2025-12-03T05:51:34.672Z

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Mächtig Betrieb im Strafraum: RW Darmstadt (beim Kopfball Florian Zorn, in der Mitte Kapitän Patrick Bohn, dahinter Torwart Jan Schickedanz) hatte auch brenzlige Situationen zu überstehen, kam in der Fußball-Verbandsliga aber zu einem klaren 6.0-Erfolg gegen RW Frankfurt.	Foto: Peter Henrich
Mächtig Betrieb im Strafraum: RW Darmstadt (beim Kopfball Florian Zorn, in der Mitte Kapitän Patrick Bohn, dahinter Torwart Jan Schickedanz) hatte auch brenzlige Situationen zu überstehen, kam in der Fußball-Verbandsliga aber zu einem klaren 6.0-Erfolg gegen RW Frankfurt. Foto: Peter Henrich

VL: Drittes Spiel, dritter Sieg für RW

RW Darmstadt in der Verbandsliga weiter souverän +++ FCA und Langstadt bleiben punktlos

Darmstadt. Drittes Spiel, dritte souveräne Leistung, dritter Sieg – RW Darmstadt ist in der Verbandsliga Süd derzeit das Maß der Dinge und steht an der Tabellenspitze. Am anderen Ende des Tableaus sind dagegen die SG Langstadt/Babenhausen und der FCA Darmstadt zu finden – mit jeweils null Punkten.

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Die Erkenntnisse, die die Arheilger am Spieltag zuvor beim 0:3 gegen Neu-Anspach sammelten, bestätigten sich auch in Unter-Flockenbach. Der Mannschaft fehlt es an Klasse, an Führungsspielern. So setzte es im dritten Spiel die dritte Niederlage. „Wir sind zu naiv, sind verunsichert. Zudem fehlt es an Erfahrung, an Qualität und Persönlichkeit“, urteilte FCA-Trainer Luca Bergemann. Diese Naivität zeigte sich auch dadurch, dass es im dritten Spiel auch die dritte Gelb-Rote Karte gab – diesmal musste Everton Dos Santos Ferreira vom Platz (51.), auch seine Aktion war überflüssig. Wie bei den Platzverweisen gegen seine Teamkameraden zuvor.

FCA Darmstadt will Anpassungen vornehmen

Nach dem Rückstand durch den Treffer von Jann Germies (43.) und dem Feldverweis deutete sich die Niederlage („Danach war es vorbei“) der Darmstädter an. Zumal die Gastgeber durch den Doppelschlag von Luca Kaiser (56./60.) schnell letzte Zweifel beseitigten. Müslüm Arikan (70.) erhöhte sogar.

Die Saison fing also alles andere als gut an für den FCA. Eine Krise sei dies aber noch nicht. „Wir lassen uns nicht verrückt machen“, sagte Bergemann: „Solche Situationen haben wir bereits gemeistert.“ Allerdings sollten die Arheilger zeitnah reagieren, ihren Kader verstärken. Was der Trainer, in Personalunion auch Sportlicher Leiter, bekräftigte: Das ursprünglich für Dienstag angesetzte Spiel in der zweiten Runde des Hessenpokals gegen Bayern Alzenau wird unterdessen neu terminiert. Beim Liga-Spieltag Mitte dieser Woche ist der FCA ebenfalls nicht am Ball. Zeit also, auf die Erkenntnisse zu reagieren.

Bevor Dominik Lohrer seine Mannschaft lobte, zollte er dem Gegner Respekt. „Das Ergebnis wird der Leistung der Frankfurter nicht gerecht. Wir mussten enorme Arbeit verrichten“, sagte der Darmstädter Coach. So hätten die Gäste den Gastgebern einige Probleme bereitet. Vor allem vor der Führung und nach dem 2:0 – jeweils hatte Emin Aykir (20./33.) getroffen. „Das 3:0 für uns war dann aber der Knackpunkt. Danach gingen bei den Gästen die Köpfe runter und wir haben die Räume genutzt“.

Besagtes 3:0 erzielte Valentin Schweickert (53.). Robin Schwarz (63.), Florian Zorn (67.) und erneut Aykir (71.) legten nach zum nächsten Sieg. Und auch dieser Erfolg war beeindruckend, die Rot-Weißen hatten erneut ihr Potenzial abgerufen. Das müssen sie auch am kommenden Mittwoch (18.45 Uhr) tun, wenn die diesmal spielfreie DJK Bad Homburg zu Gast ist. „Ein Top-Gegner, der zudem ausgeruht ist. Da müssen wir Charakter zeigen“, warnte Lohrer. Der Coach ist sich aber sicher, dass sein Team trotz des klaren Ergebnisses und Tabellenplatz eins auf dem Boden bleibt. Schließlich will er seine Mannschaft auch nach dem nächsten Spiel loben.

Aus der Rechnung von Toni Coppolecchia wird nichts. Der Langstädter Sportdirektor wollte vier Punkte aus den Heimspielen gegen Bornheim und am Mittwoch (18.30 Uhr) gegen Kickers Offenbach II holen. Drei können es jetzt nur noch werden – müssen es werden. So zumindest Coppolecchia. „Wir sind noch in der Lernphase, müssen den Hebel aber schnell umlegen und punkten. Das ist auch ganz wichtig für den Kopf“, sagte er. Denn noch steht der Aufsteiger mit null Zählern da, ist Vorletzter. Entsprechend reagierten die Langstädter, korrigierten das Saisonziel (aus dem anvisierten einstelligen Tabellenplatz wurde jetzt der Klassenerhalt) und wollen personell („Wir werden noch wen holen“) nachbessern.

Auch gegen Bornheim hatte sich beim Aufsteiger nämlich gezeigt, dass es nicht reicht, um in der Liga sowie den Spielen selbst auf Dauer mitzuhalten. „Wir waren jeweils zu Beginn der Halbzeiten auf Augenhöhe. Aber ansonsten hatte Bornheim deutlich mehr Spielanteile und hat daher letztlich auch verdient gewonnen“, gab Coppolecchia zu. Bilal Zerouali (74.) hatte zum Sieg der Gäste getroffen. Wenngleich der Sportdirektor einräumte, dass beim Blick auf die Chancen – etwa der Lattentreffer von Clay Verkaj (47.) oder die Gelegenheit von Levin Göttmann (89.) - ein Punkt für sein Team drin gewesen wäre. Dann hätte seine Rechnung auch noch aufgehen können.



Aufrufe: 017.8.2025, 21:00 Uhr
Oliver StrerathAutor