Ihre Tore reichen nicht: Miriam Senft verpasst mit Waldenrath-Straeten die zweite Runde im DFB-Pokal.
Ihre Tore reichen nicht: Miriam Senft verpasst mit Waldenrath-Straeten die zweite Runde im DFB-Pokal. – Foto: agsb
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Bitteres Aus im oberfränkischen Dauerregen

Niederlage für die Frauen von Viktoria Waldenrath-Straeten in der ersten Runde des DFB-Pokals.

DFB-POKAL FRAUEN

SpVgg Ebing
3:2
Waldenrath

„Schade, schade, schade“, lautete der Kommentar aus dem Lager des Fußball-Mittelrheinligisten SV Viktoria Waldenrath-Straeten. Mit 2:3 verlor er in der ersten DFB-Pokalrunde der Frauen bei Germania Ebing im oberfränkischen Dauerregen.

„Wer zuerst die Nervosität ablegt, gewinnt dieses Spiel“, hatte Heimcoach Andreas Eiermann vor der Partie gesagt. Seine Elf war gleich gut im Spiel und hellwach, legte nach vier Minuten das 1:0 vor, nach 16 Minuten zum 2:0 (beide Treffer von Saskia Frembs) nach. Germania Ebing war von Beginn an bissig sowie lauf- und kampfstark. Die Viktoria schien Blei in den Beinen zu haben, fand in der ersten Halbzeit selten zum Spiel. Ebing nahm von Anfang an den Pokalfight an, die Gäste schienen besonders durch die beiden Gegentore in der Anfangshase in Schockstarre.

Nach 40 Minuten keimte jedoch Hoffnung auf, denn Miriam Senft verkürzte auf 1:2. Nach der Pause schien der Gast im Spiel angekommen, machte Druck und schien das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. In der 56. Minute jubelte der mitgereiste Anhang aus Waldenrath und Straeten im Ebinger Stadion: Miriam Senft glich zum 2:2 aus. Trainer Olaf Roggen und der kleine Anhang ballten die Fäuste, jetzt schien etwas zu gehen und der Pokaltraum lebte wieder.

Wobei die Viktoria den Druck aber nicht hochhielt und auch nicht auf das 3:2 drängte. Der Gastgeber sammelte sich wieder und blieb cool, kam wieder zurück ins Spiel. „Da muss ich meiner Mannschaft ein dickes Kompliment machen, sie hat selbst den Ausgleich bestens weggesteckt und weiter den Pokaltraum gelebt“, lobte Andreas Eiermann nach Spielende seine Mannschaft. Nach 75 Minuten folgte der Siegtreffer nach einem Foul im Strafraum. Lisa Sommer nutzte die Chance zum 3:2-Siegtreffer. „Es war ein Strafstoß“, musste Olaf Roggen anerkennen. Danach stemmte sich die Viktoria gegen das Pokalaus, rannte unentwegt an und drängte auf den Ausgleich. Kurz vor dem Ende: Torjubel auf den Lippen, doch der Ball knallte an die Latte statt ins Netz. „Wir waren am Ende des Tages einen Tick besser, haben für den Sieg gekämpft“, sah Ebings Trainer Eiermann letztlich einen verdienten Sieg.

Sein Kollege Olaf Roggen konnte nur zustimmen. „Ebing hat mehr investiert und sich den Sieg verdient, da war für uns allerdings mehr drin“, war nicht nur Roggen leicht enttäuscht. Auch die Mannschaft trat mit hängenden Köpfen die 500 Kilometer lange Heimreise an.

Aufrufe: 024.8.2021, 14:00 Uhr
Hein Eschweiler | AZ/ANAutor