
Okriftel. Der FV Biebrich 02 hat in der Verbandsliga Mitte nach drei sieglosen Partien wieder ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Beim FC Germania Okriftel siegte die Mannschaft von Trainer Nazir Saridogan souverän mit 5:1 (3:1).
Die Partie startete mit viel Druck der Gäste, die von Beginn an das Spielgeschehen bestimmten. Biebrich kombinierte sich immer wieder gefährlich nach vorne, während Okriftel zunächst vor allem defensiv gefordert war. Umso überraschender fiel die 1:0-Führung für die Hausherren. Luftrim Kodraliu zog in der 25. Minute aus der Distanz ab, der Schuss wurde unhaltbar abgefälscht.
"Endlich die Chancen genutzt"
Der FV Biebrich ließ sich vom Rückstand jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Nur neun Minuten später erzielte Tim Emmel nach feinem Zuspiel den Ausgleich (34.). Kurz darauf drehte John Reith die Partie mit einem platzierten Schuss zum 2:1 (41.), ehe Aiman Tahiri kurz vor der Pause per Foulelfmeter auf 3:1 erhöhte (45.).
Nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste das klar bessere Team. Wieder war es Tahiri, der in der 55. Minute mit seinem zweiten Treffer für die Vorentscheidung sorgte. Philipp Offermann setzte in der 75. Minute mit dem 5:1 den Schlusspunkt.
„Das war ein absolut verdienter Auswärtssieg, der auch noch höher hätte ausfallen können“, freute sich Saridogan nach dem Spiel. „Im Gegensatz zu unseren letzten Spielen haben wir heute unsere Torchancen genutzt und von hinten raus mit einer ordentlichen Konsequenz gespielt“, ergänzte der Coach zufrieden.
Neuer Trainer, neue Abläufe beim FCO
Auf der anderen Seite herrschte beim FC Germania Okriftel nach dem Abpfiff Enttäuschung. Zwar durfte man sich kurz über die frühe Führung freuen, doch danach hatte das Team dem Tempo der Gäste kaum noch etwas entgegenzusetzen.
„Biebrich war uns läuferisch total überlegen und hat mit ihrem enormen Tempo uns ordentlich laufen lassen“, räumte Mevlüt Yavuz, sportlicher Leiter der Germania, ehrlich ein.
Auch die Art und Weise der Gegentore wurmte ihn. „Wir haben die Gegentore heute durch viele Unaufmerksamkeiten zu leicht hergeschenkt“, sagte Yavuz. Zugleich mahnte Yavuz zur Geduld, da sich die Mannschaft derzeit in einer Umbruchphase befindet. „Mit dem neuen Trainer ergeben sich auch neue Abläufe, die sich erst einspielen müssen“, erklärte der sportliche Leiter. Erst in der vergangenen Woche hatte Sascha Amstätter das Traineramt bei der Germania übernommen und in seinen beiden ersten Spielen an der Seitenlinie zwei deutliche Niederlagen einstecken müssen.