
Der SV Eintracht Hohkeppel ist im Halbfinale des Mittelrheinpokals am Drittligisten Viktoria Köln gescheitert. Beim 1:4 vor 620 Zuschauern verkaufte sich der Mittelrheinligist lange teuer, wurde für eigene Fehler jedoch konsequent bestraft. Während Viktoria effizient zuschlug und verdient ins Finale einzog, blieb bei Hohkeppel trotz einer engagierten Leistung vor allem Enttäuschung zurück.
Die Gastgeber starteten selbstbewusst und setzten den Favoriten früh unter Druck. Trainer Abdullah Keseroglu sah seine Mannschaft zunächst klar im Vorteil: „Die ersten 15 Minuten gingen klar an uns, da hätten wir schon 1:0 führen können. Wir sind mutig aufgetreten, haben vorne Druck gemacht und viele Ballgewinne erzwungen.“
Doch mit der ersten echten Gelegenheit schlug Viktoria zu. Yannick Tonye traf in der 15. Minute zur Führung, nur zwei Minuten später erhöhte Lucas Wolf auf 0:2. „Dann geraten wir durch die erste Torchance von Viktoria, bei der wir uns defensiv nicht gut verhalten, in Rückstand. Wenig später folgt das 0:2 durch einen Fehler im Aufbau, den man gegen so einen Gegner nicht machen darf“, erklärte Keseroglu.
Nach dem Seitenwechsel folgte der nächste Rückschlag. Direkt nach Wiederanpfiff erhöhte Tonye auf 0:3. Dennoch gab sich Hohkeppel nicht auf. Firat Tuncer verkürzte per Handelfmeter auf 1:3 (53.), und die Partie schien noch einmal offen. „Wir kommen durch einen Elfmeter auf 1:3 ran und die Riesenchance zum 2:3, den der Torwart aber stark hält“, sagte der Trainer.
Die Gäste ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Trainer Marian Wilhelm sah seine Mannschaft nach anfänglichen Schwierigkeiten zunehmend im Spiel: „Wir wussten, dass hier eine richtig gute Mannschaft auf uns wartet. Das hat man in der Anfangsphase gemerkt.“
Mit zunehmender Spieldauer spielte Viktoria seine Qualität aus. „Wir haben unsere zwei richtig guten Torchancen eiskalt genutzt und sind verdient mit einer 2:0-Führung in die Halbzeit gegangen“, so Wilhelm.
Auch nach dem Anschlusstreffer blieb der Drittligist stabil und setzte durch Robin Velasco (80.) den Schlusspunkt zum 4:1. „Wir sind sehr froh, dass es nicht noch einmal eng wurde und wir stattdessen das vierte Tor nachlegen konnten.“
Für Hohkeppel blieb neben der Enttäuschung auch Stolz auf die eigene Leistung. „Wir müssen heute zwischen Ergebnis und Leistung unterscheiden. Das Ergebnis war nicht gut, aber mit der Leistung bin ich echt zufrieden“, betonte Keseroglu. Erschwerend kam die personelle Situation hinzu: „Uns haben heute sechs Stammspieler gefehlt, und dafür haben wir es wirklich sehr gut gemacht.“