und Verbleib von Roman Meyenburg, der in der Physio-Praxis von SVW-Stürmer Robin Lehmann in Behandlung ist. Und wohl doch in Mainz studiert.

TSG Bretzenheim gastiert beim Tabellenletzten

„Wir müssen gewinnen“, sagt Trainer Timo Schmidt vor dem Gastspiel seiner TSG Bretzenheim bei Schlusslicht TuS Rüssingen (Sonntag 15 Uhr). „Alles andere wäre eine weitere, herbe Enttäuschung und würde den Klassenerhalt sehr, sehr, sehr kompliziert machen.“ Fehlen werden Serdal Günes (Muskelfaserriss) und Nick Zimmermann, der ins Krankenhaus musste. Zur Überprüfung der Bänder war der Knöchel zu stark geschwollen. Vielleicht gibt der 8:1-Sieg aus der Hinrunde, der die sonst dürftige Offensiv-Bilanz aufhübscht, Auftrieb.