2024-07-22T11:49:03.802Z

Allgemeines
– Foto: Dirk Affeldt

Viktoria Kleestadt sorgt für viertes Aufstiegsfoto

Kleestadt setzt sich in der Kreisoberliga-Relegation durch und rückt erstmals seit 1997 eine Klasse auf

Kleestadt. Bisher waren es nur drei Fotos dieser Art, die da im Vereinsheim hängen. Fotos von Aufstiegsteams des SV Viktoria Kleestadt, der in seiner 100-jährigen Geschichte bis Samstagmittag dreimal den Sprung in eine höhere Klasse schaffte. Nun kommt ein viertes Foto dazu, nachdem die Viktoria im entscheidenden Relegationsspiel mit 1:0 (0:0) beim SSV Brensbach gewann und damit den Aufstieg in die Kreisoberliga Dieburg/Odenwald perfekt machte.

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Der Jubel bei den Kleestädtern, denen bereits ein Remis gereicht hätte, durch den Treffer von Tayfur Yegin (90.+5) aber wie schon im ersten Spiel gegen Germania Ober-Roden II gewannen, fiel danach entsprechend aus. „Wir haben fleißig gefeiert“, sagte Matthias Hauck aus dem Viktoria-Spielausschuss. Denn so sicher waren sich die Kleestädter nicht, dass es klappen könnte. Man sah sich als Außenseiter, verlor zudem die beiden letzten Punktspiele.

„Aber wir haben in der gesamten Saison gezeigt, dass wir eine besondere Mentalität haben“, erklärte Trainer Alexander Tretin. Vor dem Auftakt der Relegation hatte es noch mal einen Austausch innerhalb der Mannschaft gegeben. „Das war ganz wichtig, da sind Dinge angesprochen worden, die vorher nicht gut waren“, meinte der Coach. Das Gespräch zeigte Wirkung. „Jedenfalls haben wir in den beiden Relegationsspielen alles reingehauen.“ Mit Erfolg.

Die Highlights zum Spiel seht ihr hier.

Schon gegen Ober-Roden II zeigte die Viktoria, dass sie von ihrer besonderen Einstellung und einem starken Willen lebt. 0:2 lag man zurück, kam noch vor der Pause zum Ausgleich, um dann letztlich mit 3:2 zu gewinnen. „Da haben wir mit Leidenschaft und Begeisterung gespielt“, sagte Hauck. Das taten die Kleestädter auch in Brensbach, wenngleich sie in der ein oder anderen kniffligen Situation das Glück auf ihrer Seite hatten, der Pfiff des Schiedsrichters nämlich ausblieb.

Nach dem Schlusspfiff waren sie freilich noch glücklicher, schließlich stand der erste Aufstieg der Viktoria seit 1997 fest. Damals spielten noch die Väter von Marvin Jungermann und Tim Hafner mit, nun machten es ihnen die Söhne nach. „Die Jungs sollen und wollen einfach Spaß haben“, so Hauck. Druck, aufsteigen zu müssen, habe es jedenfalls keinen gegeben. „Alles kann bei uns, nichts muss“, meinte er weiter. Das gelte auch für die kommende Spielzeit in der Kreisoberliga, in der man natürlich gerne die Klasse halten möchte. Vielleicht klappt ja auch das. Dann findet sich bestimmt auch ein Plätzchen für ein Foto von diesem Team im Vereinsheim der Viktoria.



Aufrufe: 09.6.2024, 18:00 Uhr
Oliver StrerathAutor