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Ligabericht

VL: Drei Spiele, drei Punkte, drei Gründe für Optimismus

Bodenheim, Bretzenheim und Marienborn gehen mit Punkteteilungen in die Winterpause

von Torben Schröder · 30.11.2025, 20:16 Uhr · 0 Leser
Die TuS Marienborn (in weiß) ist zurzeit gut in Form, belohnte sich diesmal aber nicht mit einem Tor.
Die TuS Marienborn (in weiß) ist zurzeit gut in Form, belohnte sich diesmal aber nicht mit einem Tor. – Foto: Michael Wolff (Archiv)

Drei Spiele, drei Punkte und drei Trainer, die viel Positives mit in die Winterpause nehmen, gab es in der Fußball-Verbandsliga. Das Gastspiel des FC Basara Mainz bei Schlusslicht TuS Steinbach fiel einer Platzsperrung zum Opfer.

FK Pirmasens II – TSG Bretzenheim 0:0. Ein „insgesamt leistungsgerechtes Unentschieden“ sah TSG-Trainer Timo Schmidt, „es hätte in beide Richtungen kippen können“. Und zwar schon früh in Richtung der 46er, als Johannes Gehrling im Pressing den Ball gewann, ihn dann aber an die Latte schoss und im Nachsetzen über das Tor köpfte.
Drei gute Chancen, trotz verbesserungswürdiger Leistung seiner Mannen in einem zerfahrenen Spiel, bilanzierte Schmidt vor der Pause. „Der Gegner war auch nicht viel besser, es gab relativ viele Fehlpässe auf einem nassen Kunstrasen. Wir haben sehr viele Standards zugelassen, die auch immer gefährlich waren. In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Kontrolle und waren ein bisschen besser.“
Wieder zählte Schmidt drei gute Chancen, sah aber auch einen Pirmasenser Pfostenschuss. „In einem umkämpften Spiel müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein.“ Mit elf Zählern und dem dritten Zu-Null aus den letzten sechs Spielen geht es mit positiver Tendenz in die Winterpause.
TSG Bretzenheim: B. Rosinus – Japke, Scherer, Loran – Helbach, Günes, Leismann, Fischer – Noory (65. Koutny), Aygurlu (81. Gharahgozlou) – Gehrling (65. Frick).

TuS Marienborn – FC Bienwald Kandel 0:0. Wenn ein abstiegsgefährdetes Team den Tabellenzweiten stürzt, freut man sich für gewöhnlich über einen Punkt. Die TuS aber hätte den Dreier verdient gehabt, wenn man Trainer Ali Cakici fragt: „Für mich sind das zwei verlorene Punkte, denn ein Tor müssen wir machen, und das wäre auch gerechtfertigt gewesen.“
Einen sehr gefährlichen Abschluss bei den Pfälzern bilanziert der Chefcoach – und zwei „Riesen-Schüsse“ durch Felix Schwab, 20-jähriger Dauerbrenner im Mittelfeld. „Wahnsinn, was er abrobbt“, lobt Cakici. In mehreren Strafraumsituationen fehlte der letzte Zentimeter, Marc Beck köpfte den Ball frei vorbei.
„In der ersten Halbzeit haben wir ihnen den Ball überlassen“, skizziert Cakici die Taktik, die schon gegen Hüffelsheim (3:0) griff. „Wir haben sehr gut verteidigt und Konter gefahren, die wir aber in Überzahl fahrlässig liegen lassen. So haben wir gegen eine sehr starke Mannschaft den Sieg verpasst.“
Gleichwohl verabschiedet sich die TuS mit sieben Zählern aus drei Partien im Form-Hoch in die Winterpause. „Wir sind sehr gut gerade“, sagt Cakici, „aber jetzt denkt man als Trainer: Kriege ich sie wieder auf das Level? Es wird ein Neuanlauf. Sind sie dann alle da, ist die Laufbereitschaft wieder so klasse?“ Die Messlatte hat das Team jedenfalls zuletzt hoch gesetzt, auch wenn die insgesamt acht Unentschieden tabellarisch einiges kosten.
TuS Marienborn: Baka – Hofmann, Beck, Kohns – Hornetz, Serratore (84. Melament), Schwab, Klüber (89. Ritz) – Laissar (43. Markiefka), Baljak, Kersthold (77. Huth).

VfB Bodenheim – TuS Hohenecken 2:2 (0:1). Ganz am Ende erlebt Damir Bektasevic in seinem letzten Einsatz als spielender Interimstrainer einen Schreckmoment. Aschref Ben Hazaz vertändelt den Ball auf letzter Linie – und zieht die Notbremse (90.+5). Rot statt Knock-out.
So gibt es nach vier Niederlagen wenigstens mal wieder einen Zähler, auch wenn der viel zu wenig ist. „Wir waren drückend überlegen“, betont Bektasevic, „in der ersten Halbzeit hatten wir 15 Abschlüsse, zwei Aluminiumtreffer, noch zwei gefährliche Freistöße, die gut gehalten wurden.“
Quasi aus dem Nichts kamen die Pfälzer zum 0:1, weil Dennie Rehs Pfostenschuss aus dem Rückraum von Marco Günthers Rücken ins Netz prallte (41.) und Alex Tuttobene den Ball von einem VfBler serviert bekam (55.). „Aber wir kommen gut zurück, die Mannschaft hat Moral gezeigt“, betont Bektasevic.
Calvin Faßnacht stellte nach Kenzo Kramers Ecke den Anschluss her (61.), Bektasevic selbst glich per Treffer ins lange Eck nach Ben Hazaz' Vorarbeit aus (72.). „Wir hatten eine richtig gute Spielanlage, haben uns viele Torchancen herausgespielt“, lobt der 33-Jährige. Khaled Abou Daya lief zum vermeintlichen Siegtor allein auf die Hütte, Nico Manz traf per Kopf noch mal Alu.
„Wir müssen klar gewinnen, aber ich ziehe sehr viele positive Schlüsse aus dem Spiel“, sagt Bektasevic, „diese Leistung macht Mut.“
VfB Bodenheim: Günther – Geuder (60. Ben Hazaz), Ziewers, Manz, Meyenburg (85. Abdelaali) – Schäfer, Kramer (80. Agrela) – Faßnacht, Bektasevic, Bott (46. Heine) – Abou Daya.