
Darmstadt. Zwei Siege, zwei Unentschieden und Platz vier in der Verbandsliga – ein ordentlicher Saisonstart für die DJK SSG Darmstadt unter dem neuen Coach Jonas Schmittwilken. Gegen den Abstieg will die DJK diese Saison nicht spielen: „Wir haben uns vorgenommen, dass wir in einer besseren, höheren Tabellenregion landen möchten als in der vergangenen Saison“, erklärt Schmittwilken, der die DJK zum Saisonstart übernahm. Zuvor war der 33-Jährige Co-Trainer bei den Damen von Türkiyemspor Berlin (Regionalliga Nordost), bevor es ihn und seine Frau beruflich nach Darmstadt verschlug.
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„Wir wollen, dass aus dem Team das rauskommt, was die Spielerinnen eigentlich können. Technisch – vor allem beim Passspiel – sind wir auf einem relativ hohen Niveau, aber wir wollen das taktische und räumliche Verständnis noch verbessern und vor allem unsere Torerfolge steigern. Die Defensivleistung war vergangene Saison schon gut, gemessen an den wenigen Gegentoren – das wollen wir beibehalten, aber im Offensivspiel kreativer, zielstrebiger und torgefährlicher werden.“ Zu dem Ziel sollen auch die Neuzugänge Maybrit Kimmel (TSG Hoffenheim), Leonie Kurth (letzte Saison noch nicht spielberechtigt), Seredina Agirkaya, Raquel Hach und Lynn Hartebrodt (alle aus der U16) hochgekommen) beitragen. Den Verein verlassen haben Lona Berger (Verletzung) und Charlotte Angstmann (Wechsel zu Hassia Dieburg).

Die Vorbereitung inklusive Testspielen stellte den 33-Jährigen zufrieden. Hervorhebenswert sind vor allem die (nur) 0:2-Niederlage gegen Regionalligist Siegfriedbach und der 7:1-Sieg nach Rückstand gegen Ingelheim. Die Stimmung im Team sei sowohl aus Trainer- als auch aus Spielerinnensicht gut: „Ich habe einen guten Draht zum Team, wir treffen uns regelmäßig, es gibt viele Kommunikationskanäle, sodass sich hoffentlich keine schlechte Stimmung entwickelt“, erzählt Schmittwilken.
Bis jetzt spiegelt sich das auch in der Leistung wider: Im Derby zum Saisonstart gegen den TSV Nieder-Ramstadt holte die DJK dank 1:1-Unentschieden einen Punkt, anschließend einen 3:1-Sieg gegen den SV Nieder-Ursel. Gegen den FSV Schierstein fingen die Damen, die Kooperationspartner des SV Darmstadt 98 sind, kein Gegentor und gewannen 2:0. zuletzt gab es ein 1:1-Unentschieden gegen Aufsteiger Spvgg. Oberrad nach Ausgleich kurz vor Schluss. Schmittwilken: „Das ist auf jeden Fall ein sehr, sehr guter Start. Wichtig ist, nicht den Überblick zu verlieren und die Leistungen konstant Woche für Woche abzurufen. Wahrscheinlich wurden wir anfangs von manchen Teams etwas unterschätzt – je besser man spielt, desto genauer stellen sich die Gegner auf einen ein. Aber der Trend ist gut: Man sieht eine Verbesserung, auch von Woche zu Woche. Irgendwann werden die großen Sprünge kleiner, aber wenn es so weitergeht, bin ich sehr zufrieden“.
Auch mit seinem persönlichen Start in Darmstadt ist der ehemalige Regionalliga-Trainer zufrieden: „Ich kann auf ein super Umfeld bauen: Tomi (Tomislav Mrsic, ehemaliger Trainer) hat mich gut abgeholt, alles gut übergeben und unterstützt mich weiterhin als Co-Trainer und sportlicher Leiter in der Doppelfunktion. Auch mit Fabi (Fabian Lang, Trainer 2. Damen) und Moritz (Müggenburg, Trainer 3. Damen) klappt die Zusammenarbeit sehr gut – wir stehen im engen Austausch und helfen uns gegenseitig bei Engpässen im Kader“. Mit den Spielerinnen klappe auch alles: „Ich arbeite gern mit den Spielerinnen zusammen und freue mich jedes Mal auf Training und Spieltage. Besonders schön ist es natürlich, wenn wir Punkte holen, ein Siegerinnen-Foto machen und alle gut gelaunt sind“.